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·24 April 2026
"Menschlich und emotional schwer": Kauczinski spricht über Abgänge

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Vor dem Heimspiel gegen den SSV Ulm stehen beim TSV 1860 München die jüngsten Personalentscheidungen im Mittelpunkt. Trainer Markus Kauczinski musste sich am Freitag vielen Fragen zu den Abgängen stellen.
Es war klar, dass die am Tag zuvor verkündeten Abgänge von sechs Spielern für Diskussionen sorgen würden. Schließlich trennen sich die Münchner am Saisonende von langjährigen Spielern wie Kapitän Jesper Verlaat. Ein Umbruch, der nötig sei, um in der nächsten Saison erfolgreicher zu sein. "Wir hatten das Gefühl, dass wir neue Impulse brauchen, dass wir Dinge anders angehen müssen. Das ist ein Konsens, hinter dem ich total stehe", bekräftigte Trainer Kauczinski am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Ulm-Spiel. Diese Veränderungen bräuchten Raum, um neue Impulse setzen zu können.
Dass die auslaufenden Verträge nicht verlängert wurden, geschah auch mit seinem Einverständnis. "Das haben wir gemeinsam entschieden. Auch wenn es menschlich und emotional schwere Entscheidungen waren." Vor allem das Aus für Kapitän Verlaat rief Unverständnis in Fankreisen hervor. "Jesper ist schon lange hier und sicher jemand, mit dem man sich identifiziert hat. Dieses Unverständnis kann ich teilen", so Kauczinski. Im Endeffekt sollen Verhaltensweisen auf und neben dem Platz in den vergangenen Wochen den Ausschlag gegeben haben. "Es heißt ja nicht, dass die Jungs keine Qualität haben. Sie haben in vielen Spielen gezeigt, was sie können. Aber nicht konstant", verdeutlichte der 56-Jährige.
Im Trainerstab hingegen hofft Kauczinski auf Konstanz. "Mein Wunsch ist es, in der gleichen Konstellation in die nächste Saison zu gehen. Auch da stehen noch Gespräche aus. Ich bin mit der täglich Arbeit sehr zufrieden." Die getroffenen Entscheidungen auf Spielerseite sollen keinen Einfluss auf die Aufstellung für das Ulm-Spiel haben. "Ich werde ganz normal nach den Leistungen aufstellen. Ob jemand Vertrag hat oder nicht, spielt keine Rolle." Außer bei Clemens Lippmann, der schon in den letzten beiden Spielen nicht mehr im Kader stand.
Kauczinski ist nun umso mehr als Kommunikator und Motivator gefordert. Er erwartet, das jeder Spieler sich reinhängt für die letzten vier Spiele. "Das betrifft alle. Ich habe alle in die Verantwortung genommen, das jetzt zu einem guten Ende zu bringen." Das gilt in erster Linie für das anstehende Heimspiel gegen Ulm, wo die Münchner nach sechs sieglosen Spielen wieder dreifach punkten wollen. "Mein Appell an die Spielern ist, weiter Gas zu geben. Es gilt einfach, sich gut zu verkaufen. Ich habe die Hoffnung, dass die Mannschaft sich zusammenreißt, um Punkte zu holen." Ausfallen werden weiterhin Jesper Verlaat, Max Christiansen, Max Reinthaler, Kilian Jakob, Lasse Faßmann und Tunay Deniz, zudem steht auch Philipp Maier nicht zur Verfügung. Dafür kehrt Sean Dulic nach auskurierter Verletzung in den Kader zurück, wird zunächst aber auf der Bank sitzen.


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