90PLUS
·23 April 2026
Finanzielle Katastrophe: Was Tottenham der Abstieg kosten würde

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·23 April 2026

Die Tottenham Hotspurs stecken in einer schlimmen sportlichen Krise. Der Klub aus dem Norden Englands muss ernsthaft um den Klassenerhalt bangen, der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz beträgt zwei Punkte. Neben dem sportlichen Super-Gau würde den Spurs im Falle des Gangs in die Championship auch ein massiver wirtschaftlicher Einschnitt drohen.
Nach Berechnungen der Sport Bild könnte Tottenham in der zweiten Liga Einnahmen von mehr als 200 Millionen Euro verlieren. Damit würde beinahe ein Drittel des bisherigen Gesamtumsatzes wegbrechen. Besonders hart träfe den Klub der Wegfall internationaler Erlöse. Nach den hohen Einnahmen aus der Champions League in der laufenden Saison würden in der Championship künftig weder Europapokal-Gelder noch vergleichbare Prämien fließen.
Auch bei den nationalen TV-Einnahmen wäre der Absturz enorm. Während Tottenham in der Premier League zuletzt weiterhin dreistellige Millionenbeträge aus den Übertragungsrechten einnahm, würden im Abstiegsfall nur noch die sogenannten Fallschirmzahlungen sowie ein deutlich geringerer Championship-Anteil fließen. Aus 147 Millionen würden 62 Millionen werden.
Hinzu kämen erhebliche Einbußen an Spieltagen. Zwar gibt es in der zweiten Liga aufgrund der 24 Teams mehr Heimspiele, doch niedrigere Ticketpreise und weniger attraktive Gegner dürften die Einnahmen schmälern.

Foto: Getty Images
Besonders problematisch erscheint zudem die Lage bei Sponsoren und Vermarktung. Tottenham gehört zwar zu den wirtschaftlich stärksten Klubs Englands und erzielt zusätzliche Erlöse durch NFL-Spiele, Konzerte und Events im eigenen Stadion. Dennoch dürften Ausrüster (Nike) und Trikotsponsor (AIA) für einen Zweitligisten deutlich weniger zahlen. Auch die seit Jahren angestrebte Vermarktung der Stadionrechte würde unter einem Abstieg spürbar leiden.
Steffen Freund, Ex-Profi der Spurs und heutiger TV-Experte, sieht die Ursachen der Krise nicht nur im Kader. „Der Anspruch und die Wirklichkeit gehen gerade extrem auseinander. Um als Neuzugang direkt zu funktionieren, braucht es innerhalb der Mannschaft den nötigen Zusammenhalt, um in der stärksten Liga der Welt gegenzuhalten. Ich kann weder genug Teamgeist noch eine klare Teamstruktur erkennen.“
Der Druck wächst derweil weiter. Am kommenden Samstag steht das Auswärtsspiel bei den bereits abgestiegenen Wolverhampton Wanderers auf dem Programm. Drei Punkte wären enorm wichtig, um auch die erheblichen finanziellen Folgen eines Abstiegs zu vermeiden.
Live


Live







































