come-on-fc.com
·20 June 2026
Rav van den Berg muss um seine Chance kämpfen – Kann der Königstransfer beim 1. FC Köln endlich durchstarten?

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·20 June 2026


Erik Stalleicken
20 Juni, 2026
Auf den 20. Dezember des vergangenen Jahres fiel ein Spieltag, der die Saison des 1. FC Köln eigentlich ziemlich gut einfängt. Nachdem die Kölner über lange Zeit auf Augenhöhe gegen Union Berlin spielten, verlor das Team von Lukas Kwasniok durch einen Moment der Unaufmerksamkeit die Spielkontrolle. Einen auf den ersten Blick ungefährlichen Diagonalball schätzte Rav van den Berg falsch ein und bekam die Kugel als letzter Mann an den abgespreizten Arm. Da auf dem linken Flügel ein Köpenicker freie Bahn gehabt hätte, wurde der Niederländer für das Unterbinden einer klaren Torchance vom Platz gestellt. Der FC kassierte in Unterzahl kurz vor Schluss das 0:1 und musste zum Jahresabschluss eine Niederlage hinnehmen. Ein Spiel, das fast symptomatisch für den Innenverteidiger steht. So richtig konnte der Niederländer in der abgelaufenen Saison nämlich nicht überzeugen. Nun steht Rav van den Berg beim 1. FC Köln auf dem Prüfstand.

Rav van den Berg wird beim 1. FC Köln wieder eine Option
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Der 1. FC Köln hat eine durchwachsene Saison erlebt. So auch Rav van den Berg individuell. Als die Kölner im vergangenen Sommer rund acht Millionen Euro nach Middlesbrough überwiesen, werden sich vermutlich alle Beteiligten etwas mehr von dem Wechsel versprochen haben. In den letzten sechs Spielen der abgelaufenen Saison kam der 21-Jährige gar nicht zum Einsatz. Medial wurde zwischenzeitlich über eine Transferklausel spekuliert, die der FC bei einer gewissen Einsatzzahl nach England hätte überweisen müssen. Cheftrainer René Wagner dementierte dies und erklärte, seine geringe Einsatzzeit habe nur sportliche Gründe. Unter dem Dresdner kam Van den Berg nur gegen Eintracht Frankfurt zum Einsatz.
Viel besser ist die Aussicht auf mehr Spielzeit in der kommenden Saison bisher nicht geworden. Mit Jahmai Simpson-Pusey verpflichten die Geißböcke eine Leihgabe der vergangenen Saison für rund fünf Millionen Euro fest und deuten damit eine interne Rangliste an, die bereits in den vergangenen Spielen sichtbar wurde. Zwar hat Cenk Özkacar den Verein wieder verlassen und somit eine freie Position in der Innenverteidigung geschaffen, jedoch darf man berechtigte Zweifel äußern, ob der FC mit zwei jungen Innenverteidigern in der Startelf plant. Ein Neuzugang mit etwas mehr Erfahrung erscheint die realistische Alternative, da auch Joel Schmied nicht restlos überzeugte. Und zum jetzigen Zeitpunkt hat der Engländer die Nase unter den jungen Innenverteidigern vorn.
Dennoch wird der Niederländer in der Vorbereitung die Chance bekommen, sich zu beweisen. Das stellte Wagner gegen Ende der Saison bereits in Aussicht. „Es geht für ihn darum, im Sommer wiederzukommen und um seine Position zu kämpfen“, sagte der 37-Jährige. Am Geißbockheim hat man den talentierten Innenverteidiger also noch nicht abgeschrieben. Und das aus gutem Grund. Van den Berg zeigte immer wieder gute Einsätze und zeigte, dass er das Potential besitzt in der Bundesliga zu bestehen. Vor allem durch sein Stellungsspiel und seiner Fähigkeit, Spielsituationen zu antizipieren, glänzte der 21-Jährige phasenweise. Doch konstant gelang ihm dies nicht, weshalb sich die Rangordnung in der Innenverteidigung zu seinen Ungunsten verschob.
Eine Entwicklung, die auch mit Verletzungspech verbunden ist. Denn der Start des Niederländers sah vielversprechend aus. Bei seinem Debüt gegen den SC Freiburg durfte van den Berg von Beginn an ran und zeigte beim 4:1-Heimsieg eine starke Leistung. So auch in der Folgewoche in Wolfsburg. Auch gegen die Niedersachsen spielte der Abwehrspieler stark, verschuldete aber durch ein verlorenes Kopfballduell gegen Wolfsburg-Stürmer Amoura ein Gegentor. Nachdem er bei einem Foulspiel unglücklich auf der Schulter landete, musste der Innenverteidiger nach rund 70 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Die Schulterverletzung brachte Van den Berg aus dem Rhythmus. Nach seiner Rückkehr am zwölften Spieltag kam er nicht mehr wirklich in Fahrt und konnte sich bis zur Entlassung von Lukas Kwasniok nur selten mit guten Leistungen empfehlen.
Van den Berg steht somit vor einer schwierigen Situation. In sechs von sieben Spielen unter dem neuen Cheftrainer kam er nicht zum Einsatz und wird sich berechtigte Sorgen um seine Einsatzzeiten machen. Dennoch traut der FC dem Niederländer eine Menge zu. Sonst wäre man auch vermutlich nicht bereit gewesen acht Millionen für ihn auf den Tisch zu legen. Gerade aufgrund der hohen Ablösesumme wird man in Köln ein besonderes Interesse daran haben, dass Van den Berg seine Chance nutzt und sich im Sommer als Option für Wagner empfiehlt. Denn auch der Innenverteidiger gehört in das Konzept, talentierte Spieler kaufen, weiterentwickeln und für einen möglichst hohen Betrag wieder veräußern. Dass auch van den Berg den FC als Sprungbrett in die Premier League sieht, ist kein Geheimnis.







































