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·20 July 2026

Erste Woche absolviert: Diese Aufgaben muss der 1. FC Köln noch angehen

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Erste Woche absolviert: Diese Aufgaben muss der 1. FC Köln noch angehen

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Luca Kaiser

20 Juli, 2026

Der 1. FC Köln befindet sich seit rund einer Woche in der Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison. Bis zum Ligastart bleiben allerdings noch einige Baustellen, die sowohl das Trainerteam als auch die sportliche Führung um Geschäftsführer Thomas Kessler angehen müssen. Diese Baustellen gilt es noch zu schließen beim 1. FC Köln.

Trotz des Klassenerhalts hat die vergangene Spielzeit einige Schwächen offenbart. Damit der FC seine zweite Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg deutlich ruhiger gestalten und den Klassenerhalt frühzeitig sichern kann, gilt es, in den kommenden Wochen an mehreren Stellschrauben zu drehen.

René Wagner und Thomas Kessler vom 1. FC Köln

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Offene Kaderbaustellen schließen

Mit den Verpflichtungen von Luka Lochoshvili, Gideon Mensah und Reigan Heskey hat der FC bereits auf mehreren Positionen nachgebessert. Dennoch ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen. Nach den Abgängen von Florian Kainz, Felipe Chavez und Eric Martel benötigen die Kölner vor allem im zentralen Mittelfeld weitere Qualität. Dort fehlt aktuell nicht nur die nötige Breite, sondern auch ein Spieler, der Verantwortung übernimmt, das Spiel lenkt und als Taktgeber fungiert. Auch auf den Außenverteidigerpositionen besteht weiterhin Handlungsbedarf. Hinter Gideon Mensah fehlt noch eine Alternative. Darüber hinaus braucht der FC einen weiteren Mittelstürmer. Die Verletzung von Ragnar Ache zum Ende der vergangenen Saison hat deutlich gezeigt, wie abhängig die Kölner von ihrem Torjäger waren und dass im Sturmzentrum eine echte Alternative fehlt.

Mehr Härte ins Spiel bringen

Der FC gehörte in der vergangenen Saison zu den fairsten Mannschaften der Bundesliga. In 34 Ligaspielen begingen die Kölner lediglich 271 Fouls – so wenige wie kein anderes Team im deutschen Oberhaus. Diese Statistik spricht zwar für eine faire Spielweise, zeigt aber auch, dass der Mannschaft in einigen Situationen die notwendige Konsequenz fehlte. Gerade taktische Fouls können gefährliche Umschaltmomente des Gegners frühzeitig unterbinden und dem eigenen Team Zeit verschaffen, sich wieder zu ordnen. Hier sollte der FC künftig kompromissloser agieren und gegnerische Angriffe bereits im Ansatz unterbinden.

Endlich Kontinuität schaffen

Ein großes Problem der vergangenen Saison war die fehlende personelle Konstanz. Nur selten begann der FC mit derselben Startelf wie am vorherigen Spieltag. Verletzungen und Sperren zwangen vor allem Ex-Trainer Lukas Kwasniok zwar immer wieder zu Veränderungen, dennoch verhinderten die ständigen Wechsel, dass sich Automatismen entwickeln konnten. Auch René Wagner setzte diesen Trend fort. In seinen bisherigen Pflichtspielen stellte der neue Cheftrainer nie dieselbe Startelf auf wie im Duell zuvor. Zwar spielten auch hier Verletzungen, Sperren und die personelle Situation eine Rolle, dennoch zeigt sich, wie schwierig es zuletzt war, eine feste Achse zu etablieren.

Genau hier ist Wagner in der Vorbereitung gefordert. Gelingt es ihm, frühzeitig eine Stammformation zu finden, können sich Laufwege, Abstimmungen und das Zusammenspiel deutlich schneller entwickeln. Eine eingespielte Mannschaft dürfte dem FC auch zu mehr Stabilität in den entscheidenden Phasen der Saison verhelfen.

Variabler im Offensivspiel werden

Offensiv war der FC in der vergangenen Saison häufig zu leicht ausrechenbar. Viele Angriffe lebten von den individuellen Qualitäten von Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache. Wurden die drei Offensivspieler konsequent aus dem Spiel genommen, fehlten den Kölnern oft kreative Lösungen. Das Angriffsspiel wirkte ideenlos, statisch und bot dem Gegner nur selten neue Herausforderungen. Wagner wird deshalb gefordert sein, zusätzliche offensive Muster zu entwickeln und seine Mannschaft flexibler aufzustellen, um auch gegen tief stehende Gegner Lösungen zu finden.

Standards deutlich verbessern

Ein weiterer Schwachpunkt waren Standardsituationen. Sowohl offensiv als auch defensiv gehörte der FC in diesem Bereich zu den schwächsten Mannschaften der Bundesliga. Lediglich fünf Tore erzielten die Kölner nach ruhenden Bällen, gleichzeitig kassierten sie 20 Gegentreffer nach Standards – jeweils der schlechteste Wert der Liga. Gerade in engen Bundesliga-Partien entscheiden Ecken und Freistöße häufig über Sieg oder Niederlage. Umso wichtiger wird es sein, in der Vorbereitung sowohl die Abläufe im eigenen als auch im gegnerischen Strafraum intensiv zu trainieren und in diesem Bereich deutlich effizienter zu werden. Auch personell arbeitet der FC der Schwäche entgegen. Luka Lochoshvili wurde verpflichtet. Der Innenverteidiger überzeugte bei Nürnberg sowohl defensiv als auch offensiv nach dem ruhenden Ball.

Die Vorbereitung als Schlüssel

Geschäftsführer Thomas Kessler ist weiterhin gefordert, die offenen Baustellen im Kader zu schließen. Gelingt es den Verantwortlichen, die personellen Lücken zu schließen, eine feste Achse zu etablieren und die Schwächen aus der vergangenen Saison gezielt abzustellen, hat der 1. FC Köln gute Chancen, sich in seiner zweiten Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg deutlich früher aus dem Tabellenkeller herauszuhalten und eine wesentlich ruhigere Spielzeit zu erleben.


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