Fussballnationalmannschaft.net
·20 March 2026
FC Bayern München: Der neue Gehaltskurs bei den Bayern – Was verdienen die Spieler?

In partnership with
Yahoo sportsFussballnationalmannschaft.net
·20 March 2026

Der Rekordmeister FC Bayern München justiert seine Gehaltsstruktur neu, weil steigende Personalkosten die Bilanz belasten. Sportvorstand Max Eberl hat vom Aufsichtsrat den deutlichen Auftrag erhalten, die Gehaltskosten zu senken, während das Team unter Vincent Kompany sportlich um zusätzliche Champions‑League‑Prämien kämpft. Neben reinen Einsparungen geht es intern auch um Hierarchie, Signing Fees und vertragliche Klauseln, die Gehälter nach oben treiben. Die Klubführung prüft zugleich mögliche Abgänge, Ausleihen und Vertragsmodelle, um die Liquidität zu stabilisieren.

Harry Kane vom FC Bayern München jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Elfmetertreffer zum 1:0 im UEFA Champions League-Achtelfinale (Rückspiel) gegen Atalanta BC in der Football Arena München am 18. März 2026. Foto: Stuart Franklin / Getty Images
Die Finanzlage zwingt Bayern zum Handeln: Nach dem Gewinn 2023 (Jahresüberschuss 27,1 Mio. Euro) drohen in dieser Saison erstmals rote Zahlen, weil Gehaltskosten weiter stark drücken. Der Einzug ins Champions‑League‑Viertelfinale brachte zwar 12,5 Mio. Euro an UEFA‑Prämien ein, doch intern gilt das Halbfinale als finanzielles Mindestziel – ein Vorstoß ins Halbfinale würde weitere mindestens rund 15 Mio. Euro an Mehreinnahmen sichern. Vor diesem Hintergrund forderte der Aufsichtsrat im Februar erneut Maßnahmen zur Kostensenkung; Max Eberl soll konkrete Vorgaben erhalten haben, die Gehaltsstruktur an der Säbener Straße und in der Gesamtbilanz zu entlasten.
Beim FC Bayern gliedert sich die Mannschaft laut internen Angaben in vier Gehaltsstufen. An der Spitze stehen die Topverdiener (über 20 Mio. Euro), zu denen Harry Kane und Jamal Musiala zählen – Kane soll schätzungsweise 25 Mio. Euro jährlich verdienen, Musiala dem Bericht zufolge sogar mehr. In der zweiten Kategorie (bis zu 20 Mio.) rangieren demnach Spieler wie Dayot Upamecano nach seiner Vertragsverlängerung, Joshua Kimmich, Manuel Neuer und Alphonso Davies inklusive Prämien.
Die dritte Stufe umfasst die Gutverdiener; Serge Gnabry wurde zuletzt in diese Gruppe zurückgestuft, nachdem sein Vertrag neu verhandelt wurde. Die vierte Stufe bilden die sogenannten Normalverdiener: hier finden sich Spieler wie Konrad Laimer, Raphaël Guerreiro oder Youngster Lennart Karl – Karl soll geschätzt rund zwei Mio. Euro verdienen, Laimer dagegen in Spitzenzeiten deutlich mehr dank Signing Fee, Boni und Klauseln.
Ein Kernproblem sind nicht nur hohe Grundgehälter, sondern auch einmalige Zahlungen und vertragliche Aufstiegsmechanismen. Konrad Laimer wechselte 2023 ablösefrei von RB Leipzig und soll eine Signing Fee von schätzungsweise fünf Mio. Euro erhalten haben; sein Grundgehalt lag anfangs bei rund sechs Mio. Euro und stieg durch Boni und Klauseln weiter an. Laimer zählt aktuell zu den Normalverdienern – strebt aber eine höhere Einordnung in der Gehalts‑Hierarchie an.
Raphaël Guerreiro kam 2023 ablösefrei und soll mit ähnlichen Bezügen wie Laimer (etwa sechs Mio. Grundgehalt plus Boni) vergütet werden, ohne Signing Fee. Solche individuellen Vereinbarungen erschweren einheitliche Gehaltskürzungen, weil sie auch Statusfragen innerhalb der Mannschaft berühren.
Die Bayern verfolgen mehrere Hebel: Vertragsverhandlungen, Verkäufe, ausgeliehene Spieler und gezielte Transfers. Alexander Nübel (derzeit an Stuttgart ausgeliehen) soll verkauft werden; der VfB übernimmt angeblich nur ein Drittel seines geschätzten Jahresverdienstes von zehn Mio. Euro. Tottenham und Galatasaray werden als potenzielle Abnehmer für João Palhinha bzw. Sacha Boey genannt; gleichzeitig prüfen die Bayern eine Entwicklungslösung mit Givairo Read von Feyenoord als Alternative zu Boey.
Auf den Flügelpositionen sparen die Münchner laut Bericht gegenüber früher: Michael Olise und Luis Díaz sollen zusammen geschätzte 34 Mio. Euro verdienen, weniger als Leroy Sané und Kingsley Coman zuvor (rund 40 Mio. Euro). Während Sané einem Gehaltsverzicht nicht zustimmte, wurde Coman verkauft – ein Beispiel, wie sportliche Wertung und wirtschaftliche Notwendigkeit zusammenwirken. Zudem ist Nicolas Jacksons potenzielle Belastung künftig nicht mehr relevant, da die Option bei Chelsea nicht gezogen wird.
Die Klubführung versucht, Spielraum zu schaffen: Uli Hoeneß mahnte bereits Einsparungen an, zugleich soll es ein zweites „Festgeldkonto“ in der Stadion GmbH geben, auf das der Verein notfalls zurückgreifen kann – offenbar sind dort dreistellige Millionenbeträge an liquiden Mitteln vorhanden. Parallel werden Gespräche an der Säbener Straße geführt, um weitere Entlastungen bei Gehaltskosten zu erzielen und gleichzeitig sportliche Ziele wie das Champions‑League‑Halbfinale nicht zu gefährden.
Live


Live


Live





































