Anfield Index
·23 April 2026
Ex-PL-Star nennt Liverpool-Profi nach Everton-Sieg „schrecklich“

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·23 April 2026

Liverpools Saison hat sich zu einer merkwürdigen Mischung aus Ergebnissen entwickelt, die schmeicheln, und Leistungen, die frustrieren, und genau in diesem Spannungsfeld hat Chris Sutton seine bislang schärfste Einschätzung abgegeben. Der frühere Stürmer hielt sich zuletzt nicht zurück, als er über Florian Wirtz sprach, und bezeichnete die jüngsten Auftritte des Deutschen als „schrecklich, schrecklich“.
Dieses schonungslose Urteil durchbricht das übliche Abwägen, das einen jungen Spieler in seiner Debütsaison oft umgibt. Suttons Aussagen fielen zudem nicht isoliert. Sie waren Teil einer breiteren Bewertung von Liverpools Offensivoptionen, darunter Mohamed Salah, Cody Gakpo und Alexander Isak, doch Wirtz bekam die schärfste Kritik ab.
In einer Saison, in der Liverpool sich häufig eher auf Momente als auf anhaltende Dominanz verlassen hat, spiegelt Suttons Sicht eine wachsende Ungeduld wider. Wirtz kam mit dem Ruf eines spielverändernden kreativen Impulsgebers. Stattdessen lieferte er eher einzelne Glanzmomente als echte Kontrolle.

Foto: IMAGO
In dieser Diskussion gibt es auch eine taktische Ebene, die über die individuelle Form hinausgeht. Liverpools Sturmreihe hat Schwierigkeiten, Zusammenhalt zu finden, wobei Rollen und Aufgaben oft eher fließend als klar definiert wirken. Salah sorgt weiterhin für Durchschlagskraft, während Gakpo vor allem in den jüngsten Partien Fortschritte erkennen ließ.
Im Gegensatz dazu tauchte Wirtz in Spielen immer wieder ab und auf. Seine Zahlen, sechs Tore und acht Vorlagen in 45 Einsätzen, sind für eine erste Saison im englischen Fußball respektabel. Doch Statistiken allein erfassen keinen Einfluss. Der Eindruck auf dem Platz, besonders in intensiven Premier-League-Spielen, zeigt einen Spieler, der sich noch an die körperlichen und taktischen Anforderungen anpasst.
Suttons Zurückhaltung, Wirtz Fantasy-Premier-League-Managern zu empfehlen, unterstreicht genau diese Wahrnehmung. „Ich würde Isak nicht anfassen. Und Wirtz, schrecklich, schrecklich“, sagte er und bekräftigte damit seine Kritik. Es ist eine Aussage, die provozieren soll, hebt aber auch eine breitere Sorge um die Verlässlichkeit in Liverpools offensiver Struktur hervor.
Die Anpassung an eine neue Liga verläuft selten geradlinig, besonders für einen offensiven Mittelfeldspieler, von dem erwartet wird, das Tempo zu bestimmen und Abwehrreihen zu knacken. Wirtz hatte die Aufgabe, die verschiedenen Spielphasen in einer Mannschaft zu verbinden, der selbst oft der Rhythmus fehlte. Dieser Kontext ist wichtig.
Liverpool hat Spiele nicht konstant kontrolliert, was kreative Spieler zusätzlich belastet. Wenn das Fundament im Mittelfeld instabil ist, wirken offensive Beiträge schnell sporadisch. Wirtz hat in seinen Bewegungen und Pässen immer wieder seine Spielintelligenz aufblitzen lassen, doch sein Selbstvertrauen wirkt vor allem in den vergangenen Wochen fragil.
Hinzu kommt die psychologische Dimension. Prominente Neuzugänge bringen Erwartungen mit sich, und wenn die ersten Leistungen den Hype nicht sofort rechtfertigen, nimmt die kritische Beobachtung zu. Suttons Aussagen sind zwar hart, spiegeln aber auch ein Gefühl wider, das Teile der Fanbasis teilen, die einen schnelleren Einfluss erwartet hatten.
Es wäre zu simpel, Wirtz als Hauptursache für Liverpools wechselhafte Saison herauszugreifen. Das größere Bild ist eines des Umbruchs, mit strukturellen und stilistischen Anpassungen, die sich noch einspielen. Dennoch gehört individuelle Verantwortung weiterhin zum Spitzenfußball.
Suttons Kritik trifft deshalb einen Nerv, weil sie sichtbare Inkonstanz aufgreift. Liverpool war zu starken Ergebnissen fähig, darunter auch Derby-Erfolge, wirkt über neunzig Minuten jedoch nur selten wirklich überzeugend. In diesem Umfeld werden Spieler wie Wirtz zu zentralen Analysepunkten.
Ob Suttons Einschätzung am Ende fair ist, wird davon abhängen, was als Nächstes folgt. Die letzten Wochen der Saison bieten Wirtz die Chance, sich wieder in den Vordergrund zu spielen und die Wahrnehmung zu verändern. Noch wichtiger wird jedoch die kommende Spielzeit sein. Wenn es ihm gelingt, einzelne Glanzmomente in konstanten Einfluss zu verwandeln, wird sich die Erzählung schnell ändern.
Vorerst aber hallen Suttons Worte nach. Sie sind scharf, möglicherweise unnachgiebig, aber nicht völlig losgelöst von dem, was auf dem Platz zu sehen war. Liverpools Entwicklung, und Wirtz’ Rolle darin, bleibt eine der spannendsten Nebenhandlungen auf dem Weg in die nächste Phase.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.









































