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·6 June 2026
Nach WM-Aus von Karl: Matthäus schießt gegen Nagelsmann

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Lothar Matthäus hat die Nachnominierung von Assan Ouedraogo für den verletzten Lennart Karl kritisch bewertet. Der Rekordnationalspieler hätte nach dem Ausfall des Offensivtalents andere Lösungen bevorzugt.
Die Nachnominierung von Assan Ouedraogo für den verletzten Lennart Karl sorgt bei Lothar Matthäus für Fragezeichen. Der Rekordnationalspieler kann die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann nur bedingt nachvollziehen und hätte sich nach dem Ausfall des Bayern-Talents anders entschieden.
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Karl hatte sich im Abschlusstraining vor dem letzten WM-Test gegen die USA einen Muskelbündelriss zugezogen und musste seine Teilnahme am Turnier kurzfristig absagen. Als Ersatz berief Nagelsmann den Leipziger Ouedraogo, der bereits ein A-Länderspiel absolviert hat und wie Karl flexibel in der Offensive eingesetzt werden kann.
Bei Matthäus stößt diese Wahl allerdings nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. „Da hätte es ganz sicher andere Spieler gegeben“, sagte der RTL-Experte im Gespräch mit „RTL/ntv“ und „sport.de“. Noch deutlicher wurde der ehemalige Weltfußballer mit Blick auf die Personalentscheidung des Bundestrainers: „Ganz zu 100 Prozent gehe ich nicht mit Julian Nagelsmann mit. Ich hätte wahrscheinlich jemand anderen gewählt.“
Aus Sicht von Matthäus hätte die DFB-Auswahl die Gelegenheit nutzen können, um eine andere Baustelle im Kader zu schließen. Vor allem auf der rechten Abwehrseite sieht er Handlungsbedarf. Dort ist Joshua Kimmich gesetzt, echte Alternativen stehen jedoch kaum zur Verfügung. Als mögliche Kandidaten nannte Matthäus Josha Vagnoman vom VfB Stuttgart sowie Ridle Baku von RB Leipzig. Beide hätten seiner Meinung nach „als Backup von Joshua Kimmich“ wertvolle Dienste leisten können.
Doch nicht nur defensiv sieht der 65-Jährige andere Optionen. Auch im Offensivbereich hätte er eine andere Lösung bevorzugt. So brachte Matthäus unter anderem Said El Mala vom 1. FC Köln sowie Chris Führich vom VfB Stuttgart ins Gespräch. Beide gelten als klassische Flügelspieler und hätten dem deutschen Team zusätzliche Möglichkeiten auf den Außenbahnen eröffnet.
Nagelsmann hingegen setzt auf das Talent von Ouedraogo und vertraut darauf, dass der 20-Jährige die durch Karls Verletzung entstandene Lücke schließen kann. Ob sich diese Entscheidung auszahlt, wird sich nun bei der Weltmeisterschaft zeigen.







































