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·7 May 2026
Kornetka will Lösungen finden: "Druck löst sich nicht einfach auf"

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·7 May 2026

Aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Düsseldorf und Fürth hält sich Eintracht Braunschweig derzeit noch über dem Strich. Im letzten Heimspiel der Saison gegen Dynamo Dresden (Samstag, 13 Uhr) braucht die Mannschaft von Lars Kornetka jedoch Punkte, um den Klassenerhalt weiter in der eigenen Hand zu haben. Der Druck ist hoch, was der Cheftrainer in positive Energie umwandeln will.
In sieben Spielen stand Lars Kornetka beim BTSV an der Seitenlinie. Seine Punktausbeute pro Partie ins minimal besser als das, was die Mannschaft unter Heiner Backhaus holte - 1,14 Punkte pro Spiel stehen 1,04 Zähler pro Match gegenüber. In den letzten Spielen braucht die Eintracht bestenfalls einen Sprung, um den Klassenerhalt zu schaffen. Und gegen Holstein Kiel (0:2) war das zuletzt nicht zu erkennen. "Die Jungs waren sehr enttäuscht. Das hat man auch sinnbildlich an den hängenden Köpfen nach dem Schlusspfiff gesehen", blickte Kornetka auf die letzte Niederlage im direkten Duell zurück. Jetzt folgt ein weiterer Abstiegskracher gegen Dresden. Und danach das Spiel gegen Zweitliga-Meister Schalke.
So ist es offensichtlich, dass Braunschweig gegen den Mit-Konkurrenten punkten sollte. "Da haben wir uns in dieser Woche sowohl körperlich, fußballtechnisch als auch mental drauf vorbereitet. Zum einen haben wir analysiert, was wir besser machen müssen. Das gehört aber zum täglichen Brot dazu", versicherte der BTSV-Coach. "Darüber hinaus haben wir noch an ein paar Stellschrauben gedreht, die meiner Meinung nach wichtig sind, um uns mental darauf vorzubereiten, was wir können und was wir auch abliefern müssen." Patrick Nkoa, Anas Bakhat und Sidi Sané werden verletzungsbedingt in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen, während Aaron Opoku zuversichtlich aus dem Lazarett zurückkehrte. Robin Heußer muss gelb-gesperrt aussetzen.
Jetzt war für Kornetka entscheidend, wie die Mannschaft mit der Drucksituation umgehen wird. Eine Anleitung gab der 48-Jährige seinen Spielern durchaus an die Hand. "Es ist für mich klar in meinem Bewusstsein, dass sich der Druck nicht einfach auflöst. Die Frage ist, wie man mit Druck umgeht. Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet, um uns klarzumachen, dass dieser nicht einfach weggeht, wenn wir ihn wegdenken und wegdiskutieren", führte Kornetka aus. "Wir müssen ihn in vernünftige Kanäle leiten und dann einen Fußball auf den Platz bringen, der proaktiv, gut und stabil beim Verteidigen von Toren ist."
Die Botschaft des Cheftrainers war eindeutig: "Der Druck soll die Mannschaft stark machen und sie an den richtigen Stellen auf dem Feld befeuern." Denn im Vergleich zum Zeitpunkt, als Kornetka den BTSV übernommen hatte, war der Druck nicht weniger geworden. Und dennoch hatte Braunschweig in dieser Phase schon gute Leistungen abgeliefert. "Es geht darum, in Lösungen zu denken. Wir haben zu wenig Punkte. Das ist das Problem. Wir hätten sie gerne schon vorher gesammelt, um jetzt entspannter zu sein. Das haben wir nicht geschafft. Also brauchen wir eine Lösung. Die Lösung heißt, Fußball zu spielen", so Kornetka. "Auf eine Art und Weise, die dir drei Punkte einbringt, den Gegner kontrolliert und ihn möglichst weit weg vom eigenen Tor hält. So einfach ist das manchmal. Das ist die Hoffnung. Dass wir das können, haben wir gezeigt." Nur zu selten, weshalb das Zittern vor dem Saisonfinale weiter groß ist.







































