Schiedsrichter übersieht Elfmeter: 1860 baut in der Rafati-Tabelle Platz 1 aus | OneFootball

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·2 February 2026

Schiedsrichter übersieht Elfmeter: 1860 baut in der Rafati-Tabelle Platz 1 aus

Article image:Schiedsrichter übersieht Elfmeter: 1860 baut in der Rafati-Tabelle Platz 1 aus

Freilich, dass der TSV 1860 am vergangenen Samstag beim 2:2 gegen Alemannia Aachen wieder nicht gewonnen hat, muss er sich selbst zuschreiben: Die Leistung war im Kollektiv einfach nicht gut genug. Und trotzdem: Aber auch in diesem Spiel beeinflusste Schiedsrichter Martin Wilke (db24-Note 5) die Partie - er übersah beim Stand von 0:0 einen klaren Elfmeter für 1860. "David Philipp tickt den Ball im Strafraum kurz an und legt sich damit das Spielgerät vor. Sein Gegenspieler will auch zum Ball, verfehlt diesen aber, weil er einen kurzen Moment später da ist. Stattdessen tritt er Philipp am Fuß und bringt ihn zu Fall. Das ist ein Foulspiel, sodass es einen Elfmeter hätte geben müssen. Eine Fehlentscheidung, den fälligen Strafstoß nicht zu geben", analysierte der frühere Fifa-Schiedsrichter Babak Rafati für das Online-Magazin liga3-online.de die Szene.

Damit bauten die Löwen ihre inoffizielle Tabellenführung der Schiedsrichter-Benachteiligungen in dieser Saison auf 15 Fälle aus (Verl kommt als Zweiter auf 11) - das Kuriose dabei: Die eigenen Ultras rollten am vergangenen Wochenende tatsächlich einen Banner aus, auf dem zu lesen war: „Emotionen verblassen – Fehlentscheidungen bleiben. Nein zum VAR in Liga 3!“ Vielleicht sollte Präsident Gernot Mang die eigene Fanszene mal aufklären, was der finanzielle Unterschied zwischen Dritter und Zweiter Liga ist. Allein aus dem TV-Topf gibt es sofort rund sechs Millionen Euro mehr.


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Das Foul von Aachens Marius Wegmann in der Nachspielzeit gegen den eingewechselten Sigurd Haugen, auf das Schiedsrichter Wilke nicht reagierte, bewertete Rafati so: “Beim Laufduell zwischen Haugen und Wegmann ist der Angreifer zuerst am Ball und kann das Spielgerät mit dem Kopf vorlegen. Sein Gegenspieler Wegmann kommt etwas zu spät, orientiert sich nur noch am Gegenspieler und checkt ihn leicht weg, was bei diesem Tempo eine große Auswirkung hat, und bringt ihn zu Fall. Das ist ein klares Foulspiel, und somit hätte es einen Freistoß geben müssen. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen und das Vergehen nicht zu ahnden. Eine gelbe Karte gegen Wegmann wäre folglich die persönliche Strafe, da der Angreifer nicht in zentraler Position ist und keinen direkten Zug zum Tor hat, vielmehr etwas auf die rechte Seite gerät.”

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