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·19 April 2026
"Ich lasse laufen": MSV-Coach gibt den Emotionen freie Hand

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Vierter Heimsieg in Folge, dritter Erfolg in Serie – der MSV Duisburg kletterte in der Tabelle nach dem 3:1 gegen Hoffenheim II vorerst auf den Relegationsrang. Cheftrainer Dietmar Hirsch erklärte nach Abpfiff, dass es jetzt nicht mehr um Inhalte, sondern nur noch um Emotionen und Ergebnisse ging. Und die Mannschaft führte den Plan aus.
"Ich habe aus der ersten Halbzeit gelernt", erklärte Lex Tyger Lobinger nach Abpfiff bei "Magenta Sport" mit einem Grinsen. Es war der Mittelstürmer, der seine Mannschaft nach 17 Minuten erstmals in Führung brachte. Dann passte der MSV einmal nicht auf, schon erzielte die U23-Mannschaft aus Hoffenheim den Ausgleich. Und Lobinger? Statt das Ergebnis noch vor der Pause wieder auf die Seite der Duisburger zu ziehen, legte der Angreifer die Kugel quer – vergebens. "Also dachte ich beim zweiten Mal, dass ich einfach schießen werde", so Lobinger. Und wie, denn im zweiten Abschnitt erzielte der 27-Jährige per abgefälschtem Schuss erneut die Führung.
In der Nachspielzeit veredelte Conor Noß den vierten Heimsieg in Folge, der den MSV wieder auf Platz 3 brachte – zumindest vorerst. "Beim Stand von 2:1 war mir das ein bisschen zu passiv. Nach den Einwechslungen sind wir nicht mehr so mutig angelaufen. Aber so ein Ergebnis macht auch was mit uns in unserer Situation", analysierte Cheftrainer Dietmar Hirsch. Gegenüber Cottbus und Essen, die am heutigen Sonntag gegeneinander spielen, konnte Duisburg im Aufstiegskampf vorlegen. Das war den Zebras mit einer geschlossenen Abwehrleistung gelungen. Wie das Duell der direkten Konkurrenten nun ausgehen soll, ließ Hirsch offen: "Ich habe ein Wunschergebnis, aber das sage ich nicht."
Während Lobinger ein Unentschieden im Aufstiegskracher nehmen würde, fokussierte sich der Cheftrainer der Zebras weiter auf die eigenen Leistungen. "Wir haben nicht mehr viel Zeit und müssen auch schon Freitag wieder am Tivoli ran. Wir brauchen jetzt einfach Ergebnisse", erklärte Hirsch, welche Marschroute er den Zebras im Endspurt mitgeben wird. "Vollgasfußball" – eine Vokabel, die unter dem 54-Jährigen zum Dauerbrenner wurde.
"Für was es dann am Ende noch reicht, sehen wir dann", erklärte auch Lobinger, dass erst einmal die eigenen Aufgaben erledigt werden müssen. Und da war der Cheftrainer angesichts des bestehenden Teamgeistes guter Dinge. "Ich möchte heute niemanden besonders hervorheben. Dominik Kother wäre sicherlich zu nennen, aber auch ein Rasim Bulic war völlig fertig, weil ich weiß gar nicht, wie viele Kilometer der gerannt ist. Auch die Kette hinten, die beiden jungen Schlicke und Jessen wieder. Das Kollektiv war stark", legte sich Hirsch fest.
Und daher wird es auch im Endspurt keine besonderen Trainingsinhalte mehr geben, sondern Emotionen und Leidenschaft. "Ich lasse laufen. Die Jungs genießen das", so Hirsch. "Aber wir werden jetzt auch nicht nur Kaffee trinken, sondern weiter vernünftig arbeiten." Die letzten Ergebnisse – drei Siege am Stück – ließen sich entsprechend sehen. Klar ist, dass die Duisburger mindestens Platz 3 erreichen werden, wenn der MSV in den nächsten vier Spielen alles gewinnt – weil nämlich auch der MSV noch auf Cottbus treffen wird und dadurch die Lausitzer hinter sich lassen könnten.









































