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·26 June 2026
Schalker war erster deutscher WM-Kapitän – doch diese S04-Größe fehlte

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·26 June 2026

Während die laufende WM 2026 in den USA, Kanada und Mexico ohne einen deutschen Nationalspieler aus den Reihen des FC Schalke 04 auskommen muss, war dies bei der ersten WM-Teilnahme des DFB 1934 gänzlich anders. Damals stellte S04, dominanter Club der 1930er Jahre, den ersten deutschen WM-Kapitän – dem ein anderer Star von S04 allerdings fehlte.
In der WAZ widmet sich Rolf Heßbrügge diesem allerersten Kapitel der deutschen WM-Geschichte. Qualifiziert für die Endrunde in Italien hatte sich die DFB-Auswahl 1934 mittels eines einzigen Duells. 9:1 siegte man über Luxemburg, woraufhin die eigentlich angesetzte zweite Partie gegen Frankreich entfiel – beide Nationen hatten sich das Ticket gesichert.
Für heutige Fußballfans ungewöhnlich: Weder gab es eine Gruppenphase bei dieser insgesamt zweiten Weltmeisterschaft noch stießen die Partien bei den Menschen in Italien auf allzu großes Interesse. So versammelten sich lediglich 8.000 Zuschauer beim Auftakt Deutschlands in die WM mit dem Achtelfinale gegen Belgien im Stadio Artemi Franchi in Florenz.
Angeführt wurde die deutsche Auswahl, zusammengestellt von Reichstrainer Otto Nerz, von einer der beiden großen Säulen der Schalker Erfolge in den 1930er Jahren. Fritz Szepan war an jenem 27. Mai 1934 erster deutscher WM-Kapitän, der ansonsten in Diensten des FC Schalke 04 die Bälle verteilte und auch gerne mal im Tor des Gegners versenkte.
Bei diesem Auftakt siegte Deutschland zwar mit 5:2, der eigentlich offensivstarke Szepan aber war als Stopper eingesetzt und trug sich daher nicht in die Torschützenliste ein. Bis zum Ende des Turniers, das Deutschland als Dritter beendete (3:1 gegen die Tschechoslowakei), blieb beides so: Szepan war Stopper und erzielte keinen Treffer.

Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images
Die zweite Säule jener Erfolge von S04 fehlte verletzt. Ernst Kuzorra hatte wegen einer Leisten-Operation auf die WM verzichten müssen. Wobei unsicher ist, ob er in Italien überhaupt dabei gewesen wäre. Otto Nerz hielt nicht viel von Schalkes „Kreisel“, dieser frühen Variante des schnellen Kurzpassspiels, welche in der Nationalmannschaft nicht gefragt war.
Wie Heßbrügge konsterniert feststellt, kam Kuzorra Zeit seines Lebens überhaupt nur auf 12 Länderspiele für Deutschland – davon kein einziges Pflichtspiel, welche damals allerdings auch rar gesät waren. Auch bei der WM 1938 fehlte Kuzorra, während Fritz Szepan das Turnier erneut als Kapitän bestritt. Die zweite WM-Teilnahme 1938 geriet dann deutlich kürzer für Deutschland, dessen Kader nach dem „Anschluss“ mit Spielern aus Österreich erweitert wurde. Diesmal war bereits in der ersten Runde, dem Achtelfinale, Schluss, nachdem man das Wiederholungsspiel gegen die Schweiz mit 2:4 n. V. verlor. Mit Fritz Szepan, ohne Ernst Kuzorra.







































