Happy Birthday, Jiri Nemec! Der „Meister“ wird 60 | OneFootball

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·15 May 2026

Happy Birthday, Jiri Nemec! Der „Meister“ wird 60

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Die einen nannten ihn den „Schweiger“, weil er aus Prinzip (fast) keine Interviews gab. Für Manager Rudi Assauer war er der „Stratege“, weil kaum jemand das Spiel so gut las wie er. Und für die Schalker Fans war er einfach nur der „Meister“. Jiri Nemec zählt bis heute zu den besten Transfers der Vereinsgeschichte – und zu den prägendsten Persönlichkeiten einer besonderen Ära. Am Freitag (15.5.) feiert der im tschechischen Pacov geborene Kicker seinen 60. Geburtstag. Dazu gratuliert die gesamte Vereinsfamilie recht herzlich.

Tore schoss er selten. Aber das musste er auch nicht. Denn was Nemec auf dem Platz auszeichnete, waren seine überragenden Ballgewinne, seine Spielintelligenz und seine Ruhe am Ball. Der damalige Kapitän der tschechischen Nationalmannschaft war das strategische Herzstück im Mittelfeld der Knappen. Als Pavel Nedved einst gefragt wurde, von welchem Spieler er noch lernen könne, antwortete der damalige Superstar ohne zu zögern: Jiri Nemec.


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1993 wechselte Nemec nach Gelsenkirchen – und avancierte auf Anhieb zu einem Publikumsliebling. Obwohl ihn anfangs Heimweh plagte, blieb der Mittelfeldspieler bis 2002 auf Schalke und absolvierte 256 Bundesliga-Spiele für Königsblau. Seine größten Momente erlebte er jedoch in den Pokalwettbewerben: 1997 gewann er als einer der legendären Eurofighter den UEFA-Cup, 2001 und 2002 folgten zwei DFB-Pokalsiege.

Auch international hinterließ Nemec bleibenden Eindruck. 84-mal lief er für die tschechische Nationalmannschaft auf und nahm an der Weltmeisterschaft 1990 sowie den Europameisterschaften 1996 und 2000 teil. Tore blieben dabei die Ausnahme. „Wenn er auch noch Tore schießen könnte, würde er gar nicht auf Schalke, sondern für viel Geld in Italien spielen“, sagte Rudi Assauer seinerzeit augenzwinkernd. Und die Fans in der Nordkurve scherzten: „Der sucht selbst beim Elfmeter den besser postierten Mitspieler.“

Legendär waren auch seine Interviews – oder besser gesagt: deren Kürze. „Kein Kommentar. Das ist meine Linie“, bekamen Medienvertreter regelmäßig zu hören. Worte brauchte Nemec ohnehin nicht viele. Er ließ seine Leistungen sprechen, rackerte unermüdlich für die Mannschaft und stellte das Kollektiv immer über sich selbst. Genau diese Mentalität machte ihn auf Schalke so besonders. Deshalb war es mehr als verdient, dass ihn die Mitglieder am 10. Mai 2010 in die Schalker Ehrenkabine beriefen.

Und noch heute schlägt sein Herz blau und weiß. Regelmäßig läuft der „Meister“ für die Schalker Traditionself auf – und begeistert Fans und Mitspieler weiterhin mit seiner Übersicht und seinen klugen Pässen.

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