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·2 April 2026
Gattuso vor dem Aus: Großer Name als Nachfolger?

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Italien hat den nächsten sportlichen Rückschlag hinnehmen müssen und steht deshalb offenbar vor einem erneuten Umbruch auf der Trainerbank. Nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt soll Gennaro Gattuso bereits wieder vor dem Aus stehen. Er hat die Qualifiaktion für die WM mit der Squadra Azzurra verpasst.
Laut übereinstimmenden Medienberichten gilt die Trennung als beschlossen. Gattuso, der erst im Sommer 2025 übernommen hatte, um die WM-Qualifikation zu retten, soll seinen Posten zeitnah räumen. Auch im Verband selbst könnten Veränderungen folgen.
Damit würde Italien innerhalb von drei Jahren bereits den dritten Nationaltrainer verlieren. Nach dem überraschenden Abgang von Roberto Mancini 2023 und der kurzen Amtszeit von Luciano Spalletti steht nun der nächste Wechsel bevor. Die jüngste Entwicklung ist vor allem deshalb brisant, weil Italien erneut große Probleme hat, sich zu behaupten. Das erneute Verpassen der Weltmeisterschaft hat die Diskussionen stark verschärft.
Als mögliche Nachfolger werden zwei prominente Namen gehandelt: Antonio Conte und Massimiliano Allegri. Beide verfügen über große Erfahrung und zahlreiche Titel in der Serie A. Conte gewann die Meisterschaft mehrfach, zuletzt mit Napoli, und kennt die Nationalmannschaft bereits aus seiner Zeit zwischen 2014 und 2016. Allegri kann sechs Meistertitel vorweisen und führte Juventus mehrfach bis ins Champions-League-Finale.

Foto: Getty Images
Trotz ihrer Erfolge stehen beide Kandidaten auch in der Kritik. Vor allem international blieben die ganz großen Erfolge zuletzt aus. Weder Conte noch Allegri gelten als Trainer, die für einen grundlegenden Neustart oder eine spielerische Revolution stehen. Außerdem ist nicht geklärt, ob ihre aktuellen Vereine einem Wechsel zustimmen würden. Napoli und auch Milan befinden sich sportlich in stabilen Situationen.
Auch unabhängig von der Trainerfrage bleibt die eigentliche Herausforderung bestehen. Der italienische Fußball sucht weiterhin nach einer sportlichen Identität. Ein weiterer Wechsel auf der Bank könnte zwar kurzfristig ein Zeichen setzen, aber ohne strukturelle Veränderungen im Verband dürfte der Schritt allein kaum ausreichen, um die Krise nachhaltig zu lösen.
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