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·30 November 2025
Immer wieder Said El Mala: Fehlt dem FC ein Plan B?

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Hendrik Broschart
30 November, 2025
Für die Kölner lief im Aufeinandertreffen mit dem SV Werder Bremen nur wenig zusammen – mit Ausnahme von Said El Mala. Der 19-Jährige stemmte die Offensivbemühungen der Rheinländer quasi im Alleingang. Ist der 1. FC Köln zu abhängig von Said El Mala?

Derzeit die Lebensversicherung des 1. FC Köln: Said El Mala(Photo by Lars Baron/Getty Images)
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In dieser Saison setzt FC-Coach Lukas Kwasniok bekanntlich auf eine offensive Ausrichtung, die vor allem durch maximale Flexibilität geprägt ist. Eine Konstante in seinem Ansatz ist das Auflaufen von Said El Mala. Der 19-Jährige stand in allen zwölf bisherigen Spielen auf dem Platz, drückte dem Kölner Spiel zunächst durch hocheffektive Kurzeinsätze seinen Stempel auf. Am gestrigen Nachmittag folgte nun im Weserstadion die erste Bundesligapartie über die vollen 90 Minuten. Dies hing laut Kwasniok auch mit dem Spielverlauf im Bremen zusammen: „Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler, die in der Lage sind, ein Tor zu erzielen, auf dem Feld bleiben müssen. Wir mussten leider verletzungsbedingt einen Wechsel vornehmen. Ich konnte daher nicht auch noch Linton Maina als weiteren Offensivspieler bringen. Es ist uns fast um die Ohren geflogen. Aber wenn du hinten liegst, brauchst du Spieler auf dem Feld, die Tore erzielen können. Kainz kann ein Tor erzielen, Waldschmidt, Kaminski und Thielmann können alle ein Tor erzielen und Said eben auch.“
Dass El Mala derzeit für das Angriffsspiel seiner Mannschaft unverzichtbar ist, wurde gleich von Beginn an deutlich. Bereits nach 15 Minuten setzte der Krefelder das erste Ausrufezeichen. Die erste nennenswerte Gelegenheit des Spiels gehörte Köln: Der Flügelspieler bekam den Ball links an der Mittellinie, ließ den Bremer Karim Coulibaly aussteigen und schoss den Ball über das Tor. Den freistehenden Marius Bülter im Zentrum übersah er dabei geflissentlich. Anschließend kippte das Kölner Offensivspiel in eine längere Phase der Ideenlosigkeit, da Bremen bei den eigenen Offensivaktionen kaum Räume öffnete und äußerst abgeklärt verteidigte, ohne sich auf riskante Aktionen einzulassen.
El Mala suchte im weiteren Verlauf immer wieder den Weg nach vorn, blieb jedoch ebenso häufig hängen. Im Duell mit Bremens Amos Pieper und Yukinari Sugawara tat er sich lange schwer, echte Torgefahr auszustrahlen. Im Eins-gegen-Eins hatte der hochveranlagte mehrfach das Nachsehen. Auch nach dem Geschmack von Trainer Kwasniok agierte sein Schützling in dieser Hinsicht etwas zu übermütig: „Ich sehe ihn jeden Tag im Training. Ihn zeichnet aus, dass er sich von misslungenen Aktionen nicht beirren lässt. Er macht immer weiter. Der nächste Schritt wird sein, mal ein oder zwei Aktionen auszulassen und der Mannschaft Zeit zu geben, nachzukommen, um dann den Gegner zu überraschen.“
In der Schlussphase des Spiels zog El Mala das Tempo noch einmal an und setzte den eingewechselten Luca Waldschmidt mit einer maßgeschneiderten Hereingabe sehenswert in Szene. Dessen Volleyschuss strich nur um Zentimeter an seinem nächsten Jokertor vorbei. Der Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand fiel angesichts der Bemühungen dann durchaus erwartungsgemäß.
Nach dem Unentschieden gegen Werder Bremen könnte man sich die Frage stellen, ob nicht zu viel Verantwortung auf den Schultern von El Mala lastet- zumindest angesichts der Form der anderen Offensivakteure im Kader der Geißböcke. Marius Bülter, Jakub Kaminski und Jan Thielmann wurden von den diszipliniert verteidigenden Bremern um Trainer Horst Steffen nahezu vollständig aus dem Spiel genommen. Mit der frühen Verletzung von Dominique Heintz nach nur zwölf Minuten fiel zudem eine potenzielle offensive Wechseloption weg.
Die Wahrheit ist zudem: Der auf El Mala zugeschnittene Matchplan ging am Ende auf. Das wussten auch seine Mitspieler zu würdigen. „Er tut uns einfach extrem gut in gewissen Situationen mit seiner Leichtigkeit, seinem Abschluss und seiner Unbekümmertheit“, sagte Kölns Torwart Marvin Schwäbe nach dem Abpfiff über den Torschützen. Neben diesem erwartbaren Lob nahm Bülter seinen jungen Mannschaftskameraden jedoch auch in die Pflicht. „Mit seinen Eins-gegen-Eins-Situationen ist er immer wieder für Überraschungen in unserem Spiel verantwortlich. Das hilft uns. Hier und da verliert er auch mal den Ball, dann müssen wir hinterherlaufen. Wenn er aber immer wieder Tore schießt, dann machen wir das gerne“, so der 32-Jährige.
Fest steht, dass nach dem Auftritt gegen Bremen beim 1. FC Köln keine allgemeine Zufriedenheit aufkommen kann, auch nicht, wenn El Mala am Ende den Worst Case verhindert hat. Zudem bleibt offen, ob im kommenden Heimspiel gegen St. Pauli erneut so viel Last auf den Schultern des Kölner Supertalents liegen wird. El Mala selbst blickte im Interview mit FC-TV voller Vorfreude auf die Partie gegen die Hamburger: „Wir wissen, dass Pauli ein unangenehmer Gegner sein wird. Die haben das 1:1 in München bis zur 90. Minute gehalten. Aber wir spielen zuhause. Was gäbe es da Schöneres, als drei Punkte einzufahren?“









































