FC Schalke 04
·7 February 2026
Miron Muslic: Vor zwei Wochen hat es sich angefühlt wie ein Sieg – dieses Mal empfinden wir das Gegenteil

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·7 February 2026

Nach dem 2:2-Unentschieden am Samstag (7.2.) gegen Dynamo Dresden blickte Miron Muslic auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Gäste-Coach Thomas Stamm auf die Begegnung zurück. In der Mixed Zone kamen Kapitän Kenan Karaman und Torhüter Loris Karius zu Wort. schalke04.de hat die Aussagen des Quartetts notiert.
Vor zwei Wochen hat sich der Punkt gegen Kaiserslautern nach unseren späten Toren so angefühlt wie ein Sieg. Dieses Mal empfinden wir das Gegenteil. Es war eine schwere erste Halbzeit, dann aber eine sehr gute zweite. Da haben wir exakt das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten: hohe Intensität, hohe Ballgewinne und ein gefährliches Umschaltspiel auf den Platz zu bringen. Wir haben uns dafür mit zwei wunderschönen Treffern belohnt, die normalerweise bei der Art und Weise, wie wir verteidigen, reichen sollten.
Aus dem Nichts haben wir dann den Anschlusstreffer kassiert. Dann war es in den letzten Minuten sehr turbulent. Wir hatten die Chance auf das 3:1 und müssen den Sack zumachen. Das haben wir leider nicht geschafft. Stattdessen kam Dresden nach seinem einzigen Eckball der Partie zum Lucky Punch. Das Ergebnis ist sehr schade für uns, vor allem, weil wir in der zweiten Halbzeit viele Dinge richtig gut gemacht haben und sehen konnten, was für Verstärkungen Dejan Ljubičić, Moussa Ndiaye und Adil Aouchiche für uns sind. So müssen wir nun mit dem Unentschieden leben.
Es war eine sehr gute erste Halbzeit von uns, in der ich eine Mannschaft gesehen habe, die sehr vieles stark verteidigt hat. Wir hatten nicht viele große Möglichkeiten, aber ein paar gute Durchbrüche. In die zweite Halbzeit sind wir ebenfalls gut reingekommen. Bei einem Umschaltmoment hat Schalke es dann gut ausgespielt. Meiner Meinung nach kassieren wir zu schnell das zweite Gegentor, in der Phase war Schalke aber besser. Wir haben dann umgestellt und viel mit langen Bällen agiert. Da hat es geholfen, dass auch wir die Effizienz hatten. Über fast 100 Minuten habe ich ein ausgeglichenes Spiel gesehen.
Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, ich ärgere mich total. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit komplett im Griff und erzielen zwei hervorragende Tore. Das muss zu Hause eigentlich für drei Punkte reichen. Stattdessen lassen wir Dynamo unnötig wieder ins Spiel kommen. Beim 1:2 lassen wir den Gegenspieler allein in die Mitte flanken. Dass daraus ein Eigentor entsteht, ist unglücklich. Insbesondere in der zweiten Halbzeit habe ich die Mannschaft sehr konzentriert gesehen. In der ersten Halbzeit ist uns nicht allzu viel gelungen, da war es ein ausgeglichenes Spiel. In der zweiten Hälfte kommen wir dann sehr gut aus der Kabine und belohnen uns mit den beiden Toren.
Heute waren wir nach vorne wieder aktiver, auch die Neuzugänge haben sich hervorragend ins Spiel eingefügt. Wir hatten deutlich mehr Offensivaktionen und Torschüsse als zuletzt. Mit Edin haben wir einen Zielspieler, der die Bälle festmachen und ablegen kann. Zudem haben wir vorne gute Jungs in den Halbräumen, die die Tiefe suchen können. Das wird in den nächsten Wochen noch besser.
Die Enttäuschung über das Unentschieden ist riesig, eigentlich haben wir gerade in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Mit ein bisschen Abstand müssen wir auf die zweite Hälfte aufbauen, die uns für die kommenden Aufgaben Mut machen wird. Bei der Ecke zum 2:2 ist es für uns Torhüter gefühlt jedes Mal eine Fifty-Fifty-Entscheidung, ob der Schiedsrichter pfeift. Ich bin trotzdem lieber ein Torwart, der rauskommt, statt auf der Linie zu kleben.
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