Nur die Raute
·29 April 2026
Kuntz-Nachfolge: HSV entscheidet sich für eine Frau!

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·29 April 2026

Seit Anfang des Jahres ist die Position des Sportvorstandes beim HSV unbesetzt. Nun bahnt sich eine überraschende Lösung an.
Soeben berichtete das Abendblatt, dass Kathleen Krüger den mit der Trennung von Stefan Kuntz freigewordenen Posten übernehmen wird. Demnach habe sich der Aufsichtsrat am Dienstag während einer Sitzung mehrheitlich für sie entschieden. Die 40-Jährige, aktuell Leiterin Organisation und Infrastruktur beim FC Bayern München, werde zeitnah einen Vertrag in Hamburg unterschreiben.
Beim deutschen Rekordmeister war sie seit mehr als 15 Jahren in verschiedensten Aufgabenbereichen tätig. Nun wird die selbst zwischen 2004 und 2009 als Mittelfeldspielerin in der Bundesliga aktive Krüger erstmals in die vorderste Reihe rücken. Sie sorgt damit für ein Novum. Denn bislang stellte noch kein Bundesligist eine Sportvorständin ein. Beim Hamburger Konkurrenten RB Leipzig rückte dafür die Schweizerin Tatjana Haenni Anfang des Jahres sogar in die CEO-Rolle.

Foto: IMAGO
Beim HSV war bereits ebenfalls eine Frau im Vorstand vertreten – nämlich Katja Kraus, die bis 2011 acht Jahre lang erfolgreich die Gebiete Kommunikation und Marketing verantwortete. Sie arbeitete damals an der Seite von Bernd Hoffmann. Krüger wird zukünftig gemeinsam mit Eric Huwer – der sich im Verein bestens auskennt, hauptsächlich aber für die Finanzen zuständig ist – die Geschicke lenken.
Sie habe sich im Bewerbungsprozess gegen prominente Konkurrenz durchgesetzt. Unter anderem habe der HSV auch bei Markus Krösche (Eintracht Frankfurt) und Fabian Wohlgemuth (VfB Stuttgart) angeklopft. Darüber hinaus fielen öffentlich auch die Namen des bei Borussia Dortmund ausgeschiedenen Sebastian Kehl oder des langjährigen Augsburger Sportvorstandes Stefan Reuter.
Den Zuschlag erhielt letztlich Krüger. Sie habe sowohl die für die Suche verantwortliche Headhunter-Agentur Pedersen & Partners als auch den Aufsichtsrat mit ihrer Kompetenz sowie ihrem Konzept überzeugt. Schon bald ist ihr gesamtes Können gefragt. Der HSV steht unabhängig von der Ligazugehörigkeit im Sommer vor einem größeren Umbruch.
Foto: Getty Images









































