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·7 May 2026

Europa League: SC Freiburg hat sich dieses Finale verdient

Article image:Europa League: SC Freiburg hat sich dieses Finale verdient

Freiburg gewinnt das Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga mit 3:1 und steht am 20. Mai in Istanbul erstmals in einem Europapokalfinale.

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Der SC Freiburg, jahrzehntelang der sympathische Mitläufer, der Klub mit dem kleinen Etat und der großen Erzählung, spielt am 20. Mai in Istanbul um einen europäischen Titel. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte. Das 3:1 im Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga, nach dem 1:2 im Hinspiel, ist eines jener Ergebnisse, die man in Freiburg noch lange erzählen wird, ohne sie dramatisieren zu müssen. Der Gegner im Finale heißt Aston Villa.


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Die Partie war früh vorgezeichnet. Nach sechs Minuten brachte Mario Dorgeles den durchgebrochenen Jan-Niklas Beste zu Fall, Schiedsrichter Davide Massa zeigte für die Notbremse die Rote Karte. Ausgerechnet Dorgeles, der im Hinspiel in der Nachspielzeit noch zum Siegtor für Braga getroffen hatte. Von da an hatten die Portugiesen das komplette Spiel in Unterzahl zu bestreiten, und Freiburg tat, was ein reifes Team in einer solchen Lage tun muss: Es drückte, ohne sich zu verrennen.

Das 1:0 durch Lukas Kübler in der 19. Minute hatte dann jene Züge, die man einem Europapokalabend gern zuschreibt – eine zu kurz geklärte Flanke, ein Ball, der zwischen zwei Gegenspielern hin und her sprang, und am Ende der Weg ins Netz. Johan Manzambi legte in der 41. Minute nach, zog von links nach innen und zirkelte den Ball aus rund 20 Metern ins rechte Eck. Dass Victor Gomez kurz vor der Pause den Pfosten traf, hätte die Geschichte kippen können. Tat es aber nicht.

Nach der Pause hätte Freiburg früh entscheiden müssen. Vincenzo Grifo traf in der 47. Minute den Außenpfosten, der Flachschuss von Matthias Ginter strich zwei Minuten später knapp am Tor vorbei, Manzambis Versuch kratzte Bragas Keeper Lukas Hornicek aus dem Eck. Dass es doch noch einmal spannend wurde, lag an Pau Victor, der in der 79. Minute für Braga verkürzte, nachdem Kübler per Kopfball auf 3:0 gestellt hatte. Jean-Baptiste Gorby und Joao Moutinho hatten zuvor den Anschluss verpasst. Vor den Augen von Joachim Löw, der unter den 33.700 Zuschauern saß, brachte Freiburg die Sache am Ende souverän über die Zeit.

Ein Verein, der europäisch nie Teil der obersten Klasse war, steht plötzlich 90 Minuten vor einem Titel. Freiburg hat sich dorthin nicht geschlichen, sondern gespielt – mit einer Heimbilanz, die in diesem Wettbewerb makellos ist, und mit einem Trainer, der in Christian Streichs Nachfolge ruhig und unaufgeregt arbeitet. Istanbul ruft. Und der Sport-Club antwortet.

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