Fußball heute: WM 2026 Viertelfinale Frankreich gegen Marokko: Vorschau, Bilanz & TV-Übertragung | OneFootball

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·8 July 2026

Fußball heute: WM 2026 Viertelfinale Frankreich gegen Marokko: Vorschau, Bilanz & TV-Übertragung

Article image:Fußball heute: WM 2026 Viertelfinale Frankreich gegen Marokko: Vorschau, Bilanz & TV-Übertragung

Fußball WM heute: Im Viertelfinale der WM 2026 kommt es zur Neuauflage des legendären WM-Halbfinals von 2022: Vizeweltmeister Frankreich trifft auf Afrikameister Marokko, es ist das erste von vier Viertelfinals. Angepfiffen wird die Partie am Donnerstag, den 9. Juli 2026, um 22:00 Uhr MESZ (16:00 Uhr Ortszeit) im Boston Stadium. Die ARD überträgt live im Ersten, parallel zeigt MagentaTV das Spiel. Der Sieger zieht ins Halbfinale ein und trifft dort auf den Gewinner von Spanien gegen Belgien.

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Kylian Mbappé bejubelt den 1:0-Siegtreffer im Achtelfinale gegen Paraguay, nun wartet Marokko. (Foto: Dan Mullan / Getty Images)


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Frankreich – Marokko1/4

Do 09.07. · 22:00 Uhr · ARD

So kam Frankreich ins Viertelfinale

Frankreich marschiert bislang mit der Souveränität eines Titelanwärters durchs Turnier. Die Gruppe I gewann die Équipe Tricolore mit neun Punkten und 10:2 Toren (3:1 gegen Senegal, 3:0 gegen Irak, 4:1 gegen Norwegen), im Sechzehntelfinale folgte ein 3:0 gegen Schweden mit einem Doppelpack von Kylian Mbappé (45., 74.) und dem Treffer von Bradley Barcola (53.). Deutlich zäher war das Achtelfinale gegen Paraguay: Lange biss sich der Favorit an der Defensive der Südamerikaner die Zähne aus, ehe Mbappé einen Foulelfmeter zum 1:0-Endstand verwandelte (70.). Damit steht der Superstar bei drei Toren in der K.o.-Runde. Bemerkenswert: Das 4:1 gegen Norwegen gelang ausgerechnet im Gillette Stadium von Boston, dem Schauplatz dieses Viertelfinals, mit einem Dreierpack von Ousmane Dembélé und einem gehaltenen Elfmeter von Torhüter Mike Maignan.

So kam Marokko ins Viertelfinale

Die Atlas-Löwen sind in 90 Minuten weiter ungeschlagen. In der Gruppe C trotzte Marokko Brasilien ein 1:1 ab, besiegte Schottland mit 1:0 und Haiti mit 4:2. Im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande rettete Issa Diop das Team mit seinem späten Ausgleich zum 1:1 (90.) ins Elfmeterschießen, in dem sich Marokko durchsetzte. Im Achtelfinale gegen Kanada folgte dann die bislang reifste Turnierleistung: Azzedine Ounahi schnürte beim 3:0 einen Doppelpack (50., 82.), Soufiane Rahimi legte in der Schlussminute nach (90.). In der Startelf standen dabei nicht weniger als zehn im Ausland geborene Spieler, ein Sinnbild für die neue marokkanische Generation, deren Nachwuchs im vergangenen Jahr auch die U20-Weltmeisterschaft gewann. Wie beim Halbfinaleinzug 2022 träumt ganz Nordafrika wieder vom großen Coup. „Wir müssen daran glauben, Weltmeister werden zu können“, sagt Trainer Mohamed Ouahbi.

Frankreich gegen Marokko: Was ist zu erwarten?

Es ist die Revanche für das WM-Halbfinale von 2022, das Frankreich in Katar mit 2:0 gewann, ehe Marokko als erstes afrikanisches Team überhaupt Vierter einer Weltmeisterschaft wurde. Auch diesmal trifft die Offensiv-Wucht um den formstarken Mbappé auf die vielleicht unangenehmste Defensive des Turniers, die sich gegen Brasilien, die Niederlande und Kanada kein einziges Mal in 90 Minuten geschlagen geben musste. Frankreichs Trainer Didier Deschamps warnt bereits: Marokko sei „eines der besten Nationalteams der Welt“. Die Marokkaner müssen allerdings den Ausfall von Bayern-Neuzugang Ismael Saibari verkraften, der mit drei Treffern bislang bester WM-Torschütze der Atlas-Löwen war und verletzt fehlt. Afrika-Experte Gernot Rohr erwartet trotzdem „ein ganz enges Ergebnis“ und tippt: „Frankreich schafft es in der Verlängerung.“ Brisant ist die Partie auch für Deschamps selbst: Der 57-Jährige hört nach der WM nach 14 Jahren als Nationaltrainer auf, Zinédine Zidane soll übernehmen, und jedes Spiel kann nun sein letztes sein. „Ich lebe für den Sieg und konzentriere mich voll und ganz auf die marokkanische Mannschaft“, sagt der Weltmeister-Kapitän von 1998 dazu nur.

Die Schlüsselspieler bei Frankreich

Alles läuft über Kylian Mbappé, der mit drei Toren in der K.o.-Runde in Topform ist. Für Tempo über die Flügel sorgen Ousmane Dembélé, der Norwegen mit einem Dreierpack zerlegte, und Michael Olise. Im Mittelfeld hält Aurélien Tchouaméni als Absicherung die Balance, und Frankreich hat, so Rohr, „praktisch keine Verletzten“.

Die Schlüsselspieler bei Marokko

Marokkos Spiel lebt von der Wucht des Außenverteidigers Achraf Hakimi über rechts und der Zweikampfstärke von Sofyan Amrabat im Zentrum. Gegen Kanada war es Azzedine Ounahi, der mit seinem Doppelpack den Weg ins Viertelfinale ebnete. Für den verletzten Saibari rückt die Verantwortung im Mittelfeld noch stärker zu einem 18-Jährigen: Ayyoub Bouaddi.

Ayyoub Bouaddi: Marokkos Superhirn gegen seine Heimat

Die Geschichte des Spiels schreibt ein Teenager: Ayyoub Bouaddi, 18 Jahre alt, wurde in der Nähe von Paris geboren, in Frankreich ausgebildet und führte noch im März Frankreichs U21 als Kapitän aufs Feld. Erst im Mai, nachdem ihn Didier Deschamps nicht für den WM-Kader berufen hatte, entschied er sich für das Geburtsland seiner Eltern. Nun soll das Mittelfeld-Genie vom OSC Lille, das sie dort „Le Chef“ nennen und dessen Spielweise viele an Toni Kroos erinnert, ausgerechnet Mbappé und Co. stoppen. „Er ist erst 18, aber sehr ruhig und ausgeglichen, jemand, der bereits enorm viel Erfahrung besitzt“, schwärmt Trainer Ouahbi. Die L’Équipe nannte ihn diese Woche „den verlorenen Schatz“, halb Europa von Manchester City bis Real Madrid soll bereit sein, 80 bis 100 Millionen Euro zu bieten. Bouaddi selbst, der mit 16 sein Abitur mit Bestnoten machte und neben dem Fußball Mathematik studiert, bleibt cool: „Im Moment konzentriere ich mich ausschließlich auf die Weltmeisterschaft.“

Frankreich gegen Marokko: Zahlen, Bilanz und direkter Vergleich

Es ist überhaupt erst das zweite Pflichtspiel beider Nationen, und es ist historisch aufgeladen: 1912 verlor Marokko durch den Protektoratsvertrag seine Unabhängigkeit an Frankreich und erhielt sie erst 44 Jahre später zurück. Sechs Spieler im marokkanischen Kader sind in Frankreich geboren, bis zu zwei Millionen Menschen mit marokkanischen Wurzeln leben in Frankreich, beim Halbfinale 2022 waren dort rund 10.000 Polizisten im Einsatz. Sportlich steht das Duell zudem für einen Trend: Mit sechs europäischen Teams im Viertelfinale erlebt diese WM die stärkste Europa-Dominanz bei einem Turnier in Übersee seit 1994, Marokko ist die letzte verbliebene Hoffnung Afrikas, Argentinien die Südamerikas.

Wer überträgt Frankreich gegen Marokko?

Die ARD überträgt Frankreich gegen Marokko live im Ersten und in der ARD-Mediathek. Die Berichterstattung startet um 21:00 Uhr, Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger moderieren live aus dem Stadion in Boston, den Kommentar übernimmt Philipp Sohmer. Parallel zeigt MagentaTV die Partie live und in UHD/4K, dort mit Johannes B. Kerner, Jürgen Klopp, Mats Hummels, Anna Sara Lange, Jan Henkel, Wolff Fuss und Patrick Ittrich.

Wann spielt Frankreich gegen Marokko?

Anstoß des Viertelfinals ist am Donnerstag, den 9. Juli 2026, um 22:00 Uhr MESZ (16:00 Uhr Ortszeit) im Boston Stadium.

Wer überträgt Frankreich gegen Marokko im TV?

Das Spiel läuft live in der ARD ab 21:00 Uhr und parallel bei MagentaTV in UHD/4K.

Wie endete das WM-Halbfinale 2022 zwischen Frankreich und Marokko?

Frankreich gewann das Halbfinale von Katar mit 2:0. Marokko wurde anschließend als erstes afrikanisches Team WM-Vierter.

Wer fällt bei Frankreich gegen Marokko aus?

Marokko muss auf seinen besten WM-Torschützen Ismael Saibari (drei Tore) verzichten, der sich verletzt hat. Frankreich hat praktisch keine Ausfälle.

Wer ist Favorit?

Vizeweltmeister Frankreich geht mit dem formstarken Mbappé als Favorit in die Partie, doch Afrikameister Marokko hat mit seiner Defensive und der Revanche-Motivation für 2022 beste Argumente. Afrika-Experte Gernot Rohr tippt auf einen Sieg Frankreichs erst in der Verlängerung.

Live Ticker Frankreich gegen Marokko – Gillette Stadium

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