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·21 April 2026
Sommer-Umbruch: Welche Trainer-Optionen hat Real Madrid?

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·21 April 2026

Die Saison 2025/2026 haben sich bei Real Madrid alle anders vorgestellt. Ab Sommer wird sich wohl erneut ein neuer Trainer versuchen dürfen.
Eigentlich sollte Xabi Alonso die erfolgreiche Ära unter Carlo Ancelotti fortsetzen, er galt wegen seiner Real-Vergangenheit und den beeindruckenden Erfolgen bei Bayer 04 Leverkusen als die perfekte Lösung. Doch schon im Januar musste der Hoffnungsträger nach einer Reihe schlechter Ergebnisse seinen Hut nehmen. Dabei wurde dem Trainer auch der launische Kader zum Verhängnis, das Verhältnis mit Vinicius Junior soll schon früh Risse erlitten haben.
Auf Alonso folgte mit Alvaro Arbeloa ein weiterer Spanier, der als Spieler mit den Königlichen einen Titel nach dem anderen sammelte. Nach dem Aus in der Champions League gegen den FC Bayern stehen die Zeichen allerdings wieder auf Trennung. Dass der Welt- und Europameister nach einer wahrscheinlich titellosen Saison weitermachen darf, gilt als unwahrscheinlich. Die Führungsetage um Präsident Florentino Perez muss daher erneut auf die Suche nach einem neuen Chefcoach für die komplizierte Kabine der Madrilenen gehen. Dabei haben die Funktionäre mehrere Optionen.
Die Königlichen handeln seit jeher nach dem Selbstverständnis, dass die besten Spieler des Planeten für Real Madrid spielen sollen. Auch auf dem Trainerstuhl setzten die Blancos in der Vergangenheit gerne auf große Namen mit renommierten Trainerkarrieren. Ob Jose Mourinho, Rafa Benitez oder Carlo Ancelotti, sie alle haben sich schon vor ihrer Zeit in der spanischen Hauptstadt in der absoluten Weltspitze der Fußballlehrer etabliert.
Eine solche Lösung wäre nach der enttäuschenden Saison wohl die sicherste Variante, die Perez und co. wählen könnten. Zuletzt geisterte bereits der Name Didier Deschamps durch die spanische Hauptstadt. Der französische Nationaltrainer gibt seinen Posten nach der WM ab und hat bewiesen, dass er aus einem Starensemble ein funktionierendes Kollektiv bilden kann.

Foto: Getty Images
Zur Wahrheit gehört aber auch: Spielerisch hat Deschamps aus dem immensen Potenzial der Equipe Tricolore selten das Maximum herauskitzeln können, als Vereinstrainer war der 57-Jährige zudem seit 2012 nicht mehr tätig.
Eine erneute Rückkehr Zinedine Zidanes ist dagegen nicht realistisch, da der Weltmeister von 1998 Deschamps bei Les Bleus beerben soll. Verfügbar ist dagegen Ernesto Valverde, der den Athletic Club verlassen wird, aber aufgrund seiner Barca-Vergangenheit wohl kein Thema bei Real werden wird. Mauricio Pochettino war lange bei Tottenham erfolgreich und strebt nach der WM-Teilnahme mit den USA eine Rückkehr in den Vereinsfußball an. Den Argentinier sollte Real auf dem Zettel haben.
Neben Star-Trainern gab Real Madrid in der Vergangenheit genauso gerne den Übungsleitern aus dem eigenen Nachwuchs die Chance, sich bei den Profis zu beweisen. Das Paradebeispiel ist natürlich Zidane, der nach seiner Beförderung zum Chefcoach dreimal in Folge die Champions League gewann. Auch Santiago Solari und zuletzt Arbeloa waren erst in der Jugend der Blancos aktiv. Dort nahm auch die Trainerkarriere von Weltmeistermacher Vicente del Bosque in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren Fahrt auf.

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Dass Perez nur wenige Monate nach Arbeloa gleich die nächste Beförderung aus dem Unterbau vornimmt, ist wie eine Weiterbeschäftigung des früheren Verteidigers zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber eher nicht zu erwarten. Außenseiterchancen könnte Vereinslegende Raul haben, der zwischen 2019 und 2025 die zweite Mannschaft trainierte, im Juni letzten Jahres jedoch seinen Hut nahm.
Jenseits der üblichen Verdächtigen und der Trainertalente im eigenen Stall, könnte sich für die Madrilenen der Blick über den Tellerrand lohnen. In den anderen Ligen tummeln sich vielversprechende Coaches mit modernen Ansätzen, die beim Lockruf der Blancos gewiss hellhörig werden würden.
An erster Stelle ist sicherlich Andoni Iraola zu nennen. Der Baske hat dem AFC Bournemouth einen simplen, aber effektiven Konterfußball eingeimpft und hat die Cherries im Tabellenmittelfeld der Premier League etabliert. Nach der Saison wird der 43-Jährige sein Amt jedoch niederlegen und den nächsten Schritt in seiner Trainerlaufbahn anvisieren.

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Filipe Luis, einst in jungen Jahren für RM Castilla und später jahrelang für Stadtrivale Atletico am Ball, hat mit Flamengo vor seiner Entlassung im März mehrere Titel gesammelt und verfolgt einen spannenden offensiv-geprägten Spielansatz. Das gilt auch für Cesc Fabregas, der mit Como für Furore sorgt.









































