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·18 June 2026
Ist der eigentliche Martel-Ersatz schon längst beim 1. FC Köln? So gut schneidet Tom Krauß im direkten Vergleich ab

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·18 June 2026


Redaktion
18 Juni, 2026
Mit Martel verliert der FC einen besonders gegen den Ball starken Spieler. Der Straubinger fiel durch seine Defensivarbeit und seine physische Stärke positiv auf. Mit dem Ball waren jedoch immer wieder Defizite zu erkennen. Dennoch geht einer der wichtigen Stammspieler der vergangenen Jahre. Aber wie sehr schmerzt sein Abgang wirklich? Wenn man die statistischen Profile von Krauß und Martel vergleicht, erkennt man, dass beide Spieler sich ähneln.

Eric Martel und Tom Krauß beim 1. FC Köln
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Von Erik Stalleicken
Beide stechen insbesondere bei den Defensivstatistiken positiv heraus. Mit einem Wert von 5,49 Interceptions pro 90 Minuten unterstreicht Martel seine Stärke das Spiel zu lesen und Passwege zuzustellen. Krauß kann mit 4,95 Interceptions einen ähnlich starken Wert ausweisen. Zum Vergleich: Denis Huseinbasic kommt lediglich auf einen Wert von 2,54. Bei der generellen Aktivität gegen den Ball ist der Ex-Schalker der klare Sieger. Krauß kommt auf 6,98 Defensive Duelle pro 90 Minuten und sucht damit häufiger das Defensivduell als Martel, der auf 5,55 kommt. Insgesamt scheinen beide Sechser aber ähnlich stark gegen den Ball zu sein, allerdings ist die Zweikampfquote von Krauß höher (66 Prozent zu 63 Prozent).
Dass kreatives Passspiel nicht unbedingt zu Martels Kernkompetenzen zählt, fiel in der Vergangenheit immer wieder auf. Die spielerische Entwicklung blieb aus, was in den vergangen Monaten zunehmend kritisiert wurde. Bei Tom Krauß scheint dies kein großes Problem zu sein. Natürlich liegen die Stärken des Leipzigers ebenfalls in der Arbeit gegen den Ball, dennoch scheint er einem spielerischen Ansatz mehr beitragen zu können. Denn die Statistiken zeigen: Krauß spielt deutlich mehr Progressive Pässe. Während Martel auf gerade einmal 4,38 progressive Pässe pro 90 Minuten kommt, erreicht er einen Wert von 5,92. Zusätzlich erreichen 67,19 Prozent davon den Mitspieler während bei dem Neu-Mainzer nur 59,71 Prozent der progressiven Pässe ihr Ziel fanden.
Das bedeutet Krauß sucht häufiger den vertikalen Pass in die nächste Spielfeldzone und sorgt damit dafür, dass der FC schneller in offensive Räume gelangt. Durch seine Pässe kann er gegnerische Linien überspielen und Angriffe aus dem Zentrum ankurbeln. Martel hingegen agiert etwas abwartender und spielt eher risikoarm.
Spannend ist hierbei der Blick auf Denis Huseinbasic. In den Defensivstatistiken hängt er erwartungsgemäß hinter den beiden Sechsern. Seine Stärken liegen nunmal im Spiel mit dem Ball. Das untermauert der Wert von 80,95 Prozent der angekommenen progressiven Pässe. Die Werte von Krauß (67,19 Prozent) und Martel (59,71 Prozent) lagen weit darunter. Was dann jedoch verwundert, ist die Häufigkeit dieser gespielten Pässe. Da erreicht Huseinbasic einen Wert von 4,64 pro 90 Minuten. Damit spielt er weniger progressive Pässe als Krauß. Für einen spielstarken Mittelfeldspieler sicherlich zu wenig. Insgesamt verlief diese Saison mehr als nur enttäuschend für den gebürtigen Erbacher. 16 Einsätze stehen zu Buche. In der Rückrunde kommt er auf gerade einmal 73 Einsatzminuten. Nur selten konnte er seine Leistungen aus seiner Anfangszeit in Köln bestätigen und spielte unter Wagner keine Rolle mehr. Folglich ist der Wechsel zum SC Braga die logische Konsequenz.
Wenn man den Statistiken vertraut, kann man sich berechtigte Hoffnung machen, dass Krauß den Abgang von Martel kompensieren kann und vielleicht sogar eine spielerische Qualität mitbringt, die Martel so oft vermissen ließ. Der FC wird im Sommer nichtsdestotrotz nach Verstärkungen im Mittelfeldzentrum Ausschau halten. Welchen Spielertyp die Verantwortlichen also schließlich an Land ziehen werden, wird sich zeigen.







































