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·1 April 2026
FIFA Fußball WM 2026 -Pressestimmen aus Italien: „Der Albtraum geht weiter“

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Italien trägt Trauer: Zum dritten Mal in Serie verpasst der viermalige Weltmeister die Endrunde der Fußball-WM. Die Pressestimmen aus Italien reagieren mit Schock, Wut und Resignation und sehen in der Qualifikations-Pleite mehr als nur ein sportliches Versagen. Die großen Sportblätter und Qualitätszeitungen sprechen von einer systemischen Krise, von verlorener Identität und einer Generation, die ohne Azzurri-Erinnerungen aufwächst. Im folgenden Überblick die Statements, Einordnungen und Reaktionen der wichtigsten Medien des Landes.

Italiens Nationaltrainer Gennaro Gattuso gratuliert Torhüter Gianluigi Donnarumma nach dem Sieg der Azzurri im WM-Qualifikationsspiel gegen Israel im Stadio Friuli in Udine am 14. Oktober 2025. Foto: Marco Luzzani / Getty Images
Die Gazzetta dello Sport fasst die Stimmung im Land in drastischen Worten zusammen und nutzt in ihrer Presserunde starke Bilder, um die Wahrnehmung des Scheiterns zu beschreiben. Die Redaktion ordnet das Scheitern als wiederkehrende Katastrophe ein und warnt vor langfristigen Folgen für Identität und Nachwuchs.
Gazzetta dello Sport: „Der Albtraum geht weiter: Italien erlebt seine dritte Apokalypse, die noch schlimmer ist als die beiden vorherigen. Italien hat das Gefühl für den Schock, für die Katastrophe verloren. Das Fehlen bei der WM wird zur Normalität. Von einer WM wird man erst wieder um das Jahr 2030 sprechen können, 16 Jahre nach unserer letzten WM-Teilnahme. Eine ganze Generation wächst heran, ohne je Italien bei einer WM erlebt zu haben“
Der Corriere dello Sport liefert eine harte systemische Einordnung und spricht in Kommentaren und Statements von strukturellen Defiziten. Die Zeitung analysiert nicht nur den Spielverlauf, sondern richtet die Kritik auf das ganze Projekt und dessen organisatorische Basis.
Corriere dello Sport: „Der Verpassen der WM ist nicht nur ein Flop, sondern die Pleite eines ganzen Systems, eine strukturelle Krise. Diese Blamage zeigt, dass das Fundament des gesamten Projekts nicht trägt. Der ganze Mechanismus funktioniert nicht mehr. Diese Niederlage offenbart die organisatorischen und sozialen Probleme des italienischen Fußballs“
Der Corriere della Sera beschreibt eine veränderte Gefühlslage im Land: Wo früher Wut und Verwunderung dominierten, herrsche nun Resignation. In Kommentaren und Reaktionen aus der Presserunde wird das emotionale Echo der Pleite betont und mit persönlichen Bildern versehen.
Corriere della Sera: „Italien hat die WM-Qualifikation verfehlt, und diesmal gibt es nicht einmal mehr die Wut und Verwunderung, die vor acht und vier Jahren herrschten. Jetzt gibt es nur Resignation und Trauer, nur noch Gattusos Tränen. Inzwischen werden unsere Teenager die erste Generation von Italienern sein, die ohne die Erinnerung an die Azzurri bei einer WM aufwachsen. Wir trösten uns mit Sinner und Antonelli, doch das ist nicht dasselbe“
La Repubblica zieht in ihrem Kommentar eine historische Linie und ruft die Erinnerung an frühere Erfolge wach, um die aktuelle Tragik zu unterstreichen. In der Einordnung wird das Scheitern als Versäumnis auf höchster Ebene bezeichnet und als Verschwendung von Kapital und Potenzial gesehen.
La Repubblica: „Eine nationale Schande! 20 Jahre nach dem WM-Sieg in Berlin muss Gattuso eine dramatische Blamage hinnehmen. Die Tragik ist inzwischen für Italien zur Gewohnheit geworden. Diese Niederlage ist nicht das Scheitern eines Projekts, sondern seine komplette Abwesenheit. Sie zeigt, wie viel Kapital verschwendet worden ist.“
La Stampa stellt in Kommentaren und Analysen die andauernde Krise des italienischen Fußballs in den Mittelpunkt und verbindet das aktuelle Aus mit einer Serie von Fehlschlägen seit dem WM-Sieg. Die Zeitung kritisiert die fehlende Identität der Mannschaft und spricht von einer routinierten Bedeutungslosigkeit auf der internationalen Bühne.
La Stampa: „Desaster! Seit der WM-Nacht in Berlin haben die Azzurri eine Pleite nach der anderen erlebt. Italiens Fehlen wird zur Routine und ist Ausdruck der endlosen Krise des italienischen Fußballs. Italien spielt ohne Identität und hat das Aus verdient“
Il Messaggero verwendet drastische Bilder und spricht von einer kollektiven Demütigung, die das Land trifft. In Reaktionen und Kommentaren wird der sportliche Vergleich mit dem so genannten „kleinen Bosnien“ gezogen und die Demütigung als Schlag für die nationale Identität beschrieben.
Il Messaggero: „Italien in der Hölle. Die Azzurri erleiden eine neue brutale Demütigung. Ein Faustschlag ins Gesicht eines Landes, das zum dritten Mal in Folge nur Zuschauer einer WM sein wird. Das kleine Bosnien feiert und hat den Sieg voll verdient. Italien versinkt in einem Albtraum ohne Ende.“









































