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·26 February 2025

Neuer Konkurrenzkampf in der Bayern-Abwehr: Wer ist wirklich gesetzt?

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Erstmals kann Vincent Kompany in dieser Saison in der Abwehr ohne Einschränkungen planen. Doch mit mehr Optionen wächst auch der Konkurrenzkampf – wer hat die besten Karten?

Lange war die Innenverteidigung des FC Bayern von Verletzungen und Formschwankungen geprägt. Während Dayot Upamecano über weite Strecken als verlässlichster Abwehrspieler galt, zeigte Eric Dier zuletzt mit einer starken Leistung gegen Frankfurt, dass er eine Alternative sein kann. Minjae Kim hingegen präsentierte sich in der Hinrunde als Abwehrchef, hat aber in der Rückrunde mit seiner Form zu kämpfen – nicht zuletzt, weil er seit Wochen mit Schmerzen spielt. Mit Hiroki Ito kehrt zudem ein Spieler zurück, der sich direkt mit starken Auftritten empfohlen hat. Doch wer passt am besten in Kompanys System?


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Upamecano als Konstante mit Schwächen

Dayot Upamecano hat sich in dieser Saison als konstanter Leistungsträger in der Defensive erwiesen. Mit einer Passquote von 95,5 Prozent gehört er zu den sichersten Aufbauspielern der Bundesliga. Seine Schnelligkeit und Athletik ermöglichen es ihm, hoch zu verteidigen und gegnerische Angriffe früh zu unterbinden. Doch unter hohem Pressing hat er immer wieder Unsicherheiten gezeigt, die den Bayern bereits teuer zu stehen kamen. In Kompanys System, das auf Ballbesitz und ein kontrolliertes Aufbauspiel setzt, ist er dennoch eine wichtige Säule – vorausgesetzt, er kann seine Fehlerquote minimieren.

Kim: Vom Abwehrchef zum Sorgenkind?

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Foto: IMAGO

Minjae Kim galt in der Hinrunde als absolute Stütze in der Defensive. Seine Zweikampfstärke und sein Stellungsspiel machten ihn zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga. Doch seit der Winterpause ist seine Formkurve spürbar abgefallen. Mit einer Passquote von 94,3 Prozent bleibt er zwar ein verlässlicher Ballverteiler, doch ungewohnte Fehler und Abstimmungsprobleme haben seine Sicherheit beeinträchtigt. Ein wichtiger Faktor: Kim spielt seit Wochen mit Schmerzen an der Achillessehne, was seine Leistung beeinflussen dürfte. Falls er wieder zu seiner Topform findet, könnte er weiterhin eine tragende Rolle spielen. Doch mit Hiroki Ito gibt es nun eine ernsthafte Konkurrenz.

Ito: Die neue Alternative?

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Hiroki Ito meldete sich nach seiner Verletzungspause mit überzeugenden Leistungen zurück und machte sofort deutlich, dass er eine ernsthafte Option für die Defensive des FC Bayern ist. Der Japaner ist technisch versiert, ruhig am Ball und vielseitig einsetzbar. Während er zuletzt als Linksverteidiger auflief, fühlt er sich eigentlich in der Innenverteidigung am wohlsten – eine Position, in der er mit seinem sauberen Passspiel, seiner Antizipation und seinem starken Stellungsspiel perfekt in Kompanys Philosophie passen könnte. Besonders seine Fähigkeit, das Spiel strukturiert von hinten aufzubauen, könnte ihm einen Vorteil gegenüber Kim verschaffen, der in dieser Disziplin noch Schwächen zeigt. Sollte Itō seine aktuelle Form beibehalten, weiter konstant Leistung bringen und verletzungsfrei bleiben, könnte er nicht nur eine ernsthafte Alternative für Upamecano und Kim werden, sondern sich womöglich sogar einen Stammplatz erkämpfen.

Dier: Nur eine Übergangslösung?

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Eric Dier kam im letzten Winter als kurzfristige Verstärkung und entwickelte sich unter Thomas Tuchel zum Stammspieler. Unter Vincent Kompany geriet er zunächst ins Hintertreffen, erhielt aber durch verletzungsbedingte Ausfälle seine Chancen – und überzeugte, besonders gegen Frankfurt. Mit seiner Erfahrung, seinem soliden Stellungsspiel und seiner Ruhe am Ball kann Dier eine wertvolle Alternative für die Münchner sein, insbesondere in defensiv anspruchsvollen Spielen. Allerdings fehlt ihm die für Kompanys aggressives, auf hohes Pressing ausgelegtes System erforderliche Schnelligkeit. Stattdessen punktet der 31-Jährige mit seiner Abgeklärtheit, seiner Fähigkeit zur Organisation der Defensive und seiner guten Antizipation. Dennoch dürfte seine Zeit in München begrenzt sein: Sein Vertrag läuft im Sommer aus, und eine Verlängerung scheint derzeit unwahrscheinlich.

Wer bildet die Abwehr der Zukunft?

Während Upamecano weiterhin die besten Chancen auf einen Stammplatz hat, muss er seine Form bestätigen und seine gelegentlichen Fehler unter Druck reduzieren. Kim hat in der Hinrunde bewiesen, dass er auf Top-Niveau spielen kann, doch seine Formschwäche in der Rückrunde sowie seine körperlichen Probleme werfen Fragen auf. Ito hat sich mit starken Leistungen als ernst zu nehmender Herausforderer positioniert und könnte mit seiner Spielintelligenz und Ruhe am Ball eine ernsthafte Alternative werden. Dier hingegen dürfte aufgrund seines auslaufenden Vertrags und fehlender Schnelligkeit nur eine kurzfristige Lösung bleiben.

Dazu bleibt offen, ob der FC Bayern im Sommer noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Namen wie Dean Huijsen oder auch Virgil van Dijk werden bereits gehandelt. Klar ist: Der Konkurrenzkampf in der Abwehr ist eröffnet – und Kompany kann nun erstmals wirklich nach Leistung entscheiden.

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