Miasanrot
·15 March 2026
Spaziergang am Rhein: FC Bayern Frauen besiegen 1. FC Köln

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·15 March 2026

Die FC Bayern Frauen waren nach der Länderspielpause und dem Auftritt im DFB-Pokal in der Bundesliga gefordert. Gegen den 1. FC Köln gewann das Team von José Barcala mit 3:0.
Die neuerliche Länderspielpause hat beim FC Bayern die Stimmung getrübt und den Kader weiter ausgedünnt: Jovana Damnjanović musste angeschlagen von der serbischen Nationalelf abreisen, Katharina Naschenweng erlitt eine Kapselbandverletzung im ÖFB-Dress und Klara Bühl erlitt eine Muskelverletzung im Training der DFB-Elf.
Neben dem Trio muss José Barcala zudem auf Momoko Tanikawa verzichten. Die Japanerin ist derzeit in der Asienmeisterschaft unterwegs, wo sie beim 7:0-Sieg gegen die Philippinen einen Treffer beisteuern konnte.
Die Edeltechnikerin steht somit am 18. März im Halbfinale, wenn man in Sydney auf Südkorea trifft, das andere Finalticket spielen China und Australien untereinander aus. Neben den vier Spielerinnen fehlen José Barcala zurzeit die Langzeitverletzten Lena Oberdorf, Sarah Zadrazil und Alara.
Vor dem Auswärtsspiel in Köln meldeten sich Giulia Gwinn und Franziska Kett ebenfalls ab und konnten daher nur auf der Bank Platz nehmen, die DFB-Kapitänin sogar nur in zivil, weswegen der FCB-Trainer besonders in der Defensive zur Rotation gezwungen wurde.
Im Vergleich zum 3:0-Erfolg im Pokal gegen den HSV beorderte der Spanier mit Magdalena Eriksson, Glódís Perla Viggósdóttir und Stine Ballisager drei nominelle Innenverteidigerinnen in die Startelf, Winter-Neuzugang Bernadette Amani gab ihr Startelf-Debüt, Arianna Caruso rückte auf die Zehner-Position hinter Pernille Harder.
Der FCB begann die Partie wie erwartet mit viel Ballbesitz, die Münchnerinnen taten sich in der Anfangsviertelstunde allerdings schwer Torchancen herauszuspielen. Die Kölnerinnen, vor der Partie auf dem achten Platz und somit im gesicherten Mittelfeld platziert, begannen die Partie mit einigen bekannten Gesichtern in der Startelf.
So startete Weronika Zawistowska auf der rechten Außenbahn, die Polin wechselte im Sommer in die Domstadt und hat wie Laura Feiersinger (2011-2016), Laura Donhauser (2016-2021), Anna Gerhardt (2016-2019) und die auf der Bank sitzenden Marina Hegering (2020-2022) eine Vergangenheit beim FC Bayern.
Der FC Bayern konnte in der 20. Minute die erste Duftmarke setzen: Nach einem Abpraller landete der Ball tief in der eigenen Hälfte bei Georgia Stanway, die mit einem langen wie präzisen Schnittstellenpass Pernille Harder auf die Reise schickte. Die Dänin konnte ihre Verfolgerin abschütteln und schob vor Fuchs eiskalt zur Führung ein.
Genauso abgezockt zeigte sich die Dänin in der 29. Minute als sie, nach einem Konter von Linda Dallmann angespielt, Gegenspielerin Degen ins Kino schickte und zum 2:0 einschob. Eine beeindruckende Effizienz des deutschen Meisters, der nicht viel nach vorne machte, aber alle seine Torschüsse in Zählbares umwandeln konnte.
Die Gastgeberinnen hatten in der Folge Glück, dass das Spiel nicht schon entscheiden war. Dallmann und erneut Harder hatten kurze Zeit nach dem 2:0 die Möglichkeiten auf das dritte Tor, Fuchs und ein Kölner Abwehrbein verhinderten allerdings dieses Mal den Einschlag. Etwas Glück hatte dann Mahmutovic, die nach einem Rückpass von Aushilfsverteidigerin Ballisager FC-Angreiferin Jessen anschoß, die Isländerin kam in der Folge allerdings nicht mehr an das Spielgerät.
In der 38. Minute dann die mutmaßliche Entscheidung in dieser Partie. Arianna Caruso wurde angespielt, drehte sich geschickt um ihre Bewacherin und schickte Linda Dallmann mit einem Schnittstellenpass in die Gasse. Die deutsche Nationalspielerin bedankte sich für diese Vorlage mit einem satten Abschluss – 3:0.
Die bedauernswerte Fuchs im Kölner Tor konnte einem zu diesem Zeitpunkt leid tun. Der FC bekam die wenigen Angriffe der Münchnerinnen überhaupt nicht verteidigt, hatte keinen Zugriff auf das zentrale Mittelfeld und konnte auch die eigene Mitte nicht schließen. So war es für den FC Bayern ein relativ einfaches Unterfangen hier mit wenig Aufwand zu drei Toren zu kommen.
Die spielfreudige Dallmann hatte kurz vor der Halbzeit nach einem Doppelpass mit Barbara Dunst die Chance auf den vierten Treffer, Agrez verhinderte vor Fuchs aber Schlimmeres aus Sicht der Kölnerinnen, bei denen sich Marina Hegering intensiv an der Seitenlinie warm machte.
Nur Halbzeit reagierte Britta Carlson und erlöste Celina Degen, die bei zwei Gegentoren zumindest unglücklich aussah, Hegering übernahm ihren Platz und feierte das Comeback nach Schulterverletzung. Die Münchnerinnen hingegen starteten unverändert in den zweiten Spielabschnitt.
Am Spiel hingegen änderte sich wenig: Der FC Bayern schaffte es immer wieder mit Diagonalbällen hinter die Kölner Abwehrreihe Freiräume zu erzeugen und gefährlich vor das Tor der Rheinländerinnen zu kommen. Arianna Caruso verpasste nach einem solchen Angriff das 4:0.
In der Folge plätscherte das Spiel etwas dahin. Der FCB hatte das Spiel im Griff und das Spielgerät vermehrt am Fuß, Köln kam weiter nicht zu Torchancen und die Münchnerinnen in Person von Harder und Dallmann ließen nach einer guten Stunde das 4:0 liegen. Mit Natalia Padilla Bidas (für Caruso) und Edna Imade (für Harder) brachte Barcala dann für die letzten 30 Minuten frische Beine in die Partie.
Den Auswechslungen folgten einige Umstellungen: Die Ex-Kölnerin Padilla Bidas sortierte sich auf der rechten Seite ein, Dallmann rückte auf die Zehn, Imade übernahm die Position in der Sturmspitze für die Doppeltorschützin.
Die DFB-Akteurin war weiterhin ein belebendes Element in der bayerischen Offensive. Doch Barbara Dunst, die insgesamt etwas unglücklich agierte, konnte den Schnittstellenpass von Dallmann nicht verarbeiten und ließ sich von Feiersinger im Laufduell abkochen.
Der einzige Kritikpunkt, den man der Barcala-Elf machen muss: Die Chancenverwertung gegen die Kölnerinnen war ausbaufähig und das, obwohl die ersten beiden Chancen direkt zu Treffern genutzt werden konnten.
Mit zunehmender Spieldauer verpasste man es aber, das vierte oder fünfte Tor nachzulegen. Gegen einen harmlosen 1. FC Köln fiel dieses Manko allerdings nicht ins Gewicht, zu ungefährlich war der FC vor dem Bayern-Tor.
Zehn Minuten vor Spielende wechselte Barcala erneut und brachte Vanessa Gilles (für Georgia Stanway) und verschaffte zudem Nachwuchsspielerin Laila Portella (für Linda Dallmann) zu ihrem Bundesliga-Debüt. Die Kanadierin Gilles rückte auf die rechte Abwehrseite, Ballisager übernehm die Sechser-Position, Portella ordnete sich im Zentrum ein.
Der FCB hatte auch in dieser ungewöhnlichen Aufstellung keine Probleme, die Kölnerinnen auf Distanz zu halten. Im Gegenteil: Die Münchnerinnen kontrollierten weiter das Spielgeschehen und waren stets in der Lage, sich aus dem Angriffspressing zu befreien und weiterhin Akzente nach vorne zu setzen. Nach einer ereignisarmen Nachspielzeit war der 18. Sieg im 19. Bundesligaspiel dann perfekt. Die FC Bayern Frauen sind nur noch wenige Punke vor dem nächsten Titelgewinn entfernt.
Nach dem Erfolg beim 1. FC Köln geht es für den FC Bayern bereits am Freitag bei der SGS Essen weiter, gegen den Gegner, dem man im DFB-Pokalhalbfinale Anfang April gegenüberstehen wird. Anschließend reist man auf die Insel, wo am Mittwochabend das Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester United ansteht. Das nächste Heimspiel am FC Bayern Campus ist dann erst am 28. März wenn der 1. FC Nürnberg zu Gast ist.
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