FC Schalke 04
·2 April 2026
Miron Muslic: Das Kollektiv ist unsere größte Stärke

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·2 April 2026

Mit einem Heimspiel am Ostersonntag (5.04.) gegen Karlsruhe startet der FC Schalke 04 nach der FIFA-Abstellungsperiode in den letzten Block der Saison. „Ich freue mich auf jedes der verbleibenden Spiele, beginnend mit der Aufgabe gegen den KSC“, sagt Miron Muslic. Anpfiff in der ausverkauften VELTINS-Arena ist um 13.30 Uhr.
Seinem Team bescheinigt der Chef-Coach eine sehr gute Trainingswoche. „Die Mannschaft ist in einem ausgezeichneten Zustand“, berichtet der 43-Jährige von seinen Eindrücken der vergangenen Tage und lobt den „vollen Fokus und höchste Intensität. Die Jungs pushen sich gegenseitig, arbeiten hochkonzentriert und sind stabil.“
Davon konnten sich am Mittwoch (1.04.) auch die Fans einen Eindruck verschaffen. Die Einheit auf dem Schalker Vereinsgelände verfolgten mehr als 800 Anhänger – und am Karfreitag (3.04.) dürften es noch einmal mehr werden, wenn um 10.45 Uhr abermals öffentlich trainiert wird. „Das zeigt, wie eng das Band zwischen Mannschaft und Fans ist – wie wir uns gegenseitig unterstützen und brauchen. Und welche Liebe und Leidenschaft wir uns geben.“
Der Support der eigenen Anhänger dürfte die Knappen auch gegen den Karlsruher SC beflügeln. „Ich wiederhole mich, sage es aber dennoch immer wieder: Wenn wir in der VELTINS-Arena antreten, heißt es nicht Elf-gegen-elf, sondern 60.000 Schalker gegen den Gegner.“ Und auch auswärts könne sich die Mannschaft stets auf die Unterstützung der mitreisenden Fans verlassen. „Das verleiht uns eine wahnsinnige Energie“, unterstreicht der Chef-Trainer.
Diese Energie wird auch gegen Karlsruhe notwendig sein, damit die drei Punkte in Gelsenkirchen bleiben. Muslic hat eine hohe Meinung von den Badenern: „Der KSC spielt einen bärenstarken Frühling.“ Zuletzt gewann die Mannschaft von Chef-Trainer Christian Eichner dank zweier Treffer in der Nachspielzeit mit 3:1 gegen die formstarke SpVgg Greuther Fürth. In der Rückrundentabelle ist Karlsruhe mit bislang 15 gesammelten Punkten gleichauf mit dem S04.
„Mein Kollege Christian Eichner hat im vergangenen Herbst eine sehr herausfordernde Phase gemeistert, als es sportlich nicht so gut lief“, sagt Muslic. In diesen Wochen habe sich gezeigt, dass die Mannschaft hinter ihrem Trainer stehe – der Lohn dafür sei die aktuelle Performance. Und: „Karlsruhe hat mit Marvin Wanitzek einen der überragenden Spieler dieser Zweitliga-Saison in seinen Reihen. Nach Fabian Reese hat er die meisten Scorer-Punkte gesammelt und ist stets gefährlich.“
Es sei aber nicht allein der Kapitän des KSC, auf den es zu achten gelte. „Die gesamte Mannschaft verfügt über sehr viel Qualität“, warnt Schalkes Coach, betont aber gleichzeitig. „Wir sind bestmöglich vorbereitet. So wie wir die letzten Wochen aufgetreten sind, brauchen wir uns vor keinem Gegner zu verstecken. Respekt ist immer da, aber keine Angst. Unsere Marschroute ist klar: Wir spielen auf Sieg!“
Edin Džeko wird zu diesem Ziel nicht beitragen können. Der Stürmer, der nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder spielberechtigt gewesen wäre, steht den Knappen nicht zur Verfügung, da er sich im WM-Qualifikationsspiel der bosnischen Nationalmannschaft gegen Italien eine Schulterverletzung zugezogen hat. „Das ist natürlich ein bitterer Ausfall für uns“, erklärt Muslic. Džeko wird sich nach seiner Rückkehr nach Gelsenkirchen noch einmal einer MRT-Untersuchung unterziehen.
Džeko Rolle in der Sturmspitze soll wie schon zuletzt in Darmstadt Moussa Sylla einnehmen. „Beide haben unterschiedliche Profile. Sie verbindet aber, dass sie wissen, wo das Tor steht und dass sie im gegnerischen Strafraum stets brandgefährlich sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass Moussa in den kommenden Wochen noch das eine oder andere wichtige Tor für uns erzielen wird“, so Muslic.
Auch die Mannschaft vertraue Sylla, berichtet der Coach. „Das Kollektiv ist seit Saisonbeginn unsere größte Stärke. Es geht nie um den Einzelnen, sondern immer um das Team. Jeder Ausfall tut uns weh, aber wir haben als Mannschaft bisher stets alles aufgefangen und werden dies auch weiterhin schaffen.“
Neben Džeko war auch Nikola Katic über die gesamten 120 Minuten gegen Italien am Ball und konnte sich gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden nach einem 4:1-Sieg im Elfmeterschießen über ein WM-Ticket für Bosnien-Herzegowina freuen. „Nikola hat sowohl im Playoff-Halbfinale gegen Wales als auch gegen Italien zweimal über 120 Minuten eine bärenstarke Leistung gezeigt und wird mit breiter Brust zurückkehren“, sagt Muslic. Auch Adil Aouchiche, Mertcan Ayhan und Mika Wallentowitz waren in der FIFA-Abstellungsperiode für ihre Heimatverbände am Ball und verbuchten individuelle Erfolgserlebnisse. Denn alle drei feierten jeweils ihr Debüt: Aouchiche in der algerischen A-Nationalmannschaft, Ayhan in der türkischen U21 und Wallentowitz in der deutschen U19.
Ihre Mitspieler trainierten derweil in Gelsenkirchen und bestritten einen Test in Schweinfurt. „Mit erfreulichen Nachrichten“, wie Muslic betont. Denn mit Christopher Antwi-Adjei, Adrian Gantenbein und Bryan Lasme sind gleich drei Spieler wieder einsatzbereit, die im Herbst einen großen Anteil an der starken Punkteausbeute der Knappen gehabt haben. Auch Anton Donkor ist wieder fit. Vitalie Becker macht ebenfalls Fortschritte, ist gegen den Karlsruher SC aber noch keine Option.









































