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·29 March 2026

Hoffenheimer Derbysieg in Freiburg dank Blitzstart

Article image: Hoffenheimer Derbysieg in Freiburg dank Blitzstart

Die TSG Hoffenheim darf in der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiter auf Rang drei hoffen, der zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb berechtigt. Das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger setzte sich am 22. Spieltag im badischen Duell beim SC Freiburg 2:1 (2:1) durch und verkürzte durch den insgesamt schon siebten Auswärtssieg in dieser Saison den Rückstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt wieder auf vier Punkte.

Vor 2260 Zuschauer*innen im Dreisamstadion fielen alle drei Treffer der Begegnung bereits in der Anfangsviertelstunde. Wiëlle Douma (6.) und Janna Grimm (10.) brachte die Gäste mit einem Doppelschlag 2:0 in Führung, Lisa Kolb (16.) verkürzte aber nur wenig später. Dabei blieb es bis zum Schluss. Der SC Freiburg ging im zwölften Heimspiel zum dritten Mal leer aus (bei sieben Siegen und zwei Remis).


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Virsinger: "Ein wildes Spiel"

"Es war ein wildes Spiel", sagte TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger. "Wir sind gut gestartet, haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, und sind dann auch verdient in Führung gegangen. Im Anschluss haben wir uns unnötig selbst rausgebracht, bekommen das Gegentor und mussten versuchen, mehr Kontrolle ins Spiel zu bringen. Das hat in Teilen gut geklappt. Wir müssen in Zukunft Fehlpässe besser vermeiden, um Spiele klarer zu gestalten. Bis zum Ende haben wir leidenschaftlich verteidigt."

Torschützin Wiëlle Douma meinte: "Wir haben gut angefangen, waren fast ausschließlich in ihrer Hälfte. Dann haben wir ein paar Fehler gemacht, weshalb Freiburg oft kontern konnte und es uns schwer gemacht hat. Aber wir haben über das gesamte Spiel zusammen stark verteidigt, die drei Punkte und den Derbysieg geholt. Das war das Wichtigste."

Freiburgs Trainer Edmond Kapllani analysierte: "Nach den ersten 15 Minuten haben wir uns gefangen und uns Chancen erarbeitet. Aber Hoffenheim war zu Beginn griffiger und laufstärker, da haben wir erst später nachgezogen. Wir haben unsere Trainingsinhalte umgesetzt, aber leider nicht bis zum Ende durchgezogen. Wenn man in einem solchen Spiel Punkte mitnehmen will, muss man seine Momente nutzen und Tore erzielen. Meine Spielerinnen haben alles gegeben, sich aber nicht belohnt."

Jeweils drei Umstellungen

Nach der Niederlage bei RB Leipzig (0:2) nahm Freiburgs Trainer Edmond Kapllani drei Umstellungen in seiner Anfangsformation. Für Ingibjörg Sigurdardottir, Selina Vobian (beide Bank) und Nicole Ojukwu (Gelb-Rote Karte) starteten Julia Stierli, Maj Schneider und Lisa Kolb. Außerdem standen Ally Gudorf (persönliche Gründe), Laura Benkarth (schwanger), Tessa Blumenberg (Knieverletzung) und Sarah-Lisa Dübel (Hüftprellung) nicht zur Verfügung.

Auch bei der TSG Hoffenheim gab es gegenüber der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg drei Veränderungen in der Startelf. So liefen mit Wiëlle Douma und Janna Grimm zwei spätere Torschützinnen von Beginn an auf, außerdem rückte Janna Grimm neu ins Team. Valesca Ampoorter musste wegen einer Gelbsperre passen, Franziska Harsch hielt sich als Einwechselspielerin bereit, Svenja Vöhringer fehlte im Aufgebot.

Mitreißende Begegnung

In einer von Beginn an mitreißenden Begegnungen erwischten die Gäste aus dem Kraichgau einen optimalen Start und gingen schon in der Anfangsphase in Führung. Zunächst war Wiëlle Douma nach einer Ecke von Marie Steiner am ersten Pfosten mit dem Kopf zur Stelle und erzielte mit dem frühen 0:1 (6.) ihr erstes Tor in der höchsten deutschen Spielklasse. Nur vier Minuten später eroberte Janna Grimm vor dem Freiburger Strafraum gegen Maj Schneider den Ball und traf entschlossen zum 0:2 (10.).

Nachdem Jill Janssens gegen Freiburgs Torhüterin Rebecca Adamczyk das mögliche 0:3 verpasst hatte, fand der Sport-Club besser in die Partie - und nutzte auch gleich seine erste klare Torchance. Sophie Nachtigall nutzte einen Fehlpass von Jill Janssens, um aus der Drehung aus etwa 14 Metern abzuziehen. TSG-Torhüterin Laura Dick wehrte den Schuss ab, doch den Abpraller nahm Lisa Kolb auf und verkürzte auf 1:2 (16.).

Bei diesem Spielstand blieb es auch bis zur Pause, obwohl sich beide Teams noch zahlreiche Möglichkeiten herausspielten. Zunächst ließen Hoffenheims Nationalspielerin Selina Cerci und erneut Jill Janssens das dritte Tor für die TSG liegen. Dann hatten die Gäste Glück, dass ein Klärungsversuch von Jill Janssens am Lattenkreuz und nicht im eigenen Netz landete. Laura Dick war bei einem Abschluss von Freiburgs Mittelstürmerin Svenja Fölmli auf dem Posten, ehe Leela Egli die bis dahin beste Chance zum Ausgleich für die Breisgauerinnen nicht nutzen konnte. Die Schweizerin hatte Laura Dick bereits umkurvt, ihren Abschluss klärte TSG-Innenverteidigerin Lisa Doorn aber noch vor der Torlinie.

Auch Adamczyk stürmt

Nach der Pause gab es längst nicht mehr so viele Torraumszenen wie im ersten Durchgang. Der Sport-Club versuchte, Druck auszuüben, konnte sich aber nicht mehr so oft durchsetzen. Svenja Fölmli und Lisa Kolb scheiterten jeweils an Laura Dick. Außerdem lief erneut Svenja Fölmli Mitte der zweiten Halbzeit alleine auf das Hoffenheimer Gehäuse zu, setzte die Kugel aber rechts vorbei. Auf der Gegenseite köpfte TSG-Kapitänin Vanessa Diehm über das Tor.

Nach etwa einer Stunde brachte Edmond Kapllani mit Alena Bienz (für die angeschlagene Lisa Kolb) sowie wenig später Selina Vobian (für Maj Schneider) und U 23-Nationalstürmerin Luca Birkholz (für Sophie Nachtigall) drei frische Offensivspielerinnen, um noch mehr Schwung in die Partie zu bringen. Vor dem Beginn der Schlussphase kamen auch noch Nora Scherer (für Svenja Fölmli) und Greta Stegemann (für Nia Szenk). Etwas Zählbares sprang jedoch nicht mehr heraus.

In der Nachspielzeit tauchte sogar noch Freiburgs Torhüterin Rebecca Adamczyk bei einigen Standardsituationen am gegnerischen Strafraum auf. Die letzte Möglichkeit zum Ausgleich vergab Kapitänin Lisa Karl, die nach einer Ecke von Selina Vobian zum Kopfball kam, den Hoffenheimer Kasten aber knapp verfehlte.

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