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·19 January 2026
Krösche-Klartext: Darum musste Toppmöller als Eintracht-Trainer gehen

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·19 January 2026

Dino Toppmöller ist bei Eintracht Frankfurt ist seit dem Wochenende Geschichte. Der Coach, der mit der SGE in der letzten Saison noch Platz drei erreicht hatte, wurde nach dem 3:3 in Bremen entlassen. Eine diskutable Entscheidung, zumal die Frankfurter als Tabellensiebter awwwwwwwwwwuch nicht katastrophal platziert sind. Am Montagvormittag hat sich Sportvorstand Markus Krösche genauer über die Gründe für das Aus geäußert.
"Wir haben einfach zu viele Gegentore bekommen. Wir haben jetzt in der Liga alleine 39 Gegentore bekommen, die oft nach einem gewissen Muster passiert sind. Wir hatten nicht die Überzeugung, dass wir und das Trainerteam Lösungen finden können, um diese Themen abzustellen", verdeutlichte Krösche.
Zwar sah es im Dezember so aus, als würde die SGE defensiv ein wenig sicherer stehen, jedoch gab es in den ersten drei Pflichtspielen im Jahr 2026 dann wieder je drei Gegentore. "Die Entwicklung, gerade im Defensivbereich, hat leider stagniert oder war rückläufig", bemängelte Krösche.
Zwar brannte Toppmöller bis zum Ende für seinen Job und den Verein, jedoch blieben zahlreiche Versuche, die Probleme zu lösen, erfolglos. Die SGE drehte sich gewissermaßen im Kreis und die Spieler versuchten auf eigene Faust, Lösungen zu finden. Dies machte alles aber eher noch schlimmer.
"Wir hatten das Gefühl, dass sich auch manchmal Trainerteam und Mannschaft ein bisschen verkeilen."- Markus Krösche
"Die Jungs wollten Dinge umsetzen und gut machen und kommen dann in eine Art Panikmodus, in dem sie nicht mehr als Team agieren, sondern jeder versucht, seinen Weg zu gehen", bemängelte Krösche.
Letztlich fehlte Krösche schlichtweg der Glaube daran, dass Toppmöller in dieser Angelegenheit den Turnaround hinbekommen hätte. "Ich halte ihn für einen herausragenden Trainer. Aber es war einfach so, dass wir nicht mehr das Gefühl hatten, dass wir dort eine positive Entwicklung hinbekommen können", stellte er klar.
"Wir hatten das Gefühl, dass sich auch manchmal Trainerteam und Mannschaft ein bisschen verkeilen, dann die Überzeugung vielleicht schwindet und eine gewisse Unsicherheit und auch Unzufriedenheit hinzukommt", führte Krösche aus.
Bild-Angaben zufolge hat sich der Sportvorstand dennoch schwer damit getan, Toppmöller vor die Tür zu setzen. Das Medium spricht sogar von einer "persönlichen Niederlage" für Krösche. Immerhin war er es, der Toppmöller ins Boot geholt hat. Ohnehin hat der Coach, der als großer Jugend-Förderer gilt, genau zum Eintracht-Konzept gepasst. Deswegen hielt Krösche am 45-Jährigen auch über die Weihnachtstage noch fest. Die letzten Bundesligaspiele haben aber dann den Ausschlag gegeben.
Keinen Einfluss auf die Entscheidung hatte laut Bild-Infos im Übrigen die Mannschaft selbst. Krösche machte aber deutlich, dass jeder - inklusive er selbst und alle Spieler - eine Mitschuld am Toppmöller-Aus haben. Krösche sieht nun das Team in der Pflicht, keine Ausreden mehr heranzuziehen und voll abzuliefern. Der Ton in Frankfurt ist definitiv rauer geworden.
Wer für Toppmöller übernimmt, ist noch unklar. Bild-Informationen zufolge ist Marco Rose der Top-Kandidat, jedoch wollte Krösche keine einzelnen Namen diskutieren. Die Gespräche mit dem erfahrenen Ex-Leipzig-Coach sollen bereits auf Hochtouren laufen. Eine Entscheidung könnte bis zum Wochenende fallen, jedoch wird Krösche auch noch andere Namen in der Hinterhand haben.
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