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·17 March 2026
Okan Buruk sendet vor Anfield eine klare Kampfansage: „Wir sind nicht hier, um zu verlieren“ – Galatasaray träumt vom Viertelfinale

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·17 March 2026

Galatasaray geht mit einem 1:0 aus dem Hinspiel in das Rückspiel des Achtelfinals der UEFA Champions League beim FC Liverpool. Vor der Partie in Anfield sprach Okan Buruk auf der Pressekonferenz mit großem Respekt vor dem Gegner, aber ebenso mit sichtbarem Glauben an die eigene Mannschaft. Der Trainer machte deutlich, dass dieses Spiel nicht nur für Galatasaray selbst, sondern für den gesamten türkischen Fußball enorme Bedeutung hat.
„Es ist wirklich schön, in diesem Stadion zu sein“, sagte Buruk und beschrieb bereits den Moment, wie es sich anfühle, sich das Spiel in diesem Rahmen vorzustellen. Für ihn ist es ein besonderer Abend, weil seine Mannschaft in dieser Champions-League-Saison Erfahrungen gesammelt habe, die nun auf dem Platz sichtbar werden müssten. Liverpool bezeichnete er als eine sehr starke Mannschaft mit bedeutenden Fußballern und hochkarätigem Trainerstab. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Galatasaray den englischen Klub bereits zweimal geschlagen habe. „Ich glaube an meine Spieler. Ich stelle mir vor, dass sie das Beste geben, was sie geben können. Warum sollten wir hier nicht weiterkommen? Ich hoffe, wir können diesen Traum verwirklichen.“
Besonders auffällig war, wie deutlich Buruk die aktuelle Verfassung seiner Mannschaft betonte. Er wollte nicht in der Vergangenheit bleiben, sondern den Blick ganz bewusst auf die Gegenwart lenken. Nach seiner Einschätzung befindet sich Galatasaray als Team in guter Form, mit wachsender Leistungskurve, hohem Selbstvertrauen und klarer Entwicklung in Liga und Europa.
Buruk hob dabei hervor, dass sich die Mannschaft inzwischen sehr gut kenne und in vielen Bereichen gereift sei. Für ihn ist das ein zentraler Punkt vor einem Spiel auf diesem Niveau. Gerade weil Liverpool in diesem Wettbewerb eines seiner größten Saisonziele sehe, komme es für Galatasaray darauf an, die eigene Form, das eigene Selbstvertrauen und die eigene Überzeugung auf den Platz zu bringen.
In diesem Zusammenhang sprach er auch über Gabriel Sara, dessen Entwicklung er als Beleg für den Aufschwung des Teams wertete. Dass ein Spieler wie „Gabi“ in die brasilianische Nationalmannschaft berufen werde, sei ein weiteres Zeichen dafür, wie stark sich die Werte und das Niveau der Mannschaft entwickelt hätten.
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Buruk ging auf mehrere Details im Liverpool-Kader ein und zeigte dabei, dass Galatasaray sich intensiv mit dem Gegner beschäftigt hat. Er sprach darüber, welche personellen Varianten Liverpool im ersten Spiel gewählt hatte und dass ihn einige Entscheidungen überrascht hätten. Besonders die Rollenverteilung im offensiven Bereich, mögliche Anpassungen mit Spielern wie Szoboszlai, Wirtz, Mac Allister, Gravenberch, Gakpo und Salah seien für das Rückspiel genau beobachtet worden.
Trotzdem machte Buruk klar, dass er sich nicht in erster Linie an Liverpools Optionen festbeißen wolle. „Wir kennen unsere Konkurrenten, wir wissen, was zu tun ist. Wir sollten uns ein wenig auf unser eigenes Spiel konzentrieren, darauf, was wir gut können“, sagte er. Diese Aussage passt zur gesamten Linie seiner Pressekonferenz: Respekt vor Liverpool, aber keine unterwürfige Haltung.
Die vielleicht wichtigste Botschaft des Abends formulierte Buruk, als er über die Grundidee für das Spiel sprach. Galatasaray werde nicht nach Anfield fahren, um ein Ergebnis nur zu verwalten oder auf ein passives Überleben zu setzen. „Wir sind nicht hierhergekommen, um zu verlieren“, sagte der Trainer unmissverständlich.
Ebenso deutlich wurde er mit Blick auf die offensive Haltung seiner Mannschaft. Sein Team werde nicht auflaufen, um keine Tore zu kassieren, sondern müsse selbst mutig bleiben und Tore erzielen wollen. Für Buruk ist genau diese Denkweise entscheidend, wenn man in Spielen dieser Größenordnung bestehen will. Die Erfahrung aus dem Juventus Turin-Spiel beschrieb er dabei als wichtige Lektion. Nun gehe es darum, im Rückspiel gegen Liverpool zu zeigen, was man besser machen könne.
Buruk hob auch hervor, dass solche Spiele nicht vorzeitig entschieden seien. Ob 0:0, 1:0 oder 0:1 – alles könne sich im Verlauf eines Abends verändern. Gerade deshalb müsse Galatasaray jede Minute im Spiel bleiben. Dass nicht nur die Startelf, sondern auch die Einwechselspieler eine große Rolle spielen werden, sprach er ebenfalls ausdrücklich an.
Auf einzelne Personalien angesprochen, sprach Buruk mit Respekt über Dominik Szoboszlai. Er beschrieb den Liverpool-Profi als einen Spieler, der seine Seele auf das Feld lege, seine Mannschaft mobilisieren könne und mit Standards, Freistößen und seiner Präsenz zwischen den Linien sehr gefährlich sei. Solche Spieler müsse man genau lesen und antizipieren, weil sie ein Spiel jederzeit verändern könnten.
Demgegenüber lobte Buruk aus dem eigenen Kader besonders Roland Sallai. Er nannte ihn einen wertvollen Spieler, einen sehr guten Profi und einen Fußballer, der auf dem Feld immer hundert Prozent gebe. Solche Spieler im Team zu haben, mache ihn glücklich, betonte der Galatasaray-Trainer.
Aus Buruks Aussagen sprach über weite Strecken nicht nur taktische Konzentration, sondern auch eine emotionale Einordnung des Abends. Für ihn ist Anfield kein Ort, den man nur besucht, sondern eine Bühne, auf der Galatasaray die eigene Reife, das eigene Wachstum und die eigene Ambition zeigen kann. Dass er immer wieder von Traum, Glaube und Möglichkeit sprach, macht deutlich, wie sehr er an diesen besonderen Abend glaubt.
Genau darin liegt die Kernaussage seiner Pressekonferenz: Liverpool ist stark, Anfield ist besonders, das Spiel ist riesig – aber Galatasaray fährt nicht hin, um nur dabei zu sein. Buruk will, dass seine Mannschaft dort mit Haltung, Mut und Überzeugung auftritt. Und er hat unmissverständlich formuliert, worum es geht: um einen Traum, der in England Wirklichkeit werden soll.









































