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·2 April 2026
"Nicht optimal": MSV Duisburg ohne Top-Trio nach Essen?

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Nach dem Sieg im Landespokal sollte der MSV Duisburg vor dem Derby bei Rot-Weiss Essen eigentlich ein gutes Gefühl haben. Doch das wurde getrübt. Denn ein Trio um Knipser Lex Tyger Lobinger musste das Training am Donnerstag abbrechen. Ein Einsatz am Samstag steht auf der Kippe.
Als wäre das Derby gegen Rot-Weiss Essen nicht ohnehin brisant genug, kommt noch die tabellarische Ausgangslage hinzu: RWE steht nach zuletzt vier Siegen in Folge auf Rang zwei – einen Punkt vor dem MSV Duisburg, der aktuell Vierter ist. Ein Erfolg in diesem prestigeträchtigen Duell wäre für die Zebras enorm wichtig, auch um selbst wieder eine Serie zu starten. Die Vorzeichen sind allerdings "nicht optimal", wie Dietmar Hirsch im Mediengespräch vor der Partie verriet.
Mit Lex Tyger Lobinger, Rasim Bulic und Jan-Simon Symalla mussten gleich drei Leistungsträger das Training am Donnerstag abbrechen, ein Einsatz am Samstag ist mehr als fraglich. "Wir müssen auch auf die Englische Woche schauen und gehen daher kein Risiko ein", so Hirsch. Bereits am Dienstag wartet mit Tabellenführer VfL Osnabrück der nächste Kracher. Zudem fehlen Jan-Simon Egerer mit einer Achillessehnenverletzung sowie Alexander Hahn, der ebenfalls nicht trainieren konnte.
Dennoch will Hirsch nicht klagen: "Wir jammern nicht über die, die fehlen, sondern vertrauen denjenigen, die da sind." Man habe stets von der Breite im Kader gesprochen – und die Qualität stimme. Als Beispiel nannte der Trainer Niklas Jessen, der Joshua Bitter zuletzt vertreten und unter anderem das Pokalspiel in Bocholt durch seinen Doppelpack entschieden hat. Bitter selbst ist mittlerweile wieder voll im Training und einsatzfähig, eine Startelfgarantie erhielt er jedoch nicht.
Ein Blick zurück zeigt, wie sehr sich die Ausgangslage verändert hat: Am 12. Spieltag empfing Duisburg als Tabellenzweiter den Fünften aus Essen. Ein halbes Jahr später "sind wir in der Verfolgerrolle". Mindestens diese wolle man so lange wie möglich beibehalten, weshalb es "wichtig wird, dort zu punkten". Trotz aller Emotionen gelte es, "sachlich zu bleiben". Rückenwind gibt der Einzug ins Landespokal-Finale nach 120 Minuten gegen den 1. FC Bocholt: "Wir waren widerstandsfähig und haben trotz der Umstände und Ausfälle dagegengehalten", so Hirsch.
Auswärts allerdings tat sich der MSV zuletzt schwer – das 1:5 in Rostock und das 1:6 in Wiesbaden sind noch präsent. Thema war das intern jedoch nicht mehr. "Es wäre total bescheuert, einfach so schlechte Spiele zu thematisieren", stellte Hirsch klar. Vor dem Gegner aus Essen hat der Trainer derweil großen Respekt: "Sie haben vier Spiele in Folge gewonnen." Gleichzeitig wolle man selbst dafür sorgen, "dass das Stadion ruhig wird". Einen Wunsch hat Hirsch dennoch: "Ich liebe Derbys, aber ich sehe den Hass nicht, der oft reinkommt. Ich hoffe auf ein emotionales, aber faires Spiel – ohne Unterbrechungen."









































