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·4 April 2025

Neuer Sportvorstand: Schalke will Bayern-Architekt Jochen Sauer

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Seit Monaten sucht der FC Schalke 04 einen neuen starken Mann für den sportlichen Bereich – nun könnte sich ein echter Coup anbahnen. Nach Informationen der BILD ist Jochen Sauer ein heißer Kandidat für den Posten des Sportvorstands bei den Königsblauen. Der langjährige Bayern-Manager steht demnach in konkreten Gesprächen mit dem Zweitligisten.

Seit der Trennung von Marc Wilmots im September 2024 ist der Posten des Sportvorstands auf Schalke verwaist. Übergangsweise übernahm Youri Mulder die Aufgaben, doch intern ist klar: Spätestens im Sommer braucht es eine dauerhafte und kompetente Lösung.


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Doch die Suche gestaltet sich bislang als eine der kompliziertesten Personalentscheidungen der letzten Jahre – nicht nur, weil Wunschkandidaten wie Fredi Bobic abgesagt oder wie Mirko Slomka im Auswahlprozess durchgefallen sind, sondern auch, weil Schalke klare Vorstellungen verfolgt.

Mit Jochen Sauer ist jetzt ein Name aufgetaucht, der perfekt ins Profil passt. Der 51-Jährige gilt als Architekt des Bayern-Campus, war dort seit 2017 für Strategie, Struktur und Stabilität verantwortlich. Unter seiner Führung entwickelte sich die Nachwuchsabteilung des Rekordmeisters zu einer der besten Adressen im deutschen Jugendfußball – zumindest auf dem Papier.

Sauer ist ein erfahrener Fußball-Manager. Vor seiner Zeit beim deutlichen Rekordmeister war er für den FC Red Bull Salzburg (Geschäftsführer), den VfL Wolfsburg (Sportlicher Leiter) und Hertha BSC tätig.

Sauer steht in München in der Kritik

Denn intern kriselt es schon länger. Sauer steht angeblich auf der Abschussliste – laut BILD ist der Einfluss des Campus-Chefs in den vergangenen Monaten spürbar geschrumpft. Sein zurückgezogenes Auftreten am Campus und ein unterkühltes Verhältnis zu Sportdirektor Christoph Freund nähren die Gerüchte um einen baldigen Abgang.

Hinzu kommt: Auch der Aufsichtsrat um Uli Hoeneß soll unzufrieden sein mit der Entwicklung im Nachwuchsbereich. Die Erwartungen an Sauer waren stets hoch – doch der große Durchbruch von Talenten à la Musiala blieb zuletzt aus.

Für Schalke wäre ein Wechsel Sauers ein starkes Signal – nicht nur, weil er fachlich über jeden Zweifel erhaben ist, sondern auch, weil er mit seiner Erfahrung und seinem Netzwerk die nötige Ruhe in einen zuletzt nervösen Klub bringen könnte. Nach monatelanger Hängepartie und vielen Absagen wäre ein „Königs-Transfer“ wie Sauer ein echter Befreiungsschlag.

Ob der FC Bayern dem Wechsel zustimmt, ist offen – ebenso wie die Frage, ob Sauer selbst den Schritt in die Zweite Liga wagt. Doch eins ist klar: Der Machtkampf am Campus hat längst seine ersten Konsequenzen. Und Schalke könnte zum großen Profiteur werden.

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