1. FSV Mainz 05
·19 March 2026
FSV schlägt Olmütz und schreibt Geschichte

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·19 March 2026

Drei Änderungen in der Startelf
Drei Änderungen hatte Urs Fischer im Vergleich zum Hinspiel in Olmütz vorgenommen. Für Silas, der sich beim torlosen Unentschieden in Tschechien schwer verletzt hatte, stürmte Nelson Weiper von Beginn an. Jae-sung Lee und Silvan Widmer begannen für Kacper Potulski und William Böving, die beide auf der Bank Platz nahmen.

Die Choreo der 05-Fans vor dem Anpfiff.
Gute Chancen, keine Tore
"Große Vorfreude" verspürte nicht nur der Mainzer Cheftrainer vor dem ersten Achtelfinal-Heimspiel der Vereinsgeschichte in einem internationalen Wettbewerb. Auch die Fans waren schon vor dem Anpfiff spürbar elektrisiert: "Lasst uns alle Zweifel vertreiben, wir werden heut Geschichte schreiben", lautete die Aufschrift einer Choreographie auf der Stehtribüne der 05-Fans. Auch auf dem Rasen ging es schwungvoll los aus Sicht der Rheinhessen. Bereits nach einer Minute holte Weiper die erste Ecke für den aggressiv anlaufenden FSV heraus. Kurz danach tauchte Philip Tietz erstmals vor dem Tor von Jan Koutny auf. Der Torhüter der Tschechen entschärfte den Schuss des Mainzer Angreifers von links in der kurzen Ecke (4.). Die 05ER machten Druck und ließen ihren Gästen kaum Luft zum Atmen. Nach einem hohen Ballgewinn landete ein Chipball von Widmer auf dem Kopf von Weiper, der jedoch zu zentral abschloss (9.). Weil die 05ER in der Anfangsviertelstunde alles im Griff hatten und von Sigma offensiv fast nichts kam, musste ein Fehlpass des FSV im Aufbauspiel her für die erste Chance der Tschechen. Mwene hatte einem Gästeakteur in die Füße gespielt, dieser suchte in der Mitte direkt Jan Kliment, der den Ball um Zentimeter am rechten Pfosten vorbeispitzelte (20.).
Die Partie gestaltete sich im Anschluss etwas ausgeglichener. Zwar lag die Spielkontrolle weiterhin auf Mainzer Seite, aber erst in der 35. Minute sorgten die Rheinhessen wieder für Gefahr. Tietz hatte sich auf dem rechten Flügel durchgesetzt und den freistehenden Phillip Mwene auf der linken Seite gesehen. Der Außenverteidiger zog nach innen und schlenzte den Ball knapp neben den rechten Pfosten. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte die Fischer-Elf nochmal den Druck. Ein Kopfball von Jae-sung Lee (43.), der Schuss von Tietz (44.), der Kopfball seines Sturmpartners Weiper und Mwenes Linksschuss fanden jedoch nicht den Weg ins Tor. Es blieb beim torlosen Unentschieden zur Halbzeit in der stimmungsvollen MEWA ARENA, weil die Chancenverwertung der Gastgeber noch zu wünschen übrig ließ.

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05ER machen weiter Druck und treffen
Was die 05ER in der ersten Halbzeit verpasst hatten, holten sie direkt nach Wiederanpfiff nach. Zum wiederholten Male an diesem Abend probierte es der FSV per Flanke. Diesmal stand Posch bei Nebels Hereingabe am Fünfmeterpunkt goldrichtig und nickte über Koutny hinweg in den Winkel ein - 1:0 für Mainz 05 (46.). Die Gastgeber blieben aktiv und hatten genug Chancen, ein zweites Tor nachzulegen. Tietz scheiterte alleine vor dem Tor in letzter Sekunde an einem Abwehrbein, Weiper wurde kurz danach in aussichtsreicher Position geblockt (54./56.). Weil die Gäste nun offensiver werden mussten, ergaben sich immer mehr Räume. Tietz verpasste nach einem Tiefenlauf den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel auf Weiper (68.).
Für die letzten zwanzig Minuten sollten Armindo Sieb und Niki Veratschnig nochmal Frische und Tempo auf den Platz bringen. Weiper und Widmer gingen dafür raus. Weil Tietz aus Sicht des Schiedsrichters kurz vor dem Strafraum festgehalten wurde, bekamen die 05ER nicht nur einen Freistoß in guter Position zugesprochen, Gäste-Verteidiger Peter Barath musste außerdem mit Gelb-Rot vom Platz. Den anschließenden ruhenden Ball setzte Nebel aus 17 Metern an die Latte (77.). Ein zweites, die Gemüter beruhigendes Tor lag in der Luft, Lee verpasste aber den Pass im Fünfmeterraum (81.). Kurze Zeit später war es dann verdientermaßen endlich so weit. Nach einem Doppelpass mit Veratschnig war Danny da Costa rechts durch und bediente den eingewechselten Sieb im Rückraum - 2:0 für die 05ER (82.)! Mit der beruhigenden Zwei-Tore-Führung im Rücken und in Überzahl brannte in der Schlussphase, abgesehen von einem Gäste-Kopfball (85.) nichts mehr an. Sota Kawasaki, Kacper Potulski und Lennard Maloney für Nebel, Da Costa und Lee durften die Atmosphäre in den letzten Minuten noch auf dem Rasen genießen. Der erneut überragende Kaishu Sano scheiterte noch zweimal knapp, dann war Schluss und es die Feierlichkeiten konnten beginnen.









































