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·17 April 2026
"Kosten und Nutzen passen nicht": Görlich plant Hertha-Neustart

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Auch, wenn rechnerisch noch alles möglich ist, scheint der Aufstieg in die Bundesliga für Hertha BSC unwahrscheinlich. Trotz des größten Etats der Liga. Das werden sich die Berliner ein weiteres Jahr nicht erlauben können. Im Interview mit der "FAZ" kündigte Geschäftsführer Peter Görlich Änderungen an. Keine soll es dagegen auf der Position des Cheftrainers und Sportdirektors geben.
Kurzzeitig kehrte bei den Fans von Hertha BSC die Hoffnung zurück. Wird es doch noch etwas mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga? Zuerst das herausragende 5:2 bei Fortuna Düsseldorf, dann der 1:0-Sieg bei Dynamo Dresden. Der Relegationsplatz schien wieder in greifbarer Nähe, doch eine Serie starteten die Berliner nicht. Stattdessen kehrte mit dem 0:1 zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern Ernüchterung ein.
Sechs Punkte sind es derzeit auf Hannover 96. Rechnerisch ist daher noch alles möglich, allein die Konstanz fehlt Hertha in dieser Saison. Da das Ziel zu verpassen droht, stellt sich die Frage: Wie geht es für die sportlich Verantwortlichen weiter? Dazu fand Geschäftsführer Peter Görlich deutliche Worte. Im Interview mit der "FAZ" sagte er: "Es ist meine Führungsverantwortung, zu fragen: Was ist es wert, das Alte zu ersetzen? Diesem Verein tut in seiner Wankelmütigkeit Kontinuität gut. Aber Kontinuität ist nicht mit Mutlosigkeit zu verwechseln. Diese Gesamtorganisation muss sich daran gewöhnen, dass wir kompetitiver werden." Das gelte auch für Sportdirektor Benjamin Weber.
Mit etwas mehr als 62 Millionen Euro hat Hertha BSC laut "transfermarkt.de" den teuersten Etat der Liga. Und das mit Abstand zum Erstligaabsteiger VfL Bochum. In der kommenden Saison könnte sich das jedoch ändern, denn in der Phase der Konsolidierung könne man sich solche Kaderstrukturen nicht leisten: "Kosten haben im Fußball eine leicht signifikante Korrelation zum Erfolg. Deshalb steht Kosten - Nutzen nicht in dem Verhältnis, wie wir uns das erhofft hätten." Das Vorhaben daher: "Wir werden die Kadergröße reduzieren und die Ausgabenstruktur anpassen. Wir werden gezielt reinvestieren, aber nicht blindlings."
Am liebsten würde Görlich "keinen unserer Spieler abgeben", doch wenn "Angebote für Spieler reinkommen, müssen wir die aufgrund unserer Situation gewissenhaft prüfen und gemeinsam mit den Spielern Entscheidungen treffen. Wir sind nicht der Verein, der es sich leisten kann, Angebote für Spieler einfach wegzuatmen. Es gab mal eine Phase, wo Hertha mit Finanzmitteln ausgestattet war, aber die hat man verspielt." Die aktuelle Saison sieht der Geschäftsführer als Startpunkt für etwas, "das tatsächlich zu etwas Größerem führt. Wohl wissend, dass dieser Klub sich massiv verändern wird."
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