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·28 January 2026
Sané heute gegen Guardiola: In Manchester muss er beweisen, was seine Worte wert sind

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·28 January 2026

Im entscheidenden Champions-League-Spiel gegen Guardiolas Team kämpft Galatasaray um die Play-offs. Für Sané wird das Duell zum persönlichen Gradmesser.
Leroy Sané hat sich in Istanbul neu erfunden. Der Nationalspieler, der beim FC Bayern zuletzt mehr Frust als Freude erlebte, spricht über seine neue Heimat mit einer Begeisterung, die man von ihm lange nicht mehr gehört hat. Die Stadt sei atemberaubend, voller Energie und Leidenschaft, die Atmosphäre im Stadion bei Champions-League-Spielen unglaublich. Das klingt nach einem Spieler, der angekommen ist.
Interessanter als die Schwärmerei über türkische Esskultur ist allerdings Sanés sportliche Einschätzung. Die Süper Lig werde im restlichen Europa unterschätzt, sagt er. Und liefert gleich den Beleg mit: Galatasaray habe gegen Top-Klubs wie Liverpool und Atlético Madrid gezeigt, dass man nicht nur dabei sei, sondern auf Augenhöhe mitspielen könne. Das ist eine steile These, aber keine unbegründete.
Der türkische Meister steht vor dem letzten Spieltag der Champions-League-Ligaphase auf Platz 17. Ein Punkt bei Manchester City würde für die Play-offs reichen. Für einen Klub, der in den vergangenen Jahren international kaum Spuren hinterlassen hat, ist das beachtlich. Galatasaray hat bewiesen, dass die Süper Lig mehr zu bieten hat als hitzige Derbys und nostalgische Erinnerungen an den UEFA-Cup-Triumph von 2000.
Das Duell im Etihad Stadium wird zum Gradmesser für Sanés Selbstbewusstsein. Manchester City ist Zehnter und braucht einen Sieg, um noch unter die besten acht Teams zu kommen. Für beide Mannschaften geht es um alles, wie man so schön sagt. Sané gibt offen zu, dass er sich nach der Auslosung gewünscht hatte, City hätte sich bis zu diesem Spiel bereits für die Top acht qualifiziert. Jetzt ist es ein Spiel mit hohem Einsatz geworden, ein entscheidendes Spiel für beide Seiten.
Auf der anderen Seite steht Pep Guardiola, der Mann, den Sané als Architekten des modernen Fußballs bezeichnet. Der Katalane habe sein Fußballgehirn komplett umprogrammiert, schwärmt der 29-Jährige. Guardiolas taktische Anforderungen seien unerbittlich gewesen, aber er habe ihn zu einem kompletteren Spieler gemacht, als er es je für möglich gehalten hätte.
Das sind keine Höflichkeitsfloskeln, das ist ehrliche Anerkennung. Die Frage ist nun, ob Sané diese Entwicklung gegen seinen ehemaligen Förderer auf den Platz bringen kann. Gegen City im Etihad anzutreten, wenn für sie alles auf dem Spiel steht – intensiver geht es nicht, sagt er selbst. Das stimmt. Und genau deshalb wird dieses Spiel zeigen, ob Galatasaray tatsächlich auf Augenhöhe mit Europas Elite agieren kann oder ob Sanés Einschätzung doch mehr Wunsch als Wirklichkeit ist.
Für den deutschen Nationalspieler ist es die Chance, ein Statement zu setzen. Nicht nur für seinen neuen Klub, sondern auch für sich selbst.








































