Muss Ayhan für Becker weichen? So könnte die Premium-Lösung bei S04 aussehen | OneFootball

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·9 January 2026

Muss Ayhan für Becker weichen? So könnte die Premium-Lösung bei S04 aussehen

Article image:Muss Ayhan für Becker weichen? So könnte die Premium-Lösung bei S04 aussehen

In der Saisonvorbereitung im vergangenen Sommer hatte Mertcan Ayhan bereits einen guten Eindruck hinterlassen können. Zum Start in die Saison saß der 19-Jährige dann trotzdem erstmal auf der Bank. Das überraschte aber insofern niemanden, als dass Timo Becker als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette verständlicherweise den Vorzug bekommen hatte.

Ayhan konnte sich dann aber seit seiner frühen Einwechslung beim Heimsieg über Greuther Fürth am siebten Spieltag beweisen, weil Becker verletzungsbedingt ausfiel - und das auch bis zu zwei Einwechslungen an den letzten beiden Hinrunden-Spieltagen.In der Zwischenzeit konnte sich Ayhan nach und nach stabilisieren, bis zur Winterpause spielte der Youngster sehr souverän und abgeklärt auf, war somit auch an der Herbstmeisterschaft des FC Schalke beteiligt. Er zeigte sich sogar so souverän, dass jetzt zum Rückrunden-Start der 2. Bundesliga die Frage aufkommt, ob er im erneuten Tausch mit Becker überhaupt aus der Startelf zu nehmen ist.


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Luxusproblem für Muslic: Becker drängt zurück in die Startelf

Ganz grundsätzlich wird Becker im internen Standing nach wie vor vor Ayhan stehen. Der 28-Jährige ist nicht nur Leistungsträger, sondern auch Führungsspieler. Damit überzeugt er nicht nur mit seinen Leistungen, sondern gibt auch innerhalb der Mannschaft die Richtung vor. Das ist insbesondere bei einem auch auf Leidenschaft fußenden Spielstil, wie Schalke ihn unter Miron Muslic zeigt, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dieses Standing hat Ayhan trotz seiner ebenfalls guten Leistungen einfach noch nicht.

Und trotzdem wäre es für den Weg, den Königsblau mit solchen Jungprofis wie Ayhan gehen muss, kontraproduktiv, ihn jetzt wieder auf die Bank zu setzen. Der S04 muss auf eine möglichst schnelle Wertsteigerung seiner eigens ausgebildeten Nachwuchsspieler hoffen, um nicht nur sportlich, sondern früher oder später auch finanziell von ihrer Entwicklung profitieren zu können.

Sollte Ayhan jetzt wieder auf der Bank verschwinden, nur zu Kurzeinsätzen kommen und auf verletzungsbedingte Ausfälle seiner Teamkollegen "hoffen" müssen, würde sich Schalke nur Steine in den zwangsweise eingeschlagenen Weg legen. Gleichzeitig ist Becker aber einfach zu wichtig, um für den Youngster (zumindest hin und wieder) zu weichen.

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Timo Becker feiert die Herbstmeisterschaft vor der S04-Nordkurve / picture alliance/GettyImages

So könnten Ayhan und Becker zusammen spielen

Eine potenzielle Lösung für dieses Luxusproblem gibt es aber: Ayhan und Becker könnten nicht nur zusammen aufspielen, sondern auch direkt voneinander profitieren. Während der Youngster weiterhin als rechter Innenverteidiger aufspielen kann, wäre auch die Rolle des rechten Schienenspielers eine, die der Routinier übernehmen könnte.

Für Becker wäre das weder ein Experiment, noch eine größere Umstellung. Wie auch Sky-Reporter Dirk große Schlarmann im 'Schalker Markt'-Podcast zurecht anmerkt, hat Becker in der Aufstiegssaison mit Holstein Kiel sogar vermehrt diese Position bespielt und dabei auch überzeugt. Satte sieben Tore und drei direkte Vorlagen sind ein Testament dafür, wie gut das vor zwei Jahren bereits funktioniert hat.

Einen Versuch wäre diese Aufteilung jedenfalls wert. Ayhan könnte weiterhin aufspielen, sich so dank regelmäßiger Spielpraxis an der Seite von Nikola Katic und Hasan Kurucay bestens entwickeln. Becker könnte in die Startelf zurückkehren, wäre damit auch in seinem Status nicht beschädigt.

Natürlich wäre Adrian Gantenbein der Leidtragende einer solchen personellen Umstellung. Der Schweizer hatte sich im bisherigen Saisonverlauf in seinen Leistungen definitiv steigern können, war aber schon in den letzten vier Hinrunden-Partien verletzungsbedingt außen vor. Er wäre dann voraussichtlich der erste Becker-Konkurrent, weil Finn Porath bis dato eher hinter den Erwartungen zurückblieb. Ein erster Indikator könnte das Testspiel beim VfL Osnabrück am Samstag sein.

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