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·10 April 2026
FC Bayern Torrekord? Geburtstagskind Kompany ohne Feierlichkeiten

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Der FC Bayern kann vor dem Rückspiel gegen Real Madrid ganz nebenbei eine historische Bestmarke knacken. Schon bei 100 Toren nach erst 28 Partien stehen Harry Kane und Co. und haben damit die 54 Jahre alte Saisonmarke des eigenen Klubs von 101 Treffern im Blick.

FC Bayern Trainer Vincent Kompany (Foto Deposithotos.com)
Für Vincent Kompany ist das passende Geburtstagsgeschenk zum 40. allerdings zweitrangig. Der Münchner Chefcoach machte deutlich, dass ihn vor dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli vor allem eines interessiert: drei Punkte.
Am Freitag wurde Kompany 40 Jahre alt, doch gefeiert werden soll aus seiner Sicht nicht. „Das Beste, was man sich in diesem Moment wünschen kann, sind drei Punkte“, sagte der Belgier mit Blick auf die Partie am Millerntor. Emotionen, stellte er klar, habe er in diesen Tagen ohnehin genug.
„Vielleicht ein Glas Rotwein“ am Freitagabend könne noch drin sein, erklärte Kompany, ansonsten aber versuche er, „wegzulaufen von allem, was am Geburtstag entstehen kann“. Sein Fokus liege im „Prioritätenmodus“, denn: „Es gibt noch viel Arbeit“, um die Begegnung beim FC St. Pauli vorzubereiten. Dabei muss er auf Lennart Karl verzichten, der wegen eines Muskelfaserrisses für unbestimmte Zeit ausfällt.
Vor dem eigentlichen Blick auf St. Pauli durfte sich Kompany noch eine Würdigung von Sportvorstand Max Eberl anhören. „Wie Vinny Mensch und Trainer miteinander verbindet, ist schon außergewöhnlich“, sagte Eberl. „Er ist als Mensch immer nett, offen für jeden und nahbar. Aber er weiß ganz genau, was er will und wie er es will auf dem Platz. In dieser Kombination ein Team zu führen, einen Verein zu repräsentieren mit jetzt 40 Jahren – das ist ganz besonders!“
Unter Kompany hat der FC Bayern laut Eberl eine klare Gier nach Toren entwickelt. In den bislang 28 Spielen stehen bereits 100 Treffer zu Buche. Die Bestmarke aus der Saison 1971/72 liegt bei 101 Toren und stammt ebenfalls von den Münchnern selbst. Rechnet man hoch, müsste der aktuelle Schnitt von 3,571 Treffern pro Partie in Hamburg am Samstag (18.30 Uhr/Sky) nur gehalten werden, um den Uralt-Rekord zu überbieten.
Nur sechsmal traf Bayern in dieser Spielzeit bislang weniger als dreimal, lediglich beim 1:2 gegen den FC Augsburg gelang sogar nur ein Tor. Hauptverantwortlich für die Offensivlawine ist das Trio Harry Kane, Michael Olise und Luiz Díaz. Kane kommt auf 31 Tore und sieben Vorlagen, Olise auf 11 Treffer und 21 Assists, Díaz auf 15 Tore und 14 Vorlagen.
Gemeinsam bringen es die drei in der Bundesliga auf 99 Torbeteiligungen, obwohl sie zusammen nur 26 Mal auf dem Platz standen. Damit übertreffen sie sogar das frühere Bayern-Dreigestirn um Robert Lewandowski, Franck Ribéry und Arjen Robben. Kompany selbst hält den Rekord aber nicht für das Entscheidende.
Mit Blick auf den Gegner zeigte der Bayern-Coach großen Respekt. „Das Wichtigste“ seien für ihn „drei Punkte“, dazu komme „viel Respekt für St. Pauli“. Beim Studium des kommenden Kontrahenten habe er festgestellt: „Es ist manchmal schwer zu verstehen, warum sie da unten stehen. Es gibt nicht viel Unterschied zu Teams, die fünf oder sechs Plätze höher stehen. Die verteidigen sehr gut, man muss nicht über einen Torrekord sprechen.“
Entsprechend fordert Kompany von seiner Mannschaft volle Konzentration – unabhängig davon, wer in Hamburg beginnt. „Ich will“, betonte er, „eine Mannschaft haben, die genauso gefordert wird, wie die gegen Madrid, die die Konzentration, Motivation und Intensität hat wie gegen Madrid.“ St. Pauli oder Madrid – am Ende zählt für ihn nur ein Sieg.


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