Fassungslosigkeit nach dem WM-Debakel: Kerem Aktürkoglu spricht über unerfüllte Träume, berechtigte Kritik und einen skandalösen Vorfall auf dem Platz! | OneFootball

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·21 June 2026

Fassungslosigkeit nach dem WM-Debakel: Kerem Aktürkoglu spricht über unerfüllte Träume, berechtigte Kritik und einen skandalösen Vorfall auf dem Platz!

Article image:Fassungslosigkeit nach dem WM-Debakel: Kerem Aktürkoglu spricht über unerfüllte Träume, berechtigte Kritik und einen skandalösen Vorfall auf dem Platz!

Das bittere Vorzeitige Ausscheiden der türkischen Auswahl bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wirft hohe Wellen und sorgt für tiefe Ernüchterung bei den Akteuren. Nach der folgenschweren 0:1-Niederlage gegen Paraguay im zweiten Gruppenspiel der Gruppe D herrscht im Lager der Mannschaft bodenlose Enttäuschung. Im Anschluss an die emotionale Partie stellte sich Offensivstar Kerem Aktürkoglu den kritischen Fragen der Medienvertreter. Der Flügelstürmer fand dabei deutliche Worte für das unerwartete Scheitern und analysierte schonungslos die Gründe, warum die hochgesteckten Ziele beim wichtigsten Turnier der Welt krachend verfehlt wurden.

Große Träume zerplatzt: „Wir konnten den Ball einfach nicht im Tor unterbringen“

Der Frust über das sportliche Abschneiden sitzt beim Angreifer tief. Die Mannschaft habe sich sowohl im Vorfeld als auch im intensiven Vorbereitungscamp akribisch auf die Endrunde vorbereitet, stand am Ende jedoch komplett mit leeren Händen da. Besonders die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse erwies sich in den beiden absoluten Schlüsselpartien als der entscheidende Genickbrecher.


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„Sowohl unsere Nation als auch hatten uns etwas ganz anderes erhofft, wir hatten viel größere Träume und Ziele. Wir sind im Einklang mit diesen Zielen hierher gekommen. Wir haben im Vorfeld hart gearbeitet. Auch hier haben wir im Vorturniercamp viel gearbeitet, aber wir haben nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. Wir haben es versucht, wir haben zu viel versucht. Die Schüsse, die wir in zwei Spielen geschossen haben, sind zu viele. Wir konnten keinen einzigen im Tor unterbringen. Die Verantwortung liegt bei uns. Eine hochkarätige Mannschaft wie wir musste so spielen, dass sie mit gutem Fußball Ergebnisse erzielt. Das ist uns nicht gelungen. Es gibt nichts zu sagen, es tut uns leid“, ging der Offensivakteur im Gespräch mit TRT Spor verbal in die Knie.

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Kritik aus der Heimat ist absolut berechtigt – Unerfahrenheit nach 24 Jahren Abwesenheit

Trotz des sportlichen Offenbarungseids verteidigte der 27-jährige Fußballer das Trainerteam um Vincenzo Montella energisch. Eine Abschiedsrede des Trainerstabs in der Kabine habe es nicht gegeben, vielmehr müsse man die Gesamtsituation sachlich einordnen. Die Mannschaft habe nach fast einem Vierteljahrhundert die lang ersehnte Rückkehr auf die Weltbühne geschafft, sei in den entscheidenden Momenten jedoch auch an der eigenen Nervosität gescheitert.

Der Angreifer zeigte volles Verständnis für die heftigen Reaktionen in der Heimat: „Wir sind die Spieler, die das Team nach 24 Jahren zur Weltmeisterschaft gebracht haben, und unser Trainer ist einer der Architekten davon. Wenn die Erwartungen zu hoch sind, sind die Emotionen intensiv, sowohl für uns als auch für unser Land. Wir wussten, dass große Erwartungen bestanden, und die Kritik, die wir äußerten, weil wir diese Erwartungen nicht erfüllen konnten, ist berechtigt. Es gibt nichts zu tun, und wir möchten nicht, dass es so ist. Eine Mannschaft von Qualitätsfußballern wie wir hätte sich als Gruppensieger präsentieren müssen, aber manchmal passieren im Leben nicht die Dinge, die man sich wünscht. Unabhängig vom Ergebnis bin ich stolz auf meine Freunde für den Kampf, den wir geführt haben. Wir haben nicht aufgegeben, wir haben bis zum Ende gekämpft. Manchmal passiert im Leben nicht das, was man sicht erhofft. Diese Mannschaft erreichte nach 24 Jahren erstmals wieder die WM. Das Team hatte auch mit Unerfahrenheit zu kämpfen. Ich hoffe, dass wir unserem Land in den folgenden Wettbewerben sowohl bei der Weltmeisterschaft als auch bei der Europameisterschaft weitere schöne Erfolge bescheren werden.“

Rassismus-Eskalation auf dem Rasen: Der Grund für den paraguayischen Platzverweis

Für Aufsehen sorgte eine Szene auf dem Spielfeld, die zu einer Roten Karte für einen paraguayischen Akteur führte. Der Übeltäter hatte sich beim Sprechen die Hand vor den Mund gehalten, was nach den neuesten FIFA-Richtlinien rigoros geahndet wird. Der Nationalspieler erklärte den genauen Ablauf des Vorfalls und wie das Schiedsrichtergespann umgehend intervenierte.

„Die Schiedsrichter vor dem Turnier haben uns von den neuen Regeln erzählt. Wenn man den Mund schließt, empfinden die Schiedsrichter das als Rassismus oder beleidigende Ausdrücke. Normalerweise denkt man, wenn man den Mund schließt, dass man schlechte Worte sagt oder rassistisch ist. Der Gegner beschimpfte Mert. Ich war etwas weiter weg, aber Mert sagte mir, dass er schlimme Dinge zu ihm gesagt habe, indem er den Mund verschlossen hieltt. Wir haben beim Schiedsrichter dort Einspruch erhoben und die endgültige Entscheidung kam dann vom VAR“, aufklärte der Flügelspieler die hitzige Situation auf dem Rasen.

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Blick nach vorn: Die Enttäuschung für die Nations League abschütteln

Ein Schönreden der Situation kommt für den Leistungsträger trotz des erreichten Viertelfinals bei der vergangenen Europameisterschaft nicht infrage. Ein solches Abschneiden passe schlichtweg nicht zum vorhandenen Potenzial der Mannschaft. Dennoch dürfe man nun nicht in dauerhafte Agonie verfallen, da bereits die nächsten Pflichtspiele vor der Tür stehen.

„Ein solches Ergebnis haben wir uns nicht gewünscht. Wir hatten in den vorherigen Prozessen eine erfolgreiche Phase, was im Sinne dieses Turniers eine große Enttäuschung ist. Ich hoffe, dass es von nun an immer eine Steigerung geben wird. Jetzt gibt es die Nations League. Ein geschäftiger Terminkalender wartet auf uns. Wir sollten diese Enttäuschung sowohl für uns selbst als auch für unser Volk überwinden. Wir müssen den Kopf heben. Danach sind wir die Spieler, die wieder erfolgreich sein werden. Das können wir nicht alleine schaffen. Alle hatten große Erwartungen. Danach werden wir meiner Meinung nach das Notwendige tun. Die Weltmeisterschaft ist ein Turnier, das für Überraschungen offen ist. Dies war auch in Katar der Fall, Favoriten können eliminiert werden. Wir waren die Favoriten dieser Gruppe. Infolgedessen sind wir alle enttäuscht, weil wir nicht leisten konnten, was wir wollten. Wir sind diejenigen, die dieses Team wieder nach vorne bringen werden, wenn wir Verantwortung für uns übernehmen. Ich hoffe, es gelingt uns“, so das kämpferische Fazit des Nationalspielers.

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