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·22 April 2026
Serie-A-Profis im Visier: Mailänder Luxus-Eventfirma soll Prostitutionsring betrieben haben

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In Mailand ist ein mutmaßlich kriminelles Netzwerk aus der Nacht- und Eventszene aufgeflogen, das offenbar gezielt wohlhabende Kunden aus dem Profisport angesprochen hat. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Event- und Promotionsfirma, die laut italienischen Medien über Jahre hinweg ein Prostitutions- und Drogengeflecht aufgebaut haben soll. Zu den Kunden zählen demnach rund 70 Profifußballer aus der Serie A, darunter Akteure von Topklubs wie AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin.
Die italienische Finanzpolizei setzte vier mutmaßliche Drahtzieher des Unternehmens unter Hausarrest und ließ Vermögenswerte in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro beschlagnahmen. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf Ausbeutung, Beihilfe zur Prostitution, Drogenhandel und Geldwäsche.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Firma unter dem Deckmantel exklusiver Eventplanung ein Netzwerk von über 100 Frauen organisiert haben. Für eine zahlungskräftige Klientel wurden „All-inclusive“-Pakete angeboten, bestehend aus:
Die Arrangements kosteten laut Berichten teils mehrere tausend Euro pro Abend.
Brisant: Bei den Events soll in größerem Umfang Lachgas (Distickstoffmonoxid) konsumiert worden sein. Das Gas wirkt kurzfristig berauschend und ist im Profisport offenbar auch deshalb beliebt, weil es bei herkömmlichen Dopingkontrollen nicht nachweisbar ist.
Die Zielgruppe der Eventfirma war klar definiert: Neben Fußballprofis werden Unternehmer, Prominente und Personen aus der Unterhaltungsbranche genannt. In abgehörten Telefonaten ist zudem von einem Formel-1-Fahrer die Rede, für den gezielt eine „Begleitung“ organisiert worden sein soll. Die Namen der mutmaßlichen Kunden wurden bislang nicht öffentlich gemacht; in den Ermittlungsakten sind sie aus Datenschutz- und Ermittlungsgründen geschwärzt.
Laut Medien wurde ein Teil der Angebote offen über Social-Media-Kanäle und Concierge-Accounts beworben, dem zahlreiche Serie-A-Spieler folgten. Ermittler prüfen nun, inwieweit einzelne Frauen zur Prostitution gedrängt oder gezwungen wurden – ein Aspekt, der strafrechtlich besonders schwer wiegen würde.









































