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·31 January 2026

Fürths Sieg in Kiel ist ein Lebenszeichen – aber noch keine Rettung

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Die SpVgg Greuther Fürth beendet ihre Sieglos-Serie seit November mit einem 2:1 bei Holstein Kiel. Mit 19 Punkten rückt das Kleeblatt an die direkten Konkurrenten heran.

Die SpVgg Greuther Fürth hat in Kiel etwas geschafft, was seit Anfang November nicht mehr gelungen war: gewinnen. Das 2:1 bei Holstein Kiel ist mehr als drei Punkte. Es ist ein Lebenszeichen eines Klubs, der seit Monaten mit dem Rücken zur Wand steht.


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Wer verstehen will, was dieser Sieg bedeutet, muss sich die Dimension vor Augen führen: Fürth hat seit fast 30 Jahren nicht mehr drittklassig gespielt. Die letzte Saison in der dritten Liga war 1996/97, damals noch in der Regionalliga Süd. Ein Absturz wäre nicht nur sportlich, sondern auch identitätspolitisch eine Zäsur für das Kleeblatt.

Trainer Heiko Vogel hat in Kiel das Richtige getan. Seine Mannschaft stand defensiv kompakt, ließ die Gastgeber zwar optisch überlegen wirken, aber kaum zu echten Chancen kommen. Dass dann ein kapitaler Fehler von Holstein-Verteidiger David Zec das 1:0 durch Aaron Keller ermöglichte, war kein Zufall. Solche Geschenke nimmt nur an, wer bereit ist. Fürth war bereit.

Nach dem Ausgleich durch Jonas Meffert hätte das Spiel kippen können. Doch dann kam das nächste Geschenk: Umut Tohumcus Foul an Aiman Dardari im Strafraum war unnötig und dumm. Noel Futkeu verwandelte den Elfmeter zum 2:1 – und Fürth hatte plötzlich wieder Hoffnung.

Mit 19 Punkten hat das Schlusslicht den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze hergestellt. Dynamo Dresden steht ebenfalls bei 19 Zählern, Fortuna Düsseldorf und Arminia Bielefeld haben jeweils 20 Punkte auf dem Konto. Die direkten Konkurrenten sind am Sonntag noch im Einsatz, können den Abstand wieder vergrößern. Aber das Momentum liegt jetzt bei Fürth.

Für Kiel ist die Niederlage ein Rückschlag zur Unzeit. Die Störche verpassten die Chance, sich mit 27 Punkten komfortabel von der Abstiegszone abzusetzen. Stattdessen stehen sie bei 24 Zählern und haben am Mittwoch im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart die nächste schwere Aufgabe vor der Brust. Die Generalprobe ist gründlich misslungen.

Für Fürth geht es am kommenden Freitag im eigenen Stadion gegen den 1. FC Magdeburg weiter – wieder ein direkter Konkurrent, wieder ein Spiel mit enormer Bedeutung. Vogels Team muss jetzt nachlegen. Ein Sieg allein rettet niemanden. Aber er kann der Anfang von etwas sein.

Das Kleeblatt hat gezeigt, dass es noch lebt. Jetzt muss es beweisen, dass es auch kämpfen kann.

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