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·13 March 2026

"Hochgradig asozial": Lieberknecht wehrt sich gegen Spionagevorwurf

Article image:"Hochgradig asozial": Lieberknecht wehrt sich gegen Spionagevorwurf

FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht feuert in mehrere Richtungen. Vor dem Südwest-Derby gegen den Karlsruher SC (Sonntag, 13:30 Uhr) verurteilte der 52-Jährige jegliche Gerüchte um einen Spionagevorwurf - und teilte auch noch einmal gegen das Schiedsrichterwesen aus. Dabei, so der Fußballlehrer, wolle er doch nur die Fans glücklich machen.

"Habe ich ihn schon erstmal zusammengefaltet"

Es war ein ungewöhnlicher Auftritt, den Torsten Lieberknecht in der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Südwest-Derby gegen den Karlsruher SC ablieferte. Angesprochen auf einen möglichen Spionageversuch des KSC-Trainings echauffierte sich der 52-Jährige. "Das kann ich nicht bestätigen", so der FCK-Cheftrainer, der dann aber wiederum überraschend tief einblicken ließ: "Aber was ich sagen kann, ist, dass ich das sehr befremdlich finde. Das habe ich auch meinem Mitarbeiter gesagt, als er gestern auf mich zukam und Infos aus dem innersten Zirkel vom KSC hatte, die uns vielleicht helfen können. Da habe ich ihn schon erstmal zusammengefaltet, weil ich das hochgradig asozial meinem Trainerkollegen gegenüber finde."


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Woher diese Informationen hätten stammen sollen, das wurde in Lieberknechts Ausführungen nicht deutlich. Der 52-Jährige prangerte jedoch an: "Wenn es bei mir passieren würde, aus meinem inneren Zirkel, mit dem wir immer zusammensitzen, dass Informationen rauskommen, dann wüsste ich nicht was ich tun würde. Von daher kann ich das nicht bestätigen und ich glaube, dass mein Mitarbeiter mit Sicherheit auch weiß, dass er mit solchen Sachen nicht zu mir kommen braucht." Die Sache sei abgehakt, die Konzentration des Cheftrainers lag auf dem Derby. Doch der nächste Streitpunkt folgte.

"Spielleitung wird eine große Rolle spielen"

Denn nach den jüngsten Erfahrungen, die im Spiel gegen Paderborn zu einem Platzverweis gegen Lieberknecht geführt hatten, mäkelte der FCK-Cheftrainer am Schiedsrichterwesen. "Ich weiß natürlich, dass das ein ganz bedeutsames Spiel für beide Fanlager ist. Wir sind uns dessen bewusst und haben im Hinspiel auch gezeigt, dass das so ist. Deswegen wird es mit Sicherheit stimmungsvoll auf den Rängen und auf dem Platz, wo es auch emotionale Situationen geben wird", blickte Lieberknecht voraus. "Dementsprechend brauchen wir auch jemand, der das Spiel leitet, der halt auch in dem Fall die Übersicht behält und Ruhe bewahrt und dafür sorgt, dass das ein Spiel wird, wo mit Sicherheit Intensität drin ist, aber auch die Spielleitung eine große Rolle spielen wird."

Zusammengefasst hieß das, dass Lieberknecht ausdrücklich einen guten Schiedsrichter für ein womöglich hitziges Duell forderte. Denn im Endeffekt wünschte sich der FCK-Coach bloß, die Fans glücklich zu machen. "Ich finde, unser Kredit wirkt jetzt nicht verspielt. Das sind die Emotionen, das ist das Mitleiden. Das ist das, was wir aushalten müssen", fasste der 52-Jährige zusammen. "Das ist der FCK und das ist das, warum ich diese Herausforderung hier liebe und das ist das, warum ich mir nichts anderes wünsche, als super lange hier zu sein und super lange erfolgreich mit dem Klub zu sein." Angefangen bestensfalls mit einem Erfolgserlebnis im Südwest-Derby, in dem neben den Langzeitverletzten auch Paul Joly (Blessur) und Simon Asta (krank) fraglich sein werden.

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