Fussballnationalmannschaft.net
·18 April 2026
Fußball Bundesliga heute Ergebnisse: HSV sieht rot: Werder gewinnt wildes Nordderby

In partnership with
Yahoo sportsFussballnationalmannschaft.net
·18 April 2026

Werder Bremen hat das wilde Nordderby gegen den Hamburger SV mit 3:1 für sich entschieden und den Rivalen damit in der Tabelle eingeholt. Vor 41.800 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion sorgten Jens Stage und Cameron Puertas für den Bremer Befreiungsschlag im Abstiegskampf, während der HSV nach einer weiteren hitzigen Niederlage mit hängenden Köpfen vom Platz ging.
Die Spieler von Werder Bremen feiern mit erhobenen Armen vor der Fankurve nach dem Bundesliga-Derby-Sieg gegen den Hamburger SV 2026 – mit dabei Matthias Ginter (Nr. 18) und weitere Stammspieler des grün-weißen Teams. (Getty Images)
Nach dem späten Schlusspfiff prägten völlig unterschiedliche Bilder die Szene: Die Bremer feierten auf ihrer Ehrenrunde, angeführt von Derbyheld Stage, die Hamburger schlichen enttäuscht zu ihren Anhängern. Der dänische Mittelfeldmann brachte Werder in der ersten Halbzeit per Kopf in Führung (37.), ehe Robert Glatzel für die Gäste kurz darauf sehenswert ausglich (41.). Im zweiten Durchgang schlug Stage erneut zu und jagte den Ball aus rund 20 Metern traumhaft unter die Latte (57.). In der Nachspielzeit stellte Cameron Puertas auf 3:1 (90.+1).
Stage schwärmte anschließend bei Sky: „Derbysiege sind besonders schön“, sagte der Matchwinner, „es war eine Wahnsinnsstimmung, die Leistung auf dem Platz war super, mit vielen Emotionen – dafür spielst du Fußball.“ Für Werder bedeutete der Erfolg den ersten Heimsieg gegen den HSV seit über acht Jahren.
Die Partie blieb bis zum Ende von Härte und Emotionen geprägt. Philip Otele sah in der Schlussphase nach einem groben Foulspiel und nach Videobeweis die Rote Karte (79.). Ein weiterer Platzverweis gegen Bakery Jatta wurde nach Ansicht der TV-Bilder wieder zurückgenommen (85.). In der Nachspielzeit kassierten zudem die Co-Trainer Jan Hoepner auf Bremer und Loic Favé auf Hamburger Seite Rot.
HSV-Profi Nicolai Remberg haderte mit den Umständen, wollte die Verantwortung aber nicht auf den Unparteiischen schieben: „Wir waren in einigen Situationen nicht clever und mussten dann in Unterzahl spielen“, sagte er. „Es bringt gar nichts, dem Schiri die Schuld zu geben, man muss sich an die eigene Nase fassen.“
Mit nun jeweils 31 Punkten liegt sowohl Werder als auch der HSV fünf Zähler vor dem Relegationsplatz. Zum direkten Abstiegsrang beträgt der Abstand vier Spieltage vor Saisonende sieben Punkte. Während die Grün-Weißen nach zwei Niederlagen wieder einen Dreier einfuhren, wartet der HSV seit fünf Spielen auf einen Sieg. Das Team von Merlin Polzin hat die Frühlings-Flatter und gewann nur eines der letzten neun Partien.
Das erste Nordderby an der Weser seit 55 Monaten stand neben der Rivalität auch im Zeichen einer besonderen Trainerfreundschaft. Daniel Thioune und Merlin Polzin arbeiteten jahrelang eng zusammen, zunächst ab 2014 beim VfL Osnabrück und später bis 2021 in Hamburg. Thioune förderte Polzin und machte ihn zu seinem Assistenten. Am Samstag kam es nun zum ersten direkten Duell der beiden auf großer Bühne.
Angetrieben von einer Gänsehaut-Atmosphäre auf den Rängen begannen beide Mannschaften druckvoll und mit hohem Tempo. Erst als sich das Geschehen beruhigt hatte, schlug Werder zu: Nach einer präzisen Flanke von Yukinari Sugawara drückte Stage den Ball aus fünf Metern über die Linie. Nur vier Minuten später antwortete der HSV mit einem blitzschnellen Umschaltmoment nach einem weiteren Bremer Angriff: Nicolas Capaldo schlug den langen Ball, Glatzel sprintete über das halbe Feld und jagte das Spielgerät in den linken oberen Torwinkel. Im zweiten Durchgang nahm die Intensität weiter zu, auf den Tribünen brannte immer wieder Pyrotechnik, auf dem Rasen lieferten sich beide Teams zahlreiche teils überharte Zweikämpfe. Trotz des erneuten Rückstands nach Stages zweitem Treffer warf der HSV alles nach vorn, der Ausgleich gelang in Unterzahl aber nicht mehr – stattdessen erhöhte Werder noch einmal.









































