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·4 February 2026

Jacob Rasmussen: Ein „Perfect Match“ für den FCK?

Article image:Jacob Rasmussen: Ein „Perfect Match“ für den FCK?

In dieser Saison verteidigte er bereits gegen Weltstars wie Vinicius Jr., Jude Bellingham oder Samu Aghayewa (FC Porto). Jetzt schlägt der dänische Linksfuß bei den Roten Teufeln auf. Dabei wirkt der ehemalige Salzburger wie das dringend benötigte Puzzlestück, das der FCK-Abwehr seit einigen Spielzeiten gefehlt hat. Er ist ein spielstarker Linksfuß, der gleichzeitig eine Führungsrolle übernehmen und dabei auch in puncto Leistung vorangehen kann. Jacob Rasmussen wirkt auf den ersten Blick wie die häufig zitierte eierlegende Wollmilchsau. Wenn diese eierlegende Wollmilchsau nun zudem vom Dauermeister der österreichischen Bundesliga kommt, dort gesetzt war und fest in die Pfalz wechselt, wird klar, weshalb sich nicht wenige Fans die Augen rieben, als der Deal offiziell wurde. Die Suche nach dem Haken drängt sich förmlich auf und ist wesentlicher Teil dieser Analyse. Aber Achtung, Spoiler: Es scheint, als hätte der FCK einen absoluten Top-Transfer eingetütet.

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Odyssee durch Europa

Mit 17 Jahren wagte Jacob Rasmussen den Sprung nach Deutschland und lief für die Jugendteams des FC Schalke 04 und den FC St. Pauli auf, ehe er mit einem Zwischenstopp bei Rosenborg beim FC Empoli aufschlug. Dort machte der junge Verteidiger die große Fiorentina auf sich aufmerksam, die 2020 sage und schreibe sieben Millionen Euro für den damals 22-jährigen Rasmussen hinblätterte. Ein Transfermissverständnis. In der Toskana kam der Däne auf kein einziges Spiel in der ersten Mannschaft und lief nur fünfmal für die U20 der Italiener auf. Diese Zeit war geprägt von Leihen zum FC Empoli, nach Aue oder in die Eredivisie zu Vitesse Arnheim und Feyenoord Rotterdam. Mit einem festen Wechsel zum Bröndby IF in die Heimat wurde schließlich ein Schlussstrich unter die Liaison gezogen. Bei den Gelb-Blauen blühte der Linksfuß auf, wurde Kapitän und wechselte im Sommer 2025 für 1,5 Millionen Euro zu Red Bull Salzburg. Bei dem österreichischen Dauermeister zählte der Neuzugang zwar zum Stammpersonal, doch beide Seiten wurden nicht wirklich warm miteinander. Rasmussen galt als Liebling von Trainer Thomas Letsch, scheiterte jedoch daran, seine Leistungen aus der Liga in den internationalen Wettbewerb zu übertragen. Schlussendlich wurde er nach nur einem halben Jahr verkauft.

„Oldschool“ Innenverteidiger

Ein weiterer Faktor für den frühen Abgang des 28-Jährigen war sein spielerisches Profil. Zwar ist der deutschsprechende Däne mit dem Ball über alle Zweifel erhaben, in Sachen Zweikampfstärke und Athletik passte er jedoch nicht in das sportliche Konzept der „RB-Schule“, die stark auf physisch herausragende Verteidiger setzt. Mit einem Topspeed von knapp 29,5 km/h trifft das auf den Lautrer Neuzugang nicht ganz zu. Besonders deutlich wurde dies in der Europa League, in der der Abwehrchef der Salzburger deutlich abfiel. Da der FCK jedoch in absehbarer Zeit wohl nicht europäisch spielen wird, lohnt es sich, den Fokus auf die Statistiken in der österreichischen Bundesliga zu legen. Hier reden wir bei Jacob Rasmussen über einen absolut elitären Innenverteidiger. Der Däne spielte die meisten erfolgreichen Pässe aller Innenverteidiger der Liga und hat die ligaweit beste Passquote von 92,1 %. Abgesehen von der Anzahl der langen Bälle liegt Rasmussen bei allen relevanten Pass-Statistiken im oberen Viertel der Liga. Gegen den Ball vertraut der zweimal nominierte, aber nicht eingesetzte Nationalspieler hauptsächlich seinem Stellungsspiel und seiner Spielintelligenz. „Antizipation statt Endgeschwindigkeit“ ist hier die Devise, mit der Rasmussen seine Tempodefizite kompensiert. Vergleichbar ist der Däne mit dem Profil von Mats Hummels, wenn natürlich nicht auf demselben Niveau.

„Perfect Match“ – auch neben dem Platz?

Ähnlich wie Cathy Hummels, Lisa Straube, Celine Bethmann, Julia Gauly oder Nicola Canavis scheint der FCK in einem spielstarken Innenverteidiger mit Tempodefiziten ein „perfect Match“ gefunden zu haben, auch wenn die Roten Teufel wohl auf etwas Langfristiges aus sind anstatt nur kurzfristig Spaß suchen. Jacob Rasmussen erfüllt viele der Anforderungen, die auf dem „Betze“ zuletzt gefragt waren. Ein starker linker Fuß gepaart mit großer Erfahrung und Führungsqualitäten: all das bringt der Neuzugang mit. Dazu kommt, dass der Däne fließend Deutsch spricht und somit perfekt in den Kader integriert werden kann. Der Transfer passt ohnehin ins Lieberknechtsche System, er scheint wie gemacht für die Position des linken Innenverteidigers, wobei etwaige Tempodefizite von dem zentralen, absichernden Gyamfi abgedeckt werden können. Auch in puncto Ablöse scheint der FCK einen echten Coup gelandet zu haben: Laut dem kicker liegt diese inklusive Boni bei maximal einer Million. Die Statistiken, die bisherigen Stationen und der Spielertyp deuten allesamt darauf hin, dass dem FCK hier ein sehr starker Transfer gelungen ist.

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