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·23 February 2026
"Sehr diszipliniert gespielt!": Die Kauczinski-Analyse nach dem 1:0-Sieg über Hansa Rostock im YouTube-Video

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·23 February 2026

Ob sich die Löwen manchmal fragen, was gewesen wäre, wenn 1860 nach dem Aus von Patrick Glöckner sofort auf Markus Kauczinski gesetzt hätte?
Der 56-Jährige trotzt in den vergangenen Wochen vielen Widrigkeiten und meldet sich nach dem 1:0 gegen Hansa Rostock mit seiner Mannschaft zurück im Aufstiegsrennen. Logisch, der Rückstand auf den Relegationsplatz hat sich bei sieben Punkten nicht verändert, jedoch stehen mit Hoffenheim II, Aue und Viktoria Köln drei Gegner auf dem Speiseplan der Löwen, die durchaus schlagbar sind. Zurecht sagte Kapitän Thore Jacobsen, der mit einem Panenka-Elfer kurz nach dem Seitenwechsel das entscheidende Tor im ausverkauften Grünwalder Stadion erzielt hat: “Die nächsten drei Spiele sind richtungsweisend.”
Kauczinski hat von den letzten 12 Spielen mit 1860 nur zwei verloren - und hätte 1860 nicht mit diesen Personalsorgen direkt nach der Winterpause zu kämpfen gehabt oder wäre auf dem Transfermarkt effektiv nachgelegt worden, würde die Mannschaft wahrscheinlich besser dastehen - aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der 56-Jährige hat es geschafft, den Löwen die richtige Stabilität zu verleihen: Die Gegner kommen kaum noch zu Torchancen - wie am Sonntag Rostock. Was auch mit der Hereinnahme von Raphael Schifferl zu tun hat. Nach dem 1:2 beim VfB Stuttgart II hat Kauczinski sich selbst korrigiert und den Österreicher in die Mannschaft zurückgeholt - und das war kein Fehler.
Schifferl ist zwar kein Edeltechniker, verleiht Sechzig aber mit seiner Mentalität, Aggressivität und Hartnäckigkeit das gewisse Etwas in der Abwehr. Der Lohn: Zuletzt zwei Zu-Null-Siege. Und vorne hat Kauczinski das Spiel gegen Rostock bewusst verändert: Weg vom Wandspieler Patrick Hobsch, hin zu mehr Beweglichkeit im vorderen Bereich. Damit wurde Rostock mehr beschäftigt als der Gegner gerechnet hatte. Zwar waren Torchancen weiter Mangelware und der Spielfluss war stockend, doch der veränderte Matchplan griff dennoch.
Die Analyse von Kauczinski nach dem Schlusspfiff: „Es geht für uns nicht ums Träumen, sondern um harte Arbeit. Wir haben sehr diszipliniert gespielt in so einem Spitzenspiel und sind ein bisschen ran gerückt. Das Spiel war von der Taktik geprägt. In der ersten Halbzeit gab es wenig Szenen: Danach war es ein bisschen offener. Nach unserem Tor hat Rostock gedrückt. Das war ausgeglichen. Wir hatten den Tick auf unserer Seite. Über den Elfmeterpfiff hätte ich mich wahrscheinlich auch aufgeregt. Das wird aber nun mal gepfiffen. Kann man geben, muss man nicht. Das weißt du heutzutage nicht mehr. Wir haben sowas auch schon gegen uns bekommen.“









































