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·14 July 2026
Pickford vor Argentinien-Duell: „Lassen den Fußball sprechen“

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·14 July 2026

Vor dem brisanten WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien setzt Jordan Pickford auf Ruhe statt Provokation. Der englische Nationaltorhüter zeigte sich überzeugt, dass sein Team auch in einem emotionsgeladenen Spiel die Nerven behalten wird und sich auf das Sportliche konzentriert.
Die Begegnung zwischen beiden Nationen zählt seit Jahrzehnten zu den traditionsreichsten und konfliktreichsten Duellen im Weltfußball. Dennoch sieht Pickford keinen Grund, sich von der besonderen Vorgeschichte beeinflussen zu lassen. England habe während des gesamten Turniers Disziplin bewiesen und sich nicht auf Nebenschauplätze eingelassen. „Wir lassen den Fußball sprechen“, erklärte der Keeper bei einer Medienrunde im Trainingslager in Kansas City. Entscheidungen der Schiedsrichter nehme die Mannschaft hin, um sich anschließend sofort wieder auf das Spiel zu konzentrieren.
Tatsächlich verlief das Turnier für die Engländer bislang weitgehend ohne größere Disziplinprobleme. Lediglich der Platzverweis von Jarell Quansah im Spiel gegen Mexiko sorgte für einen negativen Eintrag. Ansonsten blieb England von Sperren und einer größeren Anzahl Gelber Karten verschont.
Vor dem Halbfinale richtet sich der Fokus naturgemäß auf Lionel Messi. Für Pickford steht jedoch fest, dass England dem argentinischen Superstar nicht allein gegenübersteht. Der Torhüter verwies auf die Qualität des eigenen Kaders und hob sowohl die individuelle Klasse als auch den Teamgeist hervor. Zwar werde viel über Messi gesprochen, doch England verfüge selbst über genügend Talent, um das Spiel zu entscheiden.
Die Geschichte dieses Duells liefert reichlich Stoff. Unvergessen bleibt vor allem das WM-Viertelfinale 1986, als Diego Maradona Argentinien mit dem berüchtigten „Hand Gottes“-Tor und einem späteren Solo-Lauf von historischem Ausmaß zum 2:1-Sieg führte. Die politische Vergangenheit rund um den Falkland-Konflikt hat die Rivalität zusätzlich verstärkt. Für Pickford spielt dies jedoch keine Rolle mehr.
Der 32-Jährige betrachtet die Partie pragmatisch: „Es geht um einen Platz im Finale.“ Ob die Entscheidung nach 90 Minuten, in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen fällt, sei letztlich zweitrangig. Wichtig sei nur, dass England vorbereitet sei. Genau diesen Eindruck wollte Pickford vor dem Duell in Atlanta vermitteln.
Für die „Three Lions“ bietet sich die Chance, den Traum vom ersten WM-Titel seit 1966 weiter am Leben zu halten. Um ins Endspiel einzuziehen, müssen sie jedoch zunächst einen der großen Turnierfavoriten ausschalten – und dabei die von Pickford geforderte Ruhe bewahren.







































