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·13 June 2026

Polats WM-Prognose: Arda Güler – Heilsbringer oder Luxusproblem der Türkei?

Article image:Polats WM-Prognose: Arda Güler – Heilsbringer oder Luxusproblem der Türkei?

Der WM-Start hat begonnen und endlich steht der Auftakt der Türkei bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppe D gegen Paraguay im kanadischen Vancouver an. Die türkische Auswahl reist mit großen Hoffnungen und Erwartungen an, spricht doch jeder von der neuen Goldenen Generation nach der legendären „Milli Takim“ von 2002, die beim letzten WM-Auftritt der Türkei in Japan und Südkorea sensationell den dritten Platz belegte. Seither wartete das fußballverrückte Land vom Marmarameer bis zum Schwarzen Meer und Mittelmeer 24 lange Jahre auf die erneute Teilnahme an der Endrunde. In den USAKanada und Mexiko möchte das Team von Trainer Vincenzo Montella wie schon bei der EURO 2024 einen starken Eindruck hinterlassen und mit einer guten Leistung und Platzierung glänzen.

Viele potenzielle Gamechanger im türkischen Kader

Der Kader ist gespickt mit großen Talenten und Akteuren mit ungeheurem Potenzial. Darunter Kapitän Hakan CalhanogluArda GülerKenan YildizOrkun KökcüBaris Alper YilmazUgurcan CakirKerem Aktürkoglu oder Yunus Akgün. Zudem gibt es mit Spielern wie Can Uzun und Deniz Gül Profis in der Mannschaft, die zur Überraschung des Turniers für die Türkei werden könnten. Daher erhoffen sich die türkischen Fußballfans viel von diesen Akteuren, von denen sich GazeteFutbol-Chefredakteur Anil P. Polat diverse vor dem WM-Start ansehen wird. Dabei werden Stärken und Schwächen der Spieler hervorgehoben. Heute geht es um den kreativen „Offensivmaestro“, das Top-Talent, den „Magier“ der türkischen Mannschaft: Arda Güler.


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Stärken

Die Saison 2025/26 könnte für Arda Güler den Durchbruch bei UEFA-Champions-League-Rekordsieger Real Madrid und im internationalen Fußball markiert haben. Der 21-jährige „linke Zauberfuß aus Ankara“ bescherte den Fußball-Fans weltweit in der abgelaufenen Spielzeit zahlreiche Highlights, Auszeichnungen, Traumtore, Freistoßtreffer und unvergessliche Momente. Ob sein legendäres Tor aus 68 Metern oder seine beiden Tore in der „Königsklasse“ gegen den FC Bayern München sowie sein Award als „Champions-League-Entdeckung der Saison“ schraubten die Erwartungen an Güler schier ins Unermessliche hoch. Dies gilt es bei der WM nun für Güler zu bestätigen.

Zu den Stärken von Güler gehören definitiv seine Technik sowie seine Dribbel- und Schussstärke. Auch sein Fintenreichtum und seine Übersicht sind unschätzbare Waffen im Offensivrepertoire der Türkei. Seine sensationellen finalen Pässe können jederzeit den Unterschied machen, wenn er es nicht selbst macht. Auch bei ruhenden Bällen wie Freistößen und Eckbällen versprüht der Youngster stets Gefahr. In der abgelaufenen Saison bestritt Güler 51 Partien für Real Madrid und verzeichnete in 3.255 Minuten Spielzeit sechs Treffer und 14 Torvorlagen.

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Schwächen

Ein ständiger Begleiter von Güler sind Verletzungen. Die Anfälligkeit des technisch versierten Linksfußes ist immer wieder ein Problem. Nach seinem Wechsel zu Real Madrid verletzte sich Güler gleich dreimal hintereinander, mitunter schwer. In der zurückliegenden Spielzeit konnte er mit mehr Beständigkeit glänzen, verletzte sich jedoch erneut vor dem Saisonende und dem Start der WM-Vorbereitungen in der Türkei.

Seine Physis ist wohl das größte Problem, wenn die Belastung besonders hoch ist, wie es bei einem Mammutturnier wie dieser Weltmeisterschaft der Fall ist. Enorme Reisestrapazen, wenig Regeneration, hohe Temperaturen und viele Spiele auf extrem anspruchsvollem Niveau in kürzester Zeit.

Zum einen kann Türkei-Trainer Vincenzo Montella nicht auf die offensiven Qualitäten von Güler verzichten, auf der anderen Seite kann er ihn auch nicht sorglos durchspielen lassen und sich auf seine Robustheit verlassen. Des Weiteren hat sich Güler zwar körperlich weiterentwickelt und zweifelsfrei an Bissigkeit und Spritzigkeit zugelegt, doch in körperbetonten Partien mit vielen harten Zweikämpfen gerät er immer noch schnell ins Hintertreffen, was auch dem Widerstandsvermögen des türkischen Teams im Mittelfeld von Zeit zu Zeit schaden kann.

Es wird wohl an Montella und seinem Trainer- und Ärztestab liegen, den 90-Millionen-Euro-Jungstar dosiert einzusetzen und das Maximum aus den Möglichkeiten herauszuholen, die Güler bietet. Denn eines ist klar: Ein guter Güler kann in jedem Spiel den Unterschied ausmachen.

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