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·25 March 2026

Größere Kader in der Champions League? England-Vorstoß gescheitert

Article image:Größere Kader in der Champions League? England-Vorstoß gescheitert

Der Vorstoß englischer Vereine, die Kadergröße in der Champions League für die kommende Spielzeit zu erhöhen, ist gescheitert – zumindest vorerst.

Die UEFA hat einen Antrag der Premier League abgelehnt, der eine Änderung der Kadergröße für die Champions League vorsieht. Das berichtet das englische Medium The Guardian. Insbesondere der starke Widerstand anderer europäischer Klubs sorgte dafür, dass der Fußballverband vorerst keine Erhöhungen der Spielergrenze vornehmen wird. Dennoch könnte die Debatte für die darauffolgende Spielzeit 2027/28 wieder Thema werden.


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Die Idee einiger Premier-League-Klubs war, die Kadergröße von 25 Spielern auf 28 zu erhöhen, um sich an die Erweiterung des Wettbewerbs mit mehr Partien in der Gruppen-, bzw. Ligaphase anzupassen und die Verletzungsgefahr zu mindern. Doch Vereine der anderen Top-Ligen, insbesondere aus Spanien, wittern eine unfairen Wettbewerbsvorteil für die englische Liga und dessen CL-Vertreter.

Größere Kader: Spanische Vertreter lehnen Premier-League-Vorstoß ab

Demnach heißt es, dass spanische Vertreter wie Atlético Madrid, Sevilla und Real Sociedad befürchten, die Premier-League-Klubs könnten ihre finanzielle Schlagkraft nutzen, um noch stärkere Kader aufzubauen und sich einen Vorteil gegenüber den anderen Teilnehmern in der Champions League zu verschaffen.

Die heftigen Gegenreaktionen der spanischen Vereine hat bei der UEFA dafür gesorgt, den Antrag abzulehnen. Das wurde bei der Sitzung des Wettbewerbsausschusses im vergangenen Monat ersichtlich, der Vorschlag wurde in Istanbul nicht einmal zur Diskussion gestellt.

Damit wird es vorläufig keine Änderungen der Regeln für die kommende Champions-League-Spielzeit geben. Vor der Saison 2027/28 könnte die seit langem festgelegte Kadergröße von 25 Spielern aber noch einmal zum Thema werden. Dann wird auch der nächste vierjährige TV-Rechtezyklus der UEFA neu aufgenommen.

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Foto: Getty Images

Ohnehin herrscht in Europa zunehmend das Gefühl, dass Premier-League-Vereine in Wettbewerben wie der Champions League einen Vorteil haben. Aufgrund des sogenannten Länderschutzprinzip dürften sie etwa in der Gruppenphase nicht gegeneinander antreten. Der prompte Gegenstoß der spanischen Vereine ist die Gegenwehr gegen eine weitere Wettbewerbsverzerrung, die aus Sicht der Klubs mit einer Kadervergrößerung einher gehen würde.

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