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·21 May 2026
Rückkehr mit Rückenwind: Warum Julian Pauli beim 1. FC Köln einschlagen könnte

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Hendrik Broschart
21 Mai, 2026
Der FC Köln steht vor einem Sommer der Veränderungen. Eric Martel ist weg, weitere Abgänge werden folgen. Doch während die Geißböcke noch mitten im Umbruch stecken, zeichnet sich bei einer Personalie bereits ab, dass die Planungen der Verantwortlichen aufgehen: Julian Pauli hat bei Dynamo Dresden eine Saison gespielt, die Lust auf mehr macht.
Julian Pauli kehrt von seiner Leihstation bei der SG Dynamo Dresden zurück zum 1. FC Köln. (Photo by Pau Barrena/Getty Images)
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Mit dem verkündeten Abgang von Eric Martel ist ein weiterer Dominostein gefallen. Der Sechser, der sich ablösefrei dem Ligakonkurrenten Mainz 05 anschließen wird, reiht sich in eine Serie von Abgängen ein, die den Umbruch bei den Geißböcken einläuten. Nach den Entscheidungen um Florian Kainz, Dominique Heintz und Luca Kilian folgte damit nur wenige Tage nach dem letzten Saisonspiel der nächste Einschnitt. Die Kölner stehen vor einem tiefgreifenden Neuaufbau. Kein Kaderbaustein wird auf dem anderen gelassen, bis in der durch die WM in den USA etwas verlängerten Sommerpause die neue Spielzeit ansteht. Neben allerlei Gerüchten rund um mögliche Zugänge gibt es jedoch auch Personalien, mit denen in der Domstadt bereits geplant werden kann. Gleich mehrere Leihspieler kehren von ihren Stationen zurück. Unter diesen Kandidaten hat es insbesondere ein Name geschafft, aufzufallen: Dresden-Rückkehrer Julian Pauli.
Nach einer erfolgreichen Saison kehrt Pauli von der Elbe zurück. Mit Dynamo Dresden hat der Innenverteidiger einen bemerkenswerten Kraftakt vollbracht: Der Verein startete nach mageren 13 Punkten und Rang 18 zum Jahreswechsel eine famose Aufholjagd und machte mit dem 2:1-Sieg gegen Holstein Kiel schließlich den Klassenerhalt perfekt. Die Grundlage dafür war eine neu gefundene Defensivstabilität, zu der Pauli in fitten Phasen und als Ankerpunkt in einem in der Rückrunde neu formierten Defensivverbund erheblich beitrug. Kein Team kassierte in der Rückrunde weniger Gegentore. Dazu holte man allein aus den ersten neun Rückrundenspielen 16 Punkte.
Der Plan von Sportdirektor Thomas Kessler scheint voll aufgegangen zu sein. Kessler hatte Pauli im vergangenen Sommer mit einem bis 2028 verlängerten Vertrag ausgestattet und ihn anschließend nach Dresden verliehen. Die Botschaft war klar: „Wir werden ihn auf seinem Weg eng begleiten, in der Überzeugung, dass er gestärkt zurückkommen und perspektivisch eine wichtige Rolle in unserer Bundesliga-Mannschaft einnehmen wird.” Wenn fit, mauserte sich der 20-Jährige in der Tat zur festen Größe in der zentralen Abwehrkette der Dresdner. Lediglich gegen Ende der Hinrunde zwang ihn eine Oberschenkelblessur zu einer unfreiwilligen Pause, weshalb er unter anderem auch beim letzten Auftritt im Rudolf Harbig Stadion fehlte.
Dass die Leihe nach Dresden für Pauli sportlich so viel Sinn ergab, lag unter anderem an den Bedingungen, die Cheftrainer Thomas Stamm für einen Spieler wie ihn schuf. Der Dresdner Coach ließ sein Team wahlweise im 4-3-3- oder 4-2-3-1-System agieren, setzte auf mannorientiertes Verteidigen und forderte von seiner Mannschaft konsequentes Pressing über die vollen 90 Minuten. Ein Anforderungsprofil, in das der 1,90 Meter große Pauli mit seiner physisch geprägten Spielweise hineinpasste.
Zusätzliche Pluspunkte sammelte Pauli, indem er sich gemeinsam mit den Dresdnern aus einer handfesten Krise herauskämpfte. In der Hinrunde holte man nur 13 Punkte. Die Arbeit unter Stamm dürfte dem Innenverteidiger nicht nur wertvolle Spielpraxis, sondern auch genau die taktische und athletische Reifung gebracht haben, die ihn für erstklassigen Fußball vorbereitet. Aus Kölner Perspektive hätte die Leihe kaum besser verlaufen können. Ob die Zukunft des in England geborenen Pauli tatsächlich beim FC liegt, werden die kommenden Monate zeigen. Denn zum einen wird der 20-Jährige die Personalentscheidungen Kesslers genau beobachten und für sich bewerten. Zum anderen zeigte sich Dynamos Geschäftsführer Sport, Sören Gonther, zuletzt nicht abgeneigt, das eine oder andere erfolgreiche Leihgeschäft mit dem FC zu wiederholen, ohne dabei allerdings Paulis Namen zu nennen.







































