Barçawelt
·14 March 2026
Haaland zu schwierig: Fünf mögliche Kandidaten für den Barça-Sturm

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·14 March 2026

Die Mittelstürmer-Position bleibt eine der größten Baustellen beim FC Barcelona. Weil Erling Haaland schwierig zu bekommen ist, müssen sich die Katalanen nach Alternativen umsehen – Barçawelt blickt auf fünf mögliche Lösungen.
Die große Wunschlösung ist vorerst vom Tisch. Die Beraterin von Erling Haaland, Rafaela Pimenta, hat erklärt, dass es keinerlei Gespräche zwischen dem Spieler und Barcelona gegeben habe. Zudem betonte sie, dass Haaland nach seiner Vertragsverlängerung sehr glücklich bei Manchester City sei.
Pimenta sagte im spanischen TV-Format El Chiringuito de Jugones: „Wir haben großen Respekt vor Barcelona, aber es gab keinerlei Kontakt – weder mit Haaland noch mit dem Management des Vereins.“ Damit scheint klar: Ein Wechsel zum FC Barcelona ist zumindest kurzfristig kein Thema.
Für die sportliche Führung der Katalanen bedeutet das, dass sie sich auf andere Optionen konzentrieren muss. Denn unabhängig von der wechselhaften Form von Lewandowski und Ferran Torres bleibt die langfristige Frage bestehen: Wer führt den Barça-Sturm in den kommenden Jahren an?
Vielleicht der aktuell kompletteste Mittelstürmer der Welt. Eine ähnliche Ausgangslage gab es bereits 2022 bei Robert Lewandowski. Der Pole wechselte damals als zweifacher FIFA-Weltfußballer nach Barcelona und erzielte seitdem 115 Tore in dreieinhalb Saisons. Ein ähnliches Modell könnte nun mit Harry Kane denkbar sein.
Lewandowski war bei seinem Wechsel kurz vor seinem 34. Geburtstag, Kane wäre im Sommer 2026 ein Jahr jünger. Es wäre also keine Verpflichtung für eine ganze Ära, sondern vielmehr eine Lösung für den sofortigen sportlichen Erfolg.
Allerdings spricht aktuell wenig für einen Transfer. Kane fühlt sich beim FC Bayern München sehr wohl und bildet dort das Herzstück der Offensive. Auch Bayerns Sportvorstand Max Eberl reagierte auf entsprechende Gerüchte eher amüsiert. Auf Spekulationen über einen möglichen Wechsel sagte er gegenüber Sky: „Da haben wir nichts gehört.“
Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: Der Marktwert des Engländers liegt aktuell bei rund 65 Millionen Euro. Selbst ein Jahr vor Vertragsende müsste Barcelona vermutlich noch mindestens 50 Millionen Euro investieren. Angesichts seiner Torquote und seines Einflusses auf das Spiel wäre Kane sportlich dennoch die naheliegendste Lewandowski-Fortsetzung.
Aktueller Marktwert: 65 Millionen €
Realistische Ablösesumme: 50 bis 60 Millionen €
Während Harry Kane in der Champions League, EM und WM in keinem seiner bisher acht Halbfinals oder Finals ein Tor aus dem Spiel heraus erzielt hat, ist Mikel Oyarzabal einer der größten Big-Game-Player seiner Generation. Der Baske erzielte nicht nur das späte Siegtor im EM-Finale 2024 beim 2:1 Spaniens gegen England, sondern traf auch jeweils einmal in den Finals der UEFA Nations League 2023 und 2025.
Hinzu kommen zwei weitere große Endspiele: Oyarzabel traf im aufgrund der Corona-Pandemie erst 2021 ausgetragenen Finale der Copa del Rey 2020, in dem Real Sociedad mit 1:0 gegen Athletic Bilbao gewann. Sebliges gilt für das ebenfalls um ein Jahr verschobene Olympia-Finale, bei dem sich Spanien jedoch mit 1:2 nach Verlängerung gegen Brasilien geschlagen geben musste.
Bis zur nächsten Weltmeisterschaft könnte der 28-Jährige seine bemerkenswerte Final-Serie sogar weiter ausbauen: zunächst in der Finalissima gegen Argentinien (27. März) und anschließend im Finale der Copa del Rey gegen Atlético Madrid am 18. April. Mit einem Marktwert von 25 Millionen Euro würde sich ein Transfer innerhalb der spanischen Liga sicher auch für den FC Barcelona finanzieren – wenn auch etwas über dem Marktwert.
Aktueller Marktwert: 25 Millionen €
Realistische Ablösesumme: 35 bis 45 Millionen €
Die wohl spannendste Option ist Julián Álvarez von Atlético Madrid. Der Argentinier bringt vieles mit, was ideal zu Barça passen würde: enorme Laufbereitschaft, Spielintelligenz, Pressingstärke und Abschlussqualität. Zudem ist er flexibel – Álvarez kann sowohl als klassischer Mittelstürmer als auch im Doppelsturm oder als falsche Neun spielen.
Mit 26 Jahren befindet sich Álvarez im perfekten Fußballalter: jung genug für eine langfristige Planung, aber bereits mit Erfahrung auf höchstem Niveau. Wenn Barça den idealen Mix aus Gegenwart und Zukunft sucht, wäre Álvarez wohl die sportlich attraktivste Lösung. Vor allem weil er Messis wichtigster Offensivparnter beim WM-Sieg 2022 war. Dadurch dürfte Alvarez ohnehin zu einem der beliebtesten Nicht-Blaugrana-Spieler unter den Culés zählen.
Sollte er mit Atlético Madrid den spanischen Pokal gewinnen, könnte er nach River Plate und Manchester City einen Haken hinter einen dritten Weltklub machen und sich umso mehr für eine neue Herausforderung zu entscheiden. Das einzige Problem: Alvarez hat eine Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro und steht bei den Rojiblancos bis 2030 unter Vertrag – ein Wechsel zu einem direkten Rivalen wird unter der Herrschaft von Chefcoach Diego Simeone kaum umzusetzen. Vielleicht kommt Alvarez auch mit etwas Verzögerung nach Katalonien – ähnlich wie Kylian Mbappé zu Real Madrid.
Aktueller Marktwert: 100 Millionen €
Realistische Ablösesumme: 100 bis 130 Millionen €
Mit Victor Osimhen würde Barcelona eine ganz andere Stürmerdimension bekommen. Der 27-jährige Nigerianer von Galatasaray Istanbul gehört zu den explosivsten Mittelstürmern Europas. Tempo, Athletik, Kopfballstärke und Tiefgang sind seine größten Waffen. Besonders in Umschaltmomenten ist Osimhen kaum zu stoppen.
Genau dieses Profil fehlt Barça aktuell teilweise im Angriff. Während Lewandowski eher über Positionierung und Abschlussstärke kommt, bietet Osimhen eine modernere Spielweise. Allerdings wäre ein Transfer kompliziert.
Galatasaray ist reicher denn je und hat erst im Sommer 75 Millionen an die SSSC Neapel überwiesen. Ein Abgang aus Istanbul dürfte also mindestens genauso viel kosten. Sollte Barça dennoch zuschlagen können, bekäme man einen physisch dominanten Torjäger, der noch mehrere gute Jahre vor sich hat.
Aktueller Marktwert: 75 Millionen €
Realistische Ablösesumme: 70 bis 85 Millionen €
Eine Top-Fünf wäre keine echte Top-Fünf ohne einen eher unbekannten Namen – und genau so einer ist Joaquín Panichelli. Der 23-jährige Argentinier geht aktuell für Racing Straßburg auf Torejagd und spielt dort eine herausragende Saison. Mit 18 Treffern und 4 Vorlagen in 36 Pflichtspielen hat er großen Anteil daran, dass das Team aus dem Elsass sowohl im Achtelfinale der Conference League als auch im Halbfinale des französischen Pokals steht.
Auch in der Liga läuft es ordentlich: Straßburg rangiert derzeit auf Platz acht. Panichelli selbst mischt ganz oben in der Torjägerliste mit und liegt nur einen Treffer hinter Mason Greenwood auf Rang zwei der Ligue 1. Natürlich wäre er keine glamouröse Königslösung wie Kane oder Álvarez.
Doch gerade angesichts der weiterhin angespannten finanziellen Lage beim FC Barcelona – und einer Gehaltsstruktur, die sich erst langsam wieder normalisiert – könnte ein Spieler wie Panichelli eine spannende Perspektivlösung sein Mit einem geschätzten Marktwert von rund 25 Millionen Euro wäre der Südamerikaner im Vergleich zu Mason Greenwood erschwinglicher und mit weniger Skandalen belastet.
Aktueller Marktwert: 25 Millionen €
Realistische Ablösesumme: 20 bis 30 Millionen €









































