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·12 May 2026

Real Madrid versinkt im Chaos: Florentino Perez holt zum Rundumschlag aus

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Eine titellose Saison, Zoff in der Kabine, ein Trainer auf wackligem Posten und zuletzt der verlorene Clasico. Bei Real Madrid läuft aktuell nichts nach Plan, weshalb der ewige Florentino Perez zum Rundumschlag ausholt.

Perez zieht Wahlen vor

Ein verlorener Clasico gegen den FC Barcelona, der den Katalanen die Meisterschaft bescherte, war der Tropfen, der das königliche Fass zum Überlaufen brachte. Klubboss Florentino Perez berief am Dienstagnachmittag eine spontane Pressekonferenz ein, in der er sich zur Situation äußerte. Dabei nahm der 79-Jährige kein Blatt vor den Mund.


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Nach der Clasico-Niederlage sah sich Perez Rücktrittsrufen der Fans ausgesetzt. Ein Vorhaben, das keinesfalls in Frage kommt. "Vielen Dank an alle für ihre Anwesenheit. Ich bedauere, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich nicht zurücktreten werde.", erklärte Perez. Gleichzeitig kündigte er an, die Präsidentschaftswahl, die eigentlich für 2029 anberaumt gewesen wäre, vorzuziehen. "Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil eine absurde Situation entstanden ist, die durch Kampagnen ausgelöst wurde, um eine gegen die Interessen von Real Madrid gerichtete Meinung zu schaffen. [...]", verdeutlichte er die Lage.

Paukenschlag um Paukenschlag

Auch zu seiner Person selbst bezog Perez Stellung. Gerüchte um seinen Gesundheitszustand dementierte der Klubboss: "Ich nutze diese Gelegenheit, um den Menschen, die sich Sorgen um mich gemacht haben, mitzuteilen, dass ich jeden Tag weiterhin Real Madrid und mein Unternehmen leite. [...]"

Die titellose Spielzeit sorgte für großen Unmut unter den Madridistas. Davon will Perez aber nichts wissen und verweist darauf, dass "unter meiner Präsidentschaft 66 Titel im Fußball und Basketball gewonnen wurden." Auch die Medien bekamen ihr Fett weg: „Es gibt Bereiche, die bei Real Madrid das Sagen haben wollen, es aber nicht geschafft haben, weil die Mitglieder entscheiden und nicht die Journalisten, ihre Kollegen, die Dinge behaupten und die Leute ihnen glauben. Die Leute glauben mir. Einige Journalisten denken, sie könnten die Entscheidungen des Klubs beeinflussen, weil sie sehr wichtig sind."

Im Anschluss ging Perez mit einzelnen Medien hart ins Gericht, attackierte Journalisten dabei persönlich und sprach auch den Negreira Fall an. Dabei bezahlte der FC Barcelona den damaligen Vizepräsidenten der spanischen Schiedsrichterkomittee Jose Maria Enrique Negreira als externen Berater, der Berichte über Schiedsrichterentscheidungen lieferte. Perez sieht das Vorgehen aber als "größten Korruptionsfall der Geschichte des Fußballs". Ein Urteil ist noch offen.

Insgesamt über eine Stunde lang ließ Perez die Presse-Räumlichkeiten durch sein verbales Erdbeben zittern. Ein Tag, der wohl in die Geschichte des Klubs und des Madridismo eingeht.

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