MillernTon
·11 May 2026
FC St. Pauli vs. RaBa Leipzig: „Keep your head up, keep the chest up!“

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·11 May 2026

Zwei Standards, ein (zu) später Anschlusstreffer und Zahlen, die gegen den FC St. Pauli sprechen, aber trotzdem eine gute Leistung? Die Stimmen und Statistiken zum Spiel gegen RaBa Leipzig.Titelbild: Maja Hitij/Getty Images via OneFootball
Der Tabellendritte und der Siebzehnte trennten sich am Samstagnachmittag 2:1. Mit dem Sieg konnte Leipzig den Champions-League-Platz festmachen und der FC St. Pauli bleibt weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz. Ein schwieriger Start in den ersten zehn Minuten, doch dann kam der FCSP besser ins Spiel. Sie gingen in der 34. Minute fast in Führung, doch Martin Kaars traf nur die Latte. Kurz vor der Halbzeitpause schafften die Gastgeber es fast etwas überraschend doch noch, den Treffer zum 1:0 zu erzielen. David Raum liefert die Vorlage durch Ecke, wo Xaver Schlagel den Ball findet und aus acht Metern abzieht und somit muss St. Pauli erneut mit einem Rückstand in die Pause gehen. Nach der Halbzeit dauert es nicht lange, bis RaBa Leipzig erneut zu einer Ecke kommt. Wieder ist es Raum, der die Vorlage auf Willi Orbán gibt, der per Kopf ins lange Eck verlängert. Danach hatte es der FC St. Pauli schwer und brachte durch Wechsel neue Kraft rein. In der 87. Minute war es der eingewechselte Abdoulie Ceesay, der die St. Paulianer nochmal näher dran brachte. Jackson Irvine köpft nach vorne, wo sich Ceesay findet, der aus linker Position flach ins Netz spielte. Der Anschluss kam dennoch zu spät und der FCSP muss sich mit der Niederlage abfinden.
„Ich glaube, man hat uns in der ersten Halbzeit angemerkt, dass das ein Spiel ist, in dem extrem viel auf dem Spiel steht.“ erklärte Leipzig Coach Ole Werner. Weiter ergänzte er: „Da ging es uns dann nicht ganz so leicht von der Hand, da haben wir ein bisschen den Faden verloren. Deswegen war es extrem entscheidend heute, über Standardsituationen das Spiel für uns zu öffnen.“ Dank der beiden Ecken-Tore haben die Leipziger sich nicht nur den Champions-League-Platz gesichert, sondern auch Tabellenplatz drei für diese Saison. Werner betonte dazu: „Ich glaube, dass es nicht selbstverständlich ist, jetzt einen Spieltag vor Ende dieses Ziel erreicht zu haben. Sagen zu können, dass man sicher Dritter ist, vielleicht sogar noch einen Punkterekord erreichen kann.“ Zudem sagte der Cheftrainer noch: „Einfach nur Danke für diese Leistung. Ich glaube, der Verein ist wieder da, wo er sich selbst sieht und wo er auch hingehört. Die Jungs sind da, wo sie sich selbst sehen und wo sie hingehören. Und das ist eine außergewöhnliche Leistung und deshalb ist das das, was heute über allem steht.“
Alexander Blessin schien trotz der Niederlage recht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft zu sein: „Wir sind von Minute zu Minute besser ins Spiel gekommen.“ Er betonte, sie hätten Sicherheit durch Ballgewinne bekommen und die Leipziger in der ersten Halbzeit ganz gut von ihrem Tor weghalten können. Auf der anderen Seite lobt er einige gute Umschaltmomente, wo man gut hätte in Führung gehen können. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, wir haben das in Etappen richtig gut gestaltet. Dann kommen wir ins Hintertreffen und dann musst du dich einfach schütteln.“ erklärte Blessin. Weiter sagte er: „Es tut dann natürlich umso mehr weh, wenn wir durch zwei Standards Gegentore bekommen, die natürlich vermeidbar sind.“ Dennoch hob er hervor, dass es der Mannschaft auch Sicherheit geben muss, dass sie kein Tor aus dem Spiel kassierte. Zudem lobte er sein Team für den Auftritt in Leipzig: „ (…) Wir haben dann nochmal alles probiert und deswegen muss ich dann Lob meiner Mannschaft machen, dass sie da wirklich von der Intensität, von der Bereitschaft alles reingehauen haben.“ Deshalb sagte er anschließend noch: „Es wäre sicherlich mehr drin gewesen, wahrscheinlich auch verdient, auch wenn ich jetzt meine St. Pauli-Brille aufhabe.“ Vielleicht ist mit dieser Leistung nächste Woche ja mehr drin.
Der 22-jährige erzielte gegen RaBa Leipzig sein zweites Saisontor für den FC St. Pauli. Zuletzt gegen Mainz 05 konnte er seinen ersten Treffer erzielen, da brachte er ab der 65. Minute neue Energie auf den Platz und konnte in der 87. Minute die Mannschaft des FCSP nochmal näher ran bringen. Gegen Leipzig kam er in der 72. Minute auf den Platz und konnte seine Leistung erneut durch ein Tor in der 87. Minute unter Beweis stellen. Leider kam der Anschlusstreffer zum 2:1 in beiden Fällen zu spät und das Team schaffte es nicht mehr, ein Unentschieden mitzunehmen.
Der FC St. Pauli schaffte es in den letzten Wochen nicht, gegen Teams der unteren Tabellenhälfte eine gute Leistung auf den Platz zu bringen. Doch gegen den Champions League-Teilnehmer RaBa Leipzig zeigte man sich mal wieder von der Seite, die in die erste Bundesliga gehört. Klar, die Statistiken sind auf Leipzigs Seite, aber wie gesagt, die spielen in der besten internationalen Klasse. Dass sie da mehr als zwei Drittel des Ballbesitzes haben und 50 Pässe mehr in der gegnerischen Hälfte spielten als der FCSP insgesamt, ist wenig überraschend. Dennoch war das Team von Alexander Blessin gut drauf, es gewann mehr Zweikämpfe und lief mehr als drei Kilometer mehr. Außerdem zeigte die Mannschaft trotz der ärgerlichen Krankheitssituation eine Energie und eine Einstellung auf dem Platz, mit der man die Klasse halten kann.
Die Enttäuschung nach dem Spiel war natürlich groß, dennoch sagten alle, dass viel Positives dabei war, das man für nächste Woche mitnehmen kann. Der Vorlagengeber für den Anschlusstreffer, Jackson Irvine, erklärte: „All I can say about the game is we have to take the good things again for next week.“ Zudem sagte er: “I am obviously angry and disappointed in the result cause I think there was something there for us today but as I said it’s the simplest equation in football, get the three points next week.” Lars Ritzka bestätigte ihn in dieser Aussage: “Wie heute muss es auch nächste Woche auf dem Platz ablaufen. Wir müssen wieder kompakt stehen und aggressiv gegen den Ball arbeiten.” Martin Kaars erklärte: „Wir haben eine ok gute Leistung gezeigt, alles gegeben und wir müssen die positiven Punkte mitnehmen.“ Ergänzend dazu sagte er: „Wir wissen, dass wir gewinnen müssen und wenn wir nächste Woche das gleiche machen wie heute, gute Struktur, gut verteidigen, alles geben, gute Konterchancen kreieren, dann sind wir sicher, dass wir nächste Woche gewinnen.“ Die Stimmung war also trotz Niederlage okay, denn wie Irvine erzählte: „It looked like the first couple of games in the season”. Die Körpersprache und Energie stimme, erklärte Keeper Nikolaj Vasilj nach dem Spiel und damit lässt sich nächstes Wochenende doch was machen, oder?
“(…) Focus again, take away the good things, give each other the belief and the confidence. Keep your head up, keep the chest up. What can we do? We have to go into this game at home, trust that we can win it and it’ll all be enough.” So beschrieb es Kapitän Jackson Irvine nach dem Spiel. Im Vergleich zu den Spielen der letzten Wochen stimmte heute wenigstens das ein oder andere wieder. Auch wenn die Punkte verloren gingen, kann man aus der Performance Kraft für nächstes Wochenende mitnehmen. Alex Blessin erklärte: „Mit dieser Energieleistung, die wir da an den Tag gelegt haben, blickt man dann positiv in das nächste Spiel, in das Finale und da müssen wir genau so eine Leistung abrufen, um unser Ziel dennoch zu erreichen.“ Also, genau darum geht es: Energie, Positivität auf dem Platz sowie auf den Rängen. Also lasst uns gemeinsam die Relegation erreichen.
Immer weiter vor, magischer FC!// Nike
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