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·21 July 2026
Kann Pep Guardiola Italiens Nationalmannschaft retten?

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Die Gerüchteküche im Weltfußball brennt. Wie Berichte rund um die italienische Verbandsspitze und verdeutlichen, fasst der italienische Fußballverband (FIGC) ein spektakuläres Szenario ins Auge: Pep Guardiola könnte die Azzurri übernehmen. Für den vierfachen Weltmeister, der sportlich schwierige Zeiten durchmacht, wäre die Verpflichtung des katalanischen Strikten-Taktikers eine echte Ansage an die internationale Konkurrenz. Doch kann Guardiola den italienischen Fußball wirklich retten?
Die Gerüchte erhielten Nahrung, als Verbandsvertreter der FIGC zu einem längeren Treffen nach Barcelona reisten, um direkt mit dem Startrainer Pep Guardiola persönlich zu sprechen. Nach dem Ende seiner Ära bei Manchester City ist der 55-jährige Startrainer auf dem Markt verfügbar. Er hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach durchblicken lassen, dass ihn die Arbeit mit einer Nationalmannschaft reizen würde.
Ein Engagement in Italien wäre für den ehemaligen Spieler Pep Guardiola zudem keineswegs Neuland auf kultureller oder sprachlicher Ebene. In seiner aktiven Spielerkarriere trug er die Trikots von Brescia Calcio und der AS Rom. Außerdem spricht er fließend Italienisch und hat bis heute eine besondere Bindung zur Calcio-Kultur gepflegt.
Die Aufgabe beim italienischen Verband glicht einer Herkulesaufgabe, doch Trainer Pep Guardiola brächte genau die Qualitäten mit, die der Nation seit Jahren fehlen.
Taktische Neuausrichtung und klare Identität Italien litt zuletzt unter wechselhaften Systemen und einem spürbaren Mangel an spielerischer Linie im Ballbesitz. Guardiola steht wie kaum ein anderer Coach für ein dominantes System. Außerdem könnte er mit seiner Erfahrung, die Pep Guardiola international gesammelt hat, dem italienischen Spiel, das historisch von defensiver Disziplin geprägt ist, eine moderne, ballbesitzorientierte Struktur einhauchen. Dadurch würde er dem Team eine feste Identität zurückgeben.
Entwicklung einer jungen Generation In der Serie A und den Nachwuchsakademien schlummert durchaus Talent, das jedoch bisher auf internationaler Ebene selten als Kollektiv funktionierte. Die Menge an Weltklassespielern, wie sie derzeit bei anderen Top-Nationen zu finden sind, sind bei Italien aktuell jedoch nicht in Sicht. Jedoch hat Guardiola bei FC Barcelona, Bayern München und Manchester City bewiesen, dass er junge Spieler auf ein Weltklasse-Niveau heben kann. Profis wie Nicolò Barella, Sandro Tonali oder junge Hoffnungsträger könnten unter den Fittichen des Trainers Pep Guardiola den entscheidenden Schritt machen.
Internationale Strahlkraft und Mentalitätswechsel Der Name Guardiola löst bei Spielern sofort Respekt und Begeisterung aus. Seine Ankunft würde der gesamten Nation einen enormen Euphorie-Schub verleihen und den Druck von den Schultern einzelner Akteure nehmen. Zudem bringt er eine kompromisslose Sieger-Mentalität mit, die nach den Rückschlägen der letzten Großturniere dringend benötigt wird.
Trotz der großen Chancen bringt der Schritt vom Vereins- zum Nationaltrainer auch Herausforderungen mit sich. Guardiolas komplexer Fußball basiert auf täglicher Detailarbeit im Training – Zeit, die einem Nationaltrainer nur in wenigen Länderspiel-Fenstern im Jahr zur Verfügung steht. Daher müsste er seine Philosophie vereinfachen und auf das Wesentliche reduzieren. Gerade bei solch ambitionierten Projekten wie mit Pep Guardiola müsste der italienische Verband finanziell an seine Grenzen gehen. Nur so könnte er ein solches Kaliber verpflichten.
Darüber hinaus könnte sich Guardiola die für sein System passenden Spieler nicht einfach zusammenkaufen, wie er es bisher in seiner Karriere als Vereinstrainer getan hat. Stattdessen muss er mit dem arbeiten, was da ist. Dies könnte gerade in der Anfangszeit größere Schwierigkeiten bereiten. So könnte es schwer werden, sein System nach Ideen von Pep Guardiola aufzuziehen.
Ein Wechsel von Pep Guardiola auf die Bank der Squadra Azzurra wäre ein echter Coup für den italienischen Fußball. Sollte die FIGC die finanziellen Rahmenbedingungen schaffen und Guardiola von diesem Projekt überzeugen können, bringt er zumindest einige der Voraussetzungen mit. Dadurch könnte er Italien taktisch revolutionieren und wieder dauerhaft in der absoluten Weltspitze etablieren.
Um jedoch wieder dauerhaft Anschluss an die Weltspitze zu finden, dürften vermutlich auch andere Veränderungen beim italienischen Verband und der eigenen Nachwuchsarbeit notwendig sein. Daher wird ein Trainer wie Pep Guardiola allein dafür allein nicht genügen.
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