Finanzielles Eigentor? Thioune erklärt brisante Coulibaly-Entscheidung | OneFootball

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·11 May 2026

Finanzielles Eigentor? Thioune erklärt brisante Coulibaly-Entscheidung

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Trotz des geschafften Klassenerhalts kann man die Saison von Werder Bremen als ziemlich mies betiteln. Zu den wenigen positiven Erscheinung zählt Abwehr-Juwel Karim Coulibaly. Der 18-Jährige hat sich den personellen Engpass in der Defensive zunutze gemacht und sich einen Stammplatz gesichert. Damit konnte sich der Innenverteidiger auch in Europa einen Namen machen.

Zuletzt hat der Höhenflug des Youngsters jedoch mehrere kleine Dämpfer erlitten. Coulibaly fiel im Laufe der Rückrunde für mehrere Wochen aufgrund einer Oberschenkelverletzung aus und hatte im Anschluss mit Formschwankungen zu kämpfen. Coach Daniel Thioune nahm seinen Schützling bei der 1:3-Pleite gegen Augsburg schon zur Pause raus und brachte ihn bei der 0:1-Pleite in Hoffenheim überhaupt nicht.


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"Es wurde in den vergangenen Monaten viel über ihn gesprochen. Man hat ihm die Unruhe etwas angemerkt. Daher habe ich ihn mal rausgenommen", erklärte Thioune laut Bild-Bericht den Coulibaly-Verzicht. Dass dies für den SV Werder Bremen wirtschaftlich unschöne Konsequenzen haben könnte, interessiert den Werder-Coach aber wenig. "Ich habe diese Entscheidung aus voller Überzeugung getroffen. Wenn er dadurch günstiger geworden ist, dann ist das so. Über allem steht der Verein und der Klassenerhalt. Ein Abstieg wäre sicherlich deutlich teurer geworden", rechtfertigte Thioune seine Entscheidung.

Bremen hofft auf bis zu 40 Millionen Euro

Inzwischen steht zwar fest, dass der SV Werder die Klasse hält, jedoch gibt es in Bezug auf eine erfolgreiche Zukunft weiterhin große Fragezeichen. Die Bremer gehören finanziell zu den am schwächsten aufgestellten Bundesliga-Klubs und könnten eine dicke Ablöse für Coulibaly sehr gut gebrauchen. Bis zu 40 Millionen Euro soll Coulibaly, der angeblich bei zahlreichen Insel-Klubs, PSG, Real Madrid und Borussia Dortmund auf der Liste steht, einbringen.

Sorgen, dass der Marktwert des Youngsters zuletzt gelitten haben könnte, macht sich Sportchef Clemens Fritz nicht. "Er ist ein 18-jähriger Spieler, der in seinem ersten Bundesliga-Jahr sehr viel Spielzeit bekommen hat. Durch seine Verletzung wurde er zwischenzeitlich auch etwas ausgebremst. Dass er jetzt nicht gespielt hat, hat keinen Einfluss auf seinen Marktwert", schilderte der 45-Jährige auf Bild-Nachfrage.

Bremen wartet auf konkrete Angebote

Noch soll der SVW keine konkreten Angebote für Coulibaly erhalten habe. Wenn das Transferfenster öffnet, dürfte es aber nicht mehr lange dauern, bis erste Offerten für den Innenverteidiger eingehen. Einen unmittelbaren Druck, Coulibaly so schnell wie möglich zu verkaufen, haben die Werder-Bosse nicht, da der Spieler bis 2029 gebunden ist. Grundsätzlich hofft der Klub aber wohl schon auf einen finanziellen Segen durch einen Verkauf.

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